2.000 in Sicht
Wird denn das zweitausendste Werk
Auch einfach nur Gedicht?
Ob ich dann was Besondres merk?
Ich denk mal, eher nicht.
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 38 Länder auf 5 Kontinenten
Verse für die Melancholiker, denen man Erde, Herbst, Abend, Erwachsenenalter zuordnet.
Die besinnlichen und leisen Gedichte.
Von Aphorismen bis zur Vanitasdichtung.
Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Feuer entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!

2.000 in Sicht
Wird denn das zweitausendste Werk
Auch einfach nur Gedicht?
Ob ich dann was Besondres merk?
Ich denk mal, eher nicht.

Nach dem Pamphlet
Selbst der die Unermesslichkeit streifende Schatz
Scheint letztlich ersetzlich zu sein –
So erschien dein Furor mir vorm vorletzten Satz
Im Grunde verletzlich und klein.

Neue Aufgaben
Ich esse heute meinen Magen,
Beräts’le nie gestellte Fragen,
Werd tief versunk’ne Wracks betanken
Und öffne nicht vorhand’ne Schranken.
Die Schäden könnte ich beheben,
Will im Akkord Erlaubnis geben,
Lass unfassbare Mengen bleiben,
Würd fast acht Zeilen davon …

Zeitenwendeleien
Plötzlich stand die Veränderung drohend im Raum,
So als müsst man in Panik geraten.
Nur dich als Betroffene rührte es kaum
Und du sagtest: Da kann man nur warten.
Denn wie viel von dem Umbruch bei Eintritt verglüht –
Das betrachtet man besser von Rändern.
Und wenn im Jahr drauf alles wiedererblüht –
Meist verspürt’s wenig Zwang sich zu ändern.

Vom Flanieren
Mein Müßiggang macht Einkaufsstraßen
Zu auserwählten Boulevards,
Erst zweckgelöst macht Laufen Spaß, wenn
Im Jenseits aller Zeit-Etats
Auch der Gedanken Gang entspannt.
Und füllbereiten, leichten Schrittes
Gerät jed Weg ins Nichts verziert,
Zieht unbeschwerten Lichtsinn mit, es
Verrät ein Strauch, der mich passiert,
Er sei noch lyrisch unbenannt.

Bodenständig
Viel lieber streif’ ich durch die Täler
Und betrachte die Berge von unten.
Ich schau auf den Nenner anstatt auf den Zähler,
Am Feuerwerk schätz‘ ich die Lunten.
Ein Höhenflug neigt zu verweh‘n,
Zufriedenheit muss tiefer geh‘n.

Wassermarsch
Es wird in deinem kurzen Leben
Noch so viel Niederlagen geben,
Dass es unstatthaft wär, so um diese zu trauern.
Dass wir schon früh in Pfützen traten,
Nützt uns allmählich beim Durchwaten
Von zur Sintflut sich zähflüssig sammelnden Schauern.
Trotz erlittener Schritte verbleibt dein Weg lang,
Doch stützt bald der Pegel des Wassers den Gang.

Kellerlicht
Hab‘n wir im Keller das Licht ausgemacht?
Hatten wir überhaupt Licht?
Wir überzeugten, erleuchteten Leute brauchen‘s ja eigentlich nicht.
Hab‘n wir im Keller das Licht ausgedacht?
Hab‘n wir einander geseh‘n?
Wenn man sich einigt, gilt damit bescheinigt: Alles ist wirklich gescheh‘n.
Hab’n wir im Keller das Licht ausgemacht
Untereinander – als hell?
Auch wenn Chimären in Massen ausscheren – wir bleiben konsensuell.

Wider Ornamente
Zu Ich!-ig, zu masse-lig
Sicherlich muss man sich
Nicht entscheiden
Für eines von beiden.
Doch öfter als gelegentlich
Kann ich beides gleich nicht-leiden.
Bald erscheint es mir, ich hasse
Jedes Ornament der Masse,
Drauf bespicke ich mit Tadeln
Sich im Chic des Selbsts zu adeln.
Doch von beiden sich zu trennen,
Kann ich als ein Ziel erkennen.

Rübermachen
Hier im Hotel am Oderstrand –
Ein Ufer fern vom andren Land –
Erreichte mich nächtens, derweil ich noch schlief,
’ne SMS-Info zum Auslandstarif.
Als reichte meines Schlafes Weite
Herüber auf die andre Seite …
(Was andrerseits für einen Traum
Ein maßvoller Gewinn an Raum)
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