Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten

Feuer

Verse für die Choleriker, denen man Feuer, Sommer, Mittag und die Adoleszenz zuordnet.
Die appellativen und derben Gedichte.
Vom Schmägedicht bis zur Gossenlyrik. Auch mit einem Gedicht von Julia Engelmann, von mir selbst geschrieben.

Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Wasser entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!


  • London & das sechshundertfünfundsechzigste Gedicht

    London Portobello Road

    Lait Roi, c’est moi

    Werte Melker vom Trafalgar,
    Melkerinnen wie auch Bälger,
    Meutert ihr, sperr‘ ich der Kuh
    Heute noch den Euter zu!


  • Goldegg & das sechshundertachtundfünfzigste Gedicht

    Goldegg

    Und das im Land der Stänkerei!

    Upps, dit wird’ma jetz zu vülle!
    Vor Idylle schon ganz knülle
    Kann ich hier beim besten Willen
    Meinen Durst nach Wut nicht stillen

    Heimlich macht sich Heim’ligkeit
    Bestens vorbereitet breit
    Tilgt jed‘ Ansporn, Zorn zu fühlen
    Bügelt mich statt aufzuwühlen


  • Ammersee Südspitze & das sechshundertsiebenundfünfzigste Gedicht

    Ammersee Südspitze

    Der Kuss

    „Hilf mir! Hilf!“, rief’s aus dem Schilf
    „Ich bin ’ne verwunsch’ne Milf!
    Nur ein Kuss kann mich erlösen
    Von dem Fluch, der einem bösen
    Zauberer dereinst entfuhr!“

    Ich besann mich, rief retour:
    „Böte ich um deiner Nöte
    Meine Lippen dar dir, Kröte
    Wäre es nicht nachgerade
    Um den raren Zauber schade
    Der dem Ufer innewohnt?

    Wie würd‘ uns solch Schritt gelohnt
    Sagte ich: ‚Okay, da helf i!‘?
    Zur Erinn’rung gäb’s ein Selfie –
    Doch beraubt wär dieser Platz
    Um den insgeheimen Schatz!“

    Und leicht mäulig durchheulte die Halme ein Wind …
    Doch wir wissen jetzt, wo wir uns finden, mein Kind!


  • Werksviertel Ostbahnhof & das sechshundertfünfundfünfzigste Gedicht

    FNY-Festival Werksviertel Ostbahnhof

    … und ein zweites Stück vom sich allmählich andeutenden dreizehnten Marilyn’s Army Album!

    Nächte, die die Welt verschlechtern

    Ich bin in deinem Umkreis
    Sicher nicht so gern wie du
    Richtig wär’s, zu flüchten
    Nur ich komme nicht dazu
    In den Nächten, die die Welt verschlechtern

    Alles geht von selbst dahin
    Während ich verdächtig unverdächtig bin

    Refr.: Und in diesen Nächten fehlt’s an Sonnenschein
    Doch ich mag, wenn der Tag sagt: Gut, dass mal wer nachhakt
    Dieser Punkt ist mein!
    In Nächte, die die Welt verschlechtern
    Rutsch ich zwanghaft rein
    Doch ich mag, wenn der Tag sagt: Gut, dass mal wer nachhakt
    Dieser Punkt ist mein! Nur noch mal nachzähl’n …

    Wir taumeln und wir stolpern
    Und wir scheuen uns vor Halt
    Der Nachwuchs flüstert zärtlich:
    Seid ihr dafür nicht zu alt?

    Für Nächte, die die Welt verschlechtern

    Alles geht von selbst dahin
    Während ich verdächtig unverdächtig bin


  • Dickhäuter & das sechshundertfünfzigste Gedicht

    Bild 33

    Marilyn’s Army ist in der Sammelphase neuer Songs für ein weiteres Album. Daher wird ein Teil meiner Textproduktion mal wieder in die Gefilde der Songlyrics eintauchen. Hier der erste fertige Song.

    Zeit zu schreien

    Versickern der Motivation
    Ausgetrickst um deinen Lohn – wart!
    Der Kummer ums letzte Detail
    In der Summe echt nicht so geil – wart!

    Noch bleibt Zeit zu schreien

    Ein Triumphgeheul, das irritiert
    Bleib desinteressiert und wart!

    Wehrlos schleichst du zum letzten Gefecht
    Denn nicht einer der Scheine war echt – wart!

    Und jeder stellt, was er mal war
    Nur noch abgeschmackt abwägend dar – wart!

    Der Abstand ist gewährt
    Ein Abseits, das dich ehrt – wart!

    Refr.: Denn wie lang auch die Quoten die Chancen von dir nicht versteh’n
    Es bleibt Zeit zu schreien
    Und wie lang die Idioten ihr Beifallgetöse auch deh’n
    Es bleibt Zeit zu schreien
    Miese Quoten und auch die Idioten
    Werd’n mit Sicherheit niemals verboten
    Aber uns bleibt die Zeit, um zu schreien: Nein


  • Heritage Hotel & das sechshundertachtundvierzigste Gedicht

    Taj Lake Palace

    Umsatteln

    Wird dir zum Ballast der Palast deiner Träume
    Dann mach doch auf Gastwirt – vermiet ein paar Räume!


  • Qutb Minar & das sechshundertsiebenundvierzigste Gedicht

    Qutb Minar

    Sightseeing

    Alte Türme, Altertümer
    Stürme ich in ungestümer
    „Gibt ja noch so viel zu sehen!“-Mission

    Was Jahrhunderte erbauten
    Zählt nun zum bereits Beschauten

    Auf zur nächsten Attraktion!


  • Hanuman-Languren & das sechshundertvierundvierzigste Gedicht

    Hanuman-Languren

    Ripostegedicht zum berlinerischen Kindergedicht „Der Klops“

    Der Leberkäs

    Da hock i, ess an Leberkäs
    Es klopft, i brumm: „Wer’s’n’dös?
    Zur Brotzeit kimmt mia keina nei!“
    I öffne nur mei Maul und schrei:
    „Schleich di, du Lackl, sonst gibt’s a Fotzn
    Mann, isch tu disch inne Fresse rotzen!“
    Und weitaus noch weniger freundliche Sachen
    Entfahren samt Leberkäs-Fetzn mei’m Rachen
    „Ja, mei“, denk i, i denk: „ja, mei
    Wos’n dös jetzt fia a bleedes Geschrei
    Mit dem man mia hia mei Brotzeit versaut?!“
    Ers war es leis, nu is es laut …
    Und i denk, wo i grad mei Pistoln schon wollt zieh‘:
    „Der, wo hia schreit – dös bin ja i!“


  • Shiv Niwas Palace & das sechshundertdreiundvierzigste Gedicht

    Shiv Niwas Palace

    Ich, Maharadsch

    Der Maharadsch
    Kommt zurück von der Haddsch
    Erfreut sich am Glück seines Reichtums und – platsch!
    Klatscht er bäuchlings und glatt in das Wasserspiel rein
    Ganz sanft in die Arme vom marmornen Stein
    Und er prustet vor Spaß in des Spülwassers Gischt
    Bis die Dienerschaft anrauscht und rasch ihm auf tischt:
    Die Erlesenheit tausend und einzweier Nacht
    Die köstlich garniert auf des Essgeschirrs Pracht
    Vom Dekors porzellaner Schalen beschosst
    In neckischen Häppchen den Körper liebkost

    „Herr, herrlich ist es, Herr zu sein
    Und durch das Mehr den hehren Schein
    Um einen Strahl zu überbieten
    Den Garten Eden anzumieten!
    Wenn man Gottes Gaben nicht wahllos verteilt
    Und all ihre Pracht nur bei einem verweilt
    Lässt der Reichtum der Welt sich erst richtig versteh’n
    Und in dem ihm schmeichelnden Lichte beseh’n
    Dass all das nur mir gehört, macht daher Sinn
    Dies alles, es gehört hier hin!
    Ich bewahr als Maharadscha
    Anmut vor der Brut der Grapscher!“


  • Umgehungsstraßenkuh & das sechshundertneununddreißigste Gedicht

    Kühe in Uidapurs Straßen

    Alle meine Welt

    Alle meine Welt ist Pisse
    Haifischbeckenbodenrisse
    Alle meine Welt ist Kot
    Liebesschwur bei Atemnot
    Alle meine Welt ist Kotze
    Ödes „Meine Welt“-Gemotze
    Alle meine Welt ist Eiter
    Glimmerpimmel, Schimmelreiter
    Meine Welt soll dir, du Schwein
    Ewig Leit- wie Leidbild sein


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