Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 38 Länder auf 5 Kontinenten

  • Nasenbären & das vierhundertsiebenundsiebzigste Gedicht

    Nasenbären & das vierhundertsiebenundsiebzigste Gedicht

    Wem man so beim Spaziergang begegnet.

    Nasenbären

    Wenn die Nasen mancher Bären
    Nicht so namensgebend wären
    Entbehrte es jeglichen Ansporns zu wachsen
    Wär‘ das da vorn auch okay wie bei Dachsen!

    Doch im Nasenbär’ngesicht
    Hat die Werte mehr Gewicht
    Als gelt‘ dort – so ungefähr:
    Ich die Nase, du der Bär


  • Spinne, bunt & das vierhundertsechsundsiebzigste Gedicht

    Spinne, bunt & das vierhundertsechsundsiebzigste Gedicht

    Wem man so beim Spaziergang begegnet. Auf vielfachem Wunsch: ein Spinnengedicht! Was man nicht sieht: Im Netz hing ein wunderschöner, halb verwitterter Morphofalter.

    Die binomischen Formeln der Insektenphobie

    Spinnen drinnen?
    Braucht man Mut!
    Spinnen draußen?
    Auch nicht gut …!
    Und in Spinnen innendrin?
    Klingt nicht grad nach Hauptgewinn!

    Gut? … da alle einig grienen
    Widmen wir uns nun den Bienen:
    Bienen drinnen?
    Etc. etc.


  • Tree of Life & das vierhundertfünfundsiebzigste Gedicht

    Tree of Life & das vierhundertfünfundsiebzigste Gedicht

    Trotz traurigen Anblicks – die Jungs sind zur Erholung und baldigen Auswilderung eingekerkert.

    Auf, du Schmutzfink, Hände waschen! (Remix autoritär)

    Sollt‘ ich dich je ungewaschen erwischen
    Kommst du hinter Maschendraht!
    Wag es nicht, mir aufzutischen:
    „Aber ich wollt‘ wirklich grad …!“
    Reinlichkeit ist heutzutage
    Einfach keine Zeitpunktfrage
    Wer nur einen Waschgang spart
    Landet hinter Maschendraht!


  • Stirnlappenbasilisk & das vierhundertvierundsiebzigste Gedicht

    Stirnlappenbasilisk & das vierhundertvierundsiebzigste Gedicht

    Wem man so alles beim Spaziergang begegnet. 1a-Drache.

    Von Rittern und Drachen und bitteren Fakten

    Was Ritter so für Sachen machen
    Eh sie in der Drachen Rachen
    Zerknittert ihren Geist aufgeben?

    Nun, halt Ritteralltagsleben:
    Malen, lesen, Fahrrad fahren
    Sich mit ’nem Prinzesschen paaren
    Nach ’nem Kompliment erröten
    Und verlier’n beim Drachentöten

    Alsbald war die Ritterschar
    (Mittelgroß und nachwuchsrar)
    Derart kritisch dezimiert
    Dass sich ihre Spur verliert

    Die Sprache der Drachen kannte zu jener Zeit
    Kein „Achtet doch mal auf die Nachhaltigkeit!“
    So dass die Vorratsunbewussten
    Elendig verhungern mussten

    Es gab in diesem frühen Spiel
    Von zweierlei gleich viel zu viel:
    Vom ritterlichen Wagemut
    Und von der Drachen Abschlachtwut

    Und so gehör’n seit langer Zeit
    Auch beide zur Vergangenheit


  • Panama & das vierhundertdreiundsiebzigste Gedicht

    Panama & das vierhundertdreiundsiebzigste Gedicht

    Oh, wie schön ist Ramadan

    Oh, wie schön ist Ramadan
    Und erst der Fünfjahresplan!
    Das Glaubensbekenntnis und Leistungsprinzip
    Die Nutzungserlaubnis – ich hab euch so lieb!

    Ach, wie rar ist Schönheit erst
    Die du frontal überfährst
    Weil dir jed‘ Pamphlet gefällt
    Das zerregelt diese Welt!

    Oh, wie schön ist Ramadan …
    Nee, da haste dir vertan!


  • Fast Panama & das vierhundertzweiundsiebzigste Gedicht

    Fast Panama & das vierhundertzweiundsiebzigste Gedicht

    Ein Kurztrip nach Panama bleibt mir wegen momentan häufigen Grenzübergangsverzögerungen verwehrt. Müssen wir mit neunzehn Ländern vorlieb nehmen oder flott die Unabhängigkeitsbewegung Hawaiis unterstützen.

    Knapp vorbei

    Der Panda aus den Anden war
    Zwar Panama ein paar ma‘ nah
    Ganz nahe dran an Panama
    War dann der Panda doch nie da!


  • Faultiere & das vierhunderteinundsiebzigste Gedicht

    Faultiere & das vierhunderteinundsiebzigste Gedicht

    Anblicke, die das Herz zum Schmelzen bringen: Faultiere!

    Faultiergesichter

    Miss- und misteranthropische Leut‘
    Ich weiß, ihr habt Schiss vor der Niedlichkeit
    Doch zeig ich – wenn alle hier ready wären:
    Die Weltmeister im Teddybären!


  • Punta Uva & das vierhundertsiebzigste Gedicht

    Punta Uva & das vierhundertsiebzigste Gedicht

    Fortsetzung folgt

    Das Ende der Welt ist von hier nicht zu sehen
    So bleibt dir nur, Leid um Leid weiterzugehen
    Die Last wie einst Lust durch die Zeiten zu tragen
    Und wenn’s soweit ist, wird’s dir irgendwer sagen


  • Puerto Viejo & das vierhundertneunundsechzigste Gedicht

    Puerto Viejo & das vierhundertneunundsechzigste Gedicht

    Salzstreuer

    Länder, in denen der Salzstreuer bockt
    Haben die richtige Feuchte
    Die sorgt dafür, dass alles Rieseln verstockt
    Das sich ob der Streulöcher deuchte

    Doch jedes Loch ist zugeklebt
    Wie rüttelnd und schüttelnd man auch danach strebt
    Die eben servierten huevos zu würzen

    Es lässt sich der Vorgang insoweit verkürzen
    Dass man des Streuers Schraubverschluss
    Zwecks Pökelung benutzen muss
    Um dann mit seinen Fingerspitzen
    Zwei, drei Kristalle zu stibitzen
    Die zugedeckt von altem Reis
    Der darlegt, dass man durchaus weiß
    Ob hiesigen Kränkelns vom Streuergerät
    Aber hier geht’s vor allem um Identität:

    Denn immer, wenn der Streuer bockt
    Bist du in einem von wenigen Ländern
    In die uns ein Stück Paradiesnähe lockt

    Weshalb sollt‘ da irgendwer je was dran ändern?

    Wo die Sinne mit all ihren Züngelchen schnalzen
    Erträgt man sein Rührei auch leidlich gesalzen!


  • Brüllaffe & das vierhundertachtundsechzigste Gedicht

    Brüllaffe & das vierhundertachtundsechzigste Gedicht

    Wem man so alles im Garten begegnet. Das tatsächlich lauteste Tier der Welt. Versammelt sich jeden Morgen um halb Acht neben meiner Hütte und grölt.

    Brüllaffe (Punks not dead)

    Du musst nicht gut sein, aber laut
    Wer hätte dir das zugetraut
    Dass all die streng gesetzten Hürden
    Dich gar nicht int’ressieren würden?
    (Derweil sie denken, du kannst nicht versteh’n
    Hangelst du dich von der Acht auf die Zehn)
    Und mosert wer: „Ganz schön bequem!“ – sagst du: „Nein
    Die Lautstärke Halten kann anstrengend sein!“
    Wo And’re von And’ren Gelehrtes verwalten
    Musst du stetig Nichts zu was Großem gestalten


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