Der Moment, da
Ab dem Moment, da die Unerwartung den Weg zum Büffet alleine schafft
Sickert aus den Vorurteilen all die nie bewiesne Kraft
Welch fader Triumph, das Rezept zu entdecken …
Nimm dir einen Teller und lass es dir schmecken!
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 38 Länder auf 5 Kontinenten
Gedichte, in denen Speisen oder Getränke die Protagonisten sind!

Der Moment, da
Ab dem Moment, da die Unerwartung den Weg zum Büffet alleine schafft
Sickert aus den Vorurteilen all die nie bewiesne Kraft
Welch fader Triumph, das Rezept zu entdecken …
Nimm dir einen Teller und lass es dir schmecken!

Dattelglück
Es schmeckt la Dattel d’Abu Dhabi
So nach „ja, hier komm ich her!“
Nach orientalischst und arabi-
Chst und Schleck und „köstlich, mehr!“
Bergamott‘ winkt, Kardamom
Sandsturm, Temp’raturphantom
Affenglut bis Abendbrise
Scheichgewand und Ölpreiskrise
Nach Verheißung, Adlerholz
Oryx, Souqs und Sultanstolz
Wie ein Harz aus dem Herzen der Wüste geronnen
Wie von Myrrhe beraucht, für den Gaumen erwählt
So haben wohl schon tausend Nächte begonnen
Die eine mehr braucht’s, die dir alles erzählt

Reeller Imbiss.
Räume und Träume
Deine vollgeträumte Speisekammer
Wird heut von Eis und Schmaus geräumt
Du denkst, noch schlafend: Was für’n Jammer!
Hast dich im Liegen aufgebäumt
Und ärmeltief ins Mett gekrallt …
War’s auch mehr Wärme denn ein Halt!
Hast satt zu sein im Traum versäumt?
Nun hat der Raum sich ausgeträumt

Kochelseefischer.
Rezept für den Gegenbeweis
Man hört im Sud des Rochens Röcheln
Den Ruth und ich in Kochel köcheln (blogfreie Version: im Kochtopf köcheln)
Und auf dem aufgeklappten Beitisch
Zappelt sichtbar noch ein Haifisch
Wie ich aus der Delphinen-Schule
All die Innereien pule!
Weiter hinten macht es Zisch:
Ruth frittiert den Tintenfisch
Da gab es ja doch schon sehr viele Gerüchte
Wir äßen niemals Meeresfrüchte
Dass unser beider Kost allein
Bestünd‘ aus totem Ochs und Schwein
Uns vielleicht noch Getier mit Gefieder errege …
Was ich nun hiermit widerlege!

Wuchtig, donnernd, wuchtig, wuchtig – Völkerschlachtdenkmal in Leipzig nach Wolkenbruch.
Stirb Langsam, Teil Nichts!
Das furorlose große Seniorenmenu
Es strotzt vor Geschmack eines „Tout est perdu“
Und eigner Überkommenheit
Man kleckert sich lecker durch kleine Portionen
So lange wir über der Erdkruste wohnen
Wenn der Mund auch schon voll ist – das Schlucken braucht Zeit!
Die vergebliche Hege des Ausgedienten
Schwingt zwischen Gewohnheit und Liebhaberei
Im Fond des nach etlichen Brüchen geschienten
Hechelnden Lächelns nach Ehrungenbrei …
Doch kommt da nix, ohweiohwei!
Nein,
Mit drei Mai Thai und Heiteitei
Wirbt man nun frech um unser Lob
Berechnet Erbanteile, grob

Grillzonen und Räucherkammern in den Isarauen.
Was bleibt
Begrabt mich zwischen zwei Semmelhälften auf den Grillplatzbereichen der Isarauen!
Dort mag ich die Marinaden ausbaden und wampenfetttriefend ein T-Shirt einsauen
„Ach, Scheiß! Das gibt ’nen Megafleck …!“
Ich weiß. Der geht auch nicht mehr weg.

Das vierte Gedicht aus der Reihe der Münchner Unzuchtverse.
Dallmeyer
Das, was ich hier im Schwall reiher‘
Ditt koofte ick bei Dallmeyer
Ja, der’n Zeig is‘ auch nach dem x-ten Zerkau’n
Noch stets appetitlich und schön anzuschau’n!

Die Gassen von Klagenfurt.
Ja, is nich einfach …!
Manchmal würd‘ ich gern in Kärnten
Heidelbeer’n und Kernobst ernten
Manchmal sind mir – ganz banal
Beer’n und Kernobst scheißegal
Heißt’s dann: „Letzte Runde, Mann!“
Steh‘ ich da, wo ich begann …

Wein zum Weinen?
Notlösung, not Lösung
Kerl, wat schmeckt der Wein kacke!
Ist ’ne harte Attacke
Sorgt für grässliches Brennen in Magen und Schlund
Der sticht schon hässlich in der Nase
Ist des Geruchsinns Metastase
Den behält doch kein Mensch ’ne Sekunde im Mund?!
Dass er dennoch so beliebt
Ist, weil’s grad keinen andren gibt
Bevor der Tag beginnt, sitzt man manches Mal bereits im Zug. Und rauscht an Hopfen und Hoffnung vorbei.
Spätes Frühstück
Nun,
Dem frühen Vogel mag
Jeden Morgen, jeden Tag
Etwas Wurmverwandtes langen
Doch Nachtigall,
Die Nacht war geil –
Da brauche ich um anzufangen
Vorneweg, direkt zum Start:
Weck-Gebäck, das knusperzart
Jäh verweht des Schlafes Schwere,
Wenn ich’s beim Kaffee verzehre
So legt auf die Gabel
Derweil ich noch gähne
Ein Starthilfekabel
Für Ozeankähne
Es werden dann, schon halbwegs klar
Der Tag und ich ein spätes Paar
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