Oh, durch diesen Krieg müssen die Geister uns lenken!
Denn die Siegchance der irdischen Leben
Offeriert doch zu viele plausible Bedenken
Gegen’s Stöcke und Steine Erheben.
Wenn die Unsittlichkeit dieses Staats dich zerfrisst,
Komm zur Holy Spirit Mobile Armee,
Wo der Oberbefehlshaber ein Medium ist,
Stets auf Empfang gottgewollter Idee!
Ein Kommandoschrei reicht in die Sphären der Predigt:
Unser Glaube kann Berge versetzen!
Schon gewähren wir – montaner Deckung entledigt –
Den Regierungstrupps uns zu zerfetzen.
Fürs gemütliche Treffen unter alten Kollegen
Trieb die Welt uns recht weit vom Zurück.
Ein paar Bojen umdümpeln noch unser Deswegen
Für ein kurz zu sich findendes Glück.
Es tat gut, sich nach all der Zeit mal zu seh’n!
Und war das Weswegen auch nicht zu versteh’n –
Wir standen im einstgen Verständnis uns nah.
Und mit uns posierte fürs Foto ein Da.
Ein Schatten ist Teil der sozialen Person,
Der sich nachts von dir löst, um den Traum zu erkunden,
Nach dem Tod sich erhellt zum verbleibenden Klon –
Nur die Achtsamkeit schützt ihn vor Wunden!
Quintessenz:
Soll die Integration in der Fremde gelingen,
Beachte die Extremitäten –
Um über den eigenen Schatten zu springen,
Ohne auf andre zu treten!
Entschuld’jen Se bitte ma, wat soll hier datt ’n?
Se steh’n da jrad feistfüßig uff meenen Schatten!
Mag sein, ditt is da, wo Se herkomm so üblich –
Vom Punkt Kultiviertheit fänd ick’s ja betrüblich –
In Kenia, je’nfallz, jilt: Respekt vor die andern!
Bedeutet: Person nebst Silwette umwandern!
Hier bremsen vom Anstand errichtete Ampeln
Den Frevel, auf andrerleuts Seele zu trampeln!
So, lernt ditt jefällichst ma, Fehltrittchaoten:
Im Schatten steht imma „Betreten vaboten“!
Plötzlich stand die Veränderung drohend im Raum,
So als müsst man in Panik geraten.
Nur dich als Betroffene rührte es kaum
Und du sagtest: Da kann man nur warten.
Denn wie viel von dem Umbruch bei Eintritt verglüht –
Das betrachtet man besser von Rändern.
Und wenn im Jahr drauf alles wiedererblüht –
Meist verspürt’s wenig Zwang sich zu ändern.
Rückt Charisma ers’ma auf Sendefrequenz,
Ist’s um Augenwisch zünftig gescheh’n –
Die Metaphysik zaubert Megapräsenz
Und die Wirkmacht drängt Sehnen ins Seh’n!
Der schiere Moment schillert zeitenentrückt –
Von der Strahlkraft und Aura betört.
So lang die Magie der Verführung beglückt,
Wird des Zeitgeists Blabla überhört.
Wo sacht als Verdacht sich ein Geist offenbart,
Sprudelt süßsuggestiv ein Kanal,
Der dir all die Verwirrung des Irrens erspart –
Jeder Lebenswert ist Ritual.
In der Fremde XL seinen Namen zu finden –
Das musst du als Eindringling erst einmal schaffen!
Es gilt, sowohl Stolz wie auch Spott zu verwinden –
Schließlich nannte man dich einen Affen!
Um zu zeigen: Da ist jemand rabiat anders –
Doch wenn er sich etwas enthaart, na, dann kann das
Noch was werden mit der hässlichen Rand-Existenz –
Dem Legenden entwendenden Kinderschreck
Mit der Adern entblößenden Hauttransparenz –
Der durch Fettnäpfchen zappende Hektik-Geck!
Du pauktest beharrlich die Sprache und Sitten –
Trotz Gelächter vorm Schlupfloch zur Integration,
Hast dir als Chronist schließlich Geltung erstritten –
Etwas Geld nachgeschoben, doch war’s dir zum Lohn:
So gelang unsern Affen nach den Müh’n des Beharrens
Der Aufstieg zum Ding, mit dem Status des Narrens!