Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 38 Länder auf 5 Kontinenten

Achtzeiler


  • Immenstadt & das zweihundertsechste Gedicht

    Immenstadt Marktplatz

    Warum auch immer. Was in Immenstadt entstand, soll mit Immenstadt in Verbindung bleiben. Vielleicht grad wegen der grundsätzlichen Berserkerferne.

    Der Berserker

    An jedem Platz könnte viel Schöneres wohnen
    Diese Chance zu erhalten, würd‘ es sich doch lohnen
    Das Nicht-Geniale einzureißen
    Die schwachen Welpen tot zu beißen
    Dem Schritt voran den Raum zu schaffen

    Stattdessen nuckeln wir am laffen
    Benzin der Kopien (zum privaten Gebrauch)

    Mit gekappter Manie mag man die vielleicht auch


  • Schlosssaal Immenstadt & das zweihundertfünfte Gedicht

    Schlosssaal Immenstadt

    Die beeindruckenden Decken-Eindrücke vom Slam im Immenstädter Schlosssaal wirken nach:

    Deckungskapital

    Für meine bescheidene Renteneinzahlung
    Bitte ich lieb um mehr Stuck und Bemalung
    Von Alten- und Pflegeheim-, Krankenhausdecken!

    Denn sollte ich dort dereinst zeitreich verrecken
    Ängstigt mich, dass ich nur stur in weiße
    Ödnis starre und denk: „Scheiße,
    Hätt’st beizeiten du mehr eingezahlt
    Für einen, der Decken bestuckt und bemalt!“


  • Weimar & das zweihundertzweite Gedicht

    Goethe & Schiller Denkmal Weimar

    Die Klassiker und ihre Evergreens im Remix.

    Heideglöcklein

    Sah ein Knab ein Röslein stehn
    Concordia soll ihr Name sein
    „Willst, feiner Knab, du mit mir gehn
    Die Stadt vom Tyrannen befrein?“

    Halb zog sie ihn, halb sank er hin
    „Gestehe, dass ich glücklich bin.“
    Seht, er läuft zum Ufer nieder
    Alle Menschen werden Brüder


  • Liegewiese & das zweihundertste Gedicht

    Park an der Ilm

    Der Park an der Ilm zu Weimar. Klassisch angemessener Rahmen für das 200. Gedicht der Tour.

    Ich liege flach im tiefen Grase

    Ich liege flach im tiefen Grase
    Ganz hart in der Romantik-Phase

    „Hier kommt keiner lebend raus!“
    Schallt’s aus Goethes Gartenhaus

    Fühligkeit macht ganz schön fertig
    Dass ich derlei durchsteh‘, ehrt mich

    Auch vorm Klischee ist mir nicht bang!

    Ich stell die Seele auf Empfang …


  • Mönchgrün & das hundertneunundneunzigste Gedicht

    Mönchgrün

    Irgendwo hinter diesem Hügel liegen die 15 Häuser von Mönchgrün. Aber wie es da auschaut, muss man selbst ergründen. Vielleicht beim Literarischen Weinfest 2017?

    Schlummertrunken

    Wo die grünen Mönche wohnen
    Mitten Apfelbaumgeäst
    Torkle ich mit Kollisionen
    Halte mich am Weine fest
    Leg mich auf der Wiese nieder
    Hoffe, dass das Wetter hält
    Sattle meinen Abtauchsieder
    Reite in ’ne andre Welt


  • Balkonien & das hundertachtundneunzigste Gedicht

    Aus Balkonien

    Vom Balkon der erhöhten Maxvorstadt ins Netz gesetzt.

    Zeugen der Dichtung

    Ich habe mein Heim nicht über den Dächern
    Sondern siedle bescheiden im Dache
    Wo Vogelvisiten betäuben und krächern
    Beobachtungszögerlich, was ich da mache …
    „Na, Gedichte, du Piepe! Und zwar über dich!“

    Das Angesicht zu Angedicht
    Behagt den frag’nden Vögeln nicht
    Und solch Fokusse fürchtend, verpissen sie sich


  • Erlangen & das hundertsechsundneunzigste Gedicht

    Schloss Erlangen

    Schon wieder ein Stadtschloss – gestern Braunschweig, heute Erlangen.

    Fragen über Fragen

    Was willst du mit deinem Gezeter, Erlangen?
    Verlangst du von Mittätern bessere Zangen?
    Ist nicht so ein Hater per se schon befangen?
    Und meinst du, dass zehn Meter Absperrband langen?

    Das sind halt so Fragen – die kann man sich stellen
    Doch würden hier wahrlich die Antwor-
    -ten nicht so richtig was erhellen
    Denn, was, zum Teufel, habt ihr vor?


  • Fürstenfeldbruck & das hundertachtundachtzigste Gedicht

    Gartentage Fürstenfeldbruck

    Feste Größe im Rock’n’Roll-Kalender: die Gartentage Fürstenfeldbruck.

    Am Fürstenfeldbruck

    In einer nach Hochadel dürstenden Welt
    Der Bauer die Felder der Fürsten bestellt
    Dass sie gut gedeih’n bis zur baldigen Ernte
    Dann kappt man jed‘ Sprössling, drischt jene entfernte
    Brut der Herr’n vom hohen Stand
    (gehätschelt von der rohen Hand)
    Zu Brei, verpackt sie fei – und guck:
    Grad fährt ’ne Ladung übers Bruck!


  • Baden-Baden & das hundertsiebenundsiebzigste Gedicht

    Kurpromenade Baden-Baden

    Baden-Baden. Ein Ortsname, der mir Wunsch und Befehl zugleich ist. Mit Gruß aus der Therme.

    Durch Schaden wird man bad

    Es war Schaden-Schaden einst Tauchparadies
    Bevor man auch hier auf die Brauchwasser stieß
    Die in der Welt der Unklarheiten
    Gemeinhin sich recht schnell verbreiten

    Drum bat denn die Stadt einen bartlosen Barden
    Für sie den Schaden auszubaden

    So kam, dass, als er die Stadt dann verließ
    Sie nassforsch Baden-Baden hieß


  • Küstennähe & das hundertneunundsechzigste Gedicht

    Die Romantik der Seefahrt beginnt bereits ein paar Dutzend Kilometer vor der Küste.

    Hanse

    Dass die Luft dieser Stadt so bedächtig nach Salz riecht …
    Sie stammt aus den Lungen der alten Matrosen!
    Der’n Unbestimmtheit noch meeresschwer wiegt
    Keine Lush-Outlet-Düfte verveilchenter Rosen

    Selbst ein Start-Up’ler tritt hier als Seebär an Deck
    Schmettert „Mann über Bord!“, dass Sekret-Brisen brodeln
    Und gestern-empfänglich stopft man jedes Leck
    Mit den Winden, auf denen die Drecksmöwen rodeln


Die 272 Städte/Länder der Fotos (2016-2026)


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