Wir zerstörten viel mehr als zerstörenswert war,
Mein Triumph liegt mir unendlich fern.
Unwiederbringliches ist nicht mehr da,
Es rumpelt die Zeit ins Entbehr’n …
Der Eifer von einst reckt gemahnend die Hand,
Nun würde die Welt erst gerecht!
Das Alternde schlurft ohne Zorn an die Wand
Und ein Schuss weckt die Frage auf: Echt?
Gleiches und Gleichen (und wenn alle dran glauben, dann reimt es sich auch)
Der Sound des Tatsächlichen wiegelt nicht auf –
Wir wüten vielmehr auf Prognosen
Und setzen dem Scheinlichen Ist-Stempel auf –
Die schniegeln wir mit Diagnosen.
So ist unser Wissen vom Inzest gestimmt –
Wir denken uns gleich unter Gleichen
Und küren uns dauernd – so klar wie bestimmt –
Zu Siegern in allen Vergleichen.
Es herbst schon wieder in die Welt –
Dieser Schlag lässt sich nicht mehr parieren.
Wie dünn sich heut der Tag erhellt!
Im Himmelhochblau zelten Schlieren.
Ein Abschied wiegt sich ins Gemüt,
Dessen Umfang wir noch nicht erkennen.
Wie stets ist es gefühlt verfrüht,
Sich jetzt von den Gärten zu trennen.
Heut hab ich die letzte Erinn’rung verbraucht
Und wink ihr seitdem hinterher.
Bin manche Stund‘ wehmütig in sie getaucht –
Spür Duft und Geschmack nimmermehr.
Entrissen vom Tau, das im Fluss ziellos treibt,
Verbunden allein durch Verlust.
Am End‘ ist’s die Leere, die mir von ihr bleibt:
Ich habe es einmal gewusst.
Alte Damen halten die Kiste in Gang,
Da die Grandpas schon stoisch veröden –
Die spielen die Herzogs vom mindren Belang
Und hampeln durchs eigne Verblöden.
Man muss beim Triumphbogen nicht übertreiben
Und lässt auch beim Pogo zu stumpfe Moves bleiben –
Doch letztmalig bleibt unbemerkt,
Wo sich die letzte Zeit verstärkt.
Ich mag die Tönung vor der Bräunung,
Wenn das porzellanene Rührmichnichtan
Sich antastend wagt aus der Kleidung Umzäunung
Und allürenfrei einragt ins Nackte, ja, dann
Hält der Frühling ein glühendes Körpercomeback,
Er flattert sich unbändig aus allen Zwang,
Schleudert Perlen, die ich – etwas unerlaubt – einsteck‘,
Denn ich weiß, all die Winter sind zahlreich und lang.