Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten

Feuer

Verse für die Choleriker, denen man Feuer, Sommer, Mittag und die Adoleszenz zuordnet.
Die appellativen und derben Gedichte.
Vom Schmägedicht bis zur Gossenlyrik. Auch mit einem Gedicht von Julia Engelmann, von mir selbst geschrieben.

Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Wasser entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!


  • Zwiespalt & das zweitausenddreihundertsiebenundfünfzigste Gedicht

    Moosacher Balkonstilleben

    Der Schneid

    Nimm dich meiner Haare an,
    Mein hochgeschätzter Figaro!
    Lass so viel wie möglich dran
    Oder/und beschneid sie so,

    Dass nichts überwältigt mein Wiedererkennen!
    Von ältlichem Chaos mich gänzlich zu trennen,

    Ist, was ich allen Hünen neid.
    Ach, höchstgeschätzter Figaro,
    Verkauf mir etwas kühnen Schneid
    (denn der fehlt mir auch anderswo)!


  • Bei Eiskönigins & das zweitausenddreihundertvierundfünfzigste Gedicht

    Der Rekordschneefall in München 2023 vorm Schloß Nymphenburg

    Räuberabsichten
    (Teil des Großgedichts „Die Räuber 2023“, das am 13. Januar 2013 Premiere feiert)

    Wir woll’n nicht mehr irgendwen schnöde berauben –
    Wir schröpfen die Blöden, indem sie uns glauben!
    Wir geb’n ihnen Peanuts und schönste Versprechen,
    Für die sie im Gegenzug bald darauf blechen!

    Wenn die erst verstrickt sind im Netz unsrer Gaben,
    Zahl’n sie an uns Geld, das sie nicht einmal haben.

    Die Abhängigkeiten und Daten der Leute –
    Sie multiplizier’n jedes Ausmaß an Beute:
    Wer die Räuberleiter rauf will, muss erst investieren,
    Doch kann kurz darauf nach den Maximums gieren!


  • An der Schloßmauer & das zweitausenddreihundertzweiundfünfzigste Gedicht

    Der Rekordschneefall in München 2023 hinterm Schloß Nymphenburg

    Immer weniger mehr
    Ein weiterer Songtext fürs nächste Marilyn‘s Army Album.

    In das Neubaugebiet einer besseren Welt
    Hab ich für heut Abend uns ne Pizza bestellt.
    Belegt mit Unbelegbarem zwar,
    Doch in dieser Umgebung schmeckt es wunderbar.
    Das ist in etwa meine Sicht –
    Ich hoffe, sie verwirrt dich nicht.

    Ich will mehr, ich will mehr, nur immer weniger mehr,
    Ich will mehr, ich will mehr, nur immer weniger mehr,
    Ich will mehr, ich will mehr, nur immer weniger mehr,
    Ich will mehr, ich will mehr, ich will mehr, ich will mehr.

    Von der Landebahnschneise einer besseren Welt
    Hab’n wir manche Nacht lang schon den Mond angebellt.
    Wir schwenkten vom Sound ins Bedrohliche gar
    Zur besondren Betonung fehl’nder Bissgefahr.
    Er hat’s zwar nicht gehört,
    Doch Nachbarn war’n verstört.

    Ich will mehr, ich will mehr, nur immer weniger mehr,
    Ich will mehr, ich will mehr, nur immer weniger mehr,
    Ich will mehr, ich will mehr, nur immer weniger mehr,
    Ich will mehr, ich will mehr, ich will mehr, ich will mehr.

    In der Ladenpassage einer besseren Welt
    Hat erstmals die Klingel überm Eingang geschellt.
    Da hat sich zwar nur wer verirrt offenbar
    Doch wir munkeln seither unsre Kundschaft sei da!
    Wenn die auch nichts ersteh’n,
    Ist trotzdem was gescheh’n

    Aus dem Neubaugebiet einer besseren Welt
    Hab’n wir unsrer Restwelt schöne Grüße bestellt.
    Da regt sich zwar kein Neid
    Das braucht noch etwas Zeit.
    Das ist in etwa unsre Sicht –
    Ich hoffe, sie verwirrt euch nicht.


  • Schneebedecktes & das zweitausenddreihunderteinundfünfzigste Gedicht

    Der Rekordschneefall in München 2023

    Randpersonen uprising
    (Teil des Großgedichts „Die Lach- & Schießgesellschaft 2020-23“, das ich zurzeit gerne bei meinen Auftritten zum Besten gebe)

    Es woll’n ja Herr’n, die harr’n an Rändern
    Gern mal die Gesellschaft ändern –

    Worauf dann Pfaueneitelkeiten
    Allen Anstand unterschreiten.


  • Goldteju & das zweitausenddreihundertsiebenundvierzigste Gedicht

    Goldteju bei den Iguazu-Fällen

    Natürlich influencst du …

    Nur dauert ’ne Epoche
    Bei dir halt keine Woche!


  • Ilha Grande & das zweitausenddreihundertvierundvierzigste Gedicht

    Die Hauptstraße von Abraão

    Ein weiterer Songtext fürs nächste Marilyn‘s Army Album.

    Kein Zurück in deine Welt

    Kein Zurück in deine Welt,
    Selbst wunde Punkte: ausgeräumt!
    Nichts fügt sich mehr bereitgestellt,
    Nichts scheint von Treueschwür’n umsäumt!

    Schon flirtet hier alles mit all’m
    Und man steht auf Zuruf stramm.
    Es flirtet hier alles mit all’m
    Und ich frag mich, mit wem bin ich jetzt zusamm’m

    Dein Zurück in keine Welt –
    Alle Illusion’n sind leergeträumt!
    Die Notausgänge sind zugestellt,
    Es harrt dein Mustang ungezäumt.

    Du bist

    doch Zurück in deiner Welt –
    Du hast dich redlich aufgebäumt!
    Du lebst jetzt wieder unverstellt,
    Da um dich rum der Wandel schäumt.

    Da um dich rum der Wandel schäumt.
    Du bist zurück in deiner Welt

    Und dort, dort flirtet noch alles mit all’m
    Und man steht auf Zuruf stramm.
    Dort flirtet noch alles mit all’m
    Und es steht dir zu, das alles zu verdamm’m


  • Cataguases & das zweitausenddreihundertdreiundvierzigste Gedicht

    Strand von Cataguases bei Ilha Grande

    Ein Songtext fürs nächste Marilyn‘s Army Album.

    Stille bevor jemand schreit

    Es ist viel zu lang her und zudem:
    Kein Problem übersteht ohne Willen die Zeit.
    Es tat gut dich zu seh’n,
    Wenn wir geh’n,
    Zeigt sich: Wer ist zu wieviel bereit.
    Es gilt von jetzt bis nächstes Jahr:
    Alles ist umkehrbar.
    Ein alter Stolz dimmt zum „Naja, hey?!“
    Und gleich, was vom Vordem man verzeiht
    Einigkeit
    Ist die Stille, bevor jemand schreit.

    Es ändern sich selten
    Bestehende Welten
    Das hat sich schon sehr oft gezeigt.
    Wir sind vor deinen Thesen
    Mal Freunde gewesen –
    Doch du hast es leider vergeigt!
    Diese Zeit von uns zwei
    Ist auf immer vorbei. Bis zuletzt.

    Und Metamorphosen
    In wirksamen Dosen
    Sind rarer als jedes Extrem.
    Und das bin ja nicht ich –
    Du nimmst zu wichtig!
    Und richtig: Das ist ein Problem!
    Die Zeit von uns zwei
    Ist auf immer vorbei. Bis zuletzt.

    Denn es ist viel zu lang her und zudem:
    Kein Problem übersteht ohne Willen die Zeit.
    Es tat gut dich zu seh’n,
    Wenn wir geh’n,
    Zeigt sich: Wer ist zu wieviel bereit.
    Es gilt von jetzt bis nächstes Jahr:
    Alles ist umkehrbar.
    Ein alter Stolz dimmt zum „Naja, hey?!“
    Und gleich, was vom Vordem man verzeiht
    Einigkeit
    Ist die Stille, bevor jemand schreit.


  • Itaipu & das zweitausenddreihundertzweiundvierzigste Gedicht

    Der Itaipu-Staudamm bei Foz de Iguazú

    Lämmer & Dämme

    Wenn alle Dämme brechen,
    Weil Lämmer sich erfrechen,
    Sie tief und massiv abzugrasen –
    Dabei auch Lehm und Stein frasen
    (und schließlich gar noch das Eszett),
    Macht solch vermess’nes Essen fett.

    Sie – ich dachte, das erwähn‘ ich –
    Sind darin dem Menschen ähnlich.


  • Capybara & das zweitausenddreihundertneununddreißigste Gedicht

    Wasserschweine am Itaipu-Staudamm

    Schokoladentieretiere

    Schokoladentieretiere
    Sind Hasen und Insekten –
    Nicht Kühe oder Schweine,
    Die uns fleischlich immer schmeckten.

    Macht uns die Milch voll Kakao
    Denn treulos blind beim Essen,
    Dass wir so vollends zuckerschwirr
    Die Zuckenden vergessen?

    Nun gießt die Sauen, gießt den Ochs
    In Form’n der Schokolade –
    Für Käfer, Bienen, Kerbgetier
    Ist die Substanz zu schade!


  • Botinas & das zweitausenddreihundertachtunddreißigste Gedicht

    Inselchen an der Botinas Bucht bei Ilha Grande

    Furzende Jugendliche

    Furzende Jugendliche sind meistens ganz leise
    Und duften in Grüppchen ihr Viertelchen scharf.
    Sie rüpeln sich aufwärts mit hörbarer Meise –
    Sind in der Erfüllungswucht voller Bedarf.
    Und furzen und furzen und bleiben dabei,
    Erzählt auch der Rektor: „Nun geht – ihr seid frei!“

    Furzende Jugendliche bleiben als Sorge besteh’n,
    Ihr Hier-Sein in keinerlei Morgen zu dreh’n.
    Man fragt: „Wollt ihr Pommes?“ – sie furzen und lachen.
    Und Welt muss sich dreh’n trotz solch störrischer Sachen.
    Und sie dreht sich! Und die Jugend wird furzen und furzen.

    Es greift jeder Vorwurf auch etwas zu kurz, denn
    Wir hab’n uns ärschlich längst pazifiziert,
    In mancherlei Nachhinein niedergeniert.

    Was hat Pubertät an uns übelst gerochen!

    Ich fühl trotz der Knackser mich noch nicht gebrochen
    Und in Wellnesshotel lass ich oft einen geh’n –
    Als konnte das Heute mein Früher versteh’n.


Die 266 Städte/Länder der Fotos (2016-2026)


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