Vorm Umzug zieh ich mich noch um –
Schalt dann, ganz ungezogen,
Von schläuetreu auf neulingdumm,
Hab übend überflogen,
Was fortan nun mein Fort angreift,
Begreife, dass der Drive noch reift
Und längst noch nicht perfekt ist,
Doch dass der Keim vom neuen Heim
Winkt von der „Noch versteckt“-List.
Essen-Überruhr, hört man, verbiete es mir,
Es meinen Geburtsort zu nennen.
Man lädt mich zwar jedes Mal ein auf ein Bier,
Doch nur, um sich von mir zu trennen.
Mich dürstet es so nach dem Wiegengefühl,
In alter Gewissheit zu baden –
Schon schließt tumbes Modernisierungsgemühl
Den letzten verbliebenen Laden.
Man schläfert hier jeglichen Anhaltspunkt ein.
Nur ich kann doch nicht alles erinnern!
Dann bittet man rüde, mich rechts einzureih’n,
Im Rudel von echten Beginnern.
„Ich bin hier geboren!“, rumort es in mir
(die S-Kurve immer im Blick),
Geb weder verloren den Ort und das Hier
Und schlurf durch den Ruhrwiesenschlick.
Wahrlich, ich führe ein wunderlich Leben,
Das leider verfälscht wird von Fremdrequisiten.
Ja, ich fühlspüre mich deutlich daneben –
Und kann über keinerlei Ding hier gebieten.
Randvoll und unverlangt bin ich umgeben
Von Auswüchsen mir doch versagter Renditen.
Aussichtslos, Blickwerk und Köpfchen zu heben,
Umbaumelt mein Kinn ihr Schild „Mich kann man mieten!“.
Ich grüße die Süße des Wiedererkennens,
Bepuder‘ die Mieder des Bruder-Bennenens
Und passier‘ das Spalier der guten Bekannten
Im Stallgeruch der alten Welt.
Die ständige Sammlung bändigt der Alltag
Zum Lämmergesang, den man in jedem Fall mag,
Befächelt vom Lächeln der uns Zugewandten –
Als wär man selbst hier ausgestellt.
Der Handlauf der Treppe, die Folge der Stufen
Scheinen nicht zueinander zu passen.
Ich habe schon dreimal um Hilfe gerufen –
Vor der Einsicht, ich sollte es lassen …
Ab hier ist alles vorbereitet
Für Sturz und freien Fall.
Die Gangart, die mich überschreitet,
Herrscht plötzlich überall.