Sommerwiese, mit Landesgartenschaugärtner-Support.
Die zweiten Frühlinge, Folge 1: Sommer
Sonne, oh, bebrüte mich
Brate mein bemühtes Ich
Dass es aus der Schale schlüpfe
Unbedarft ins Leben hüpfe
Dann mag ich, so neugebor’n
Gern in deinem Schein verdorr’n
Ein Call-Boy im Allgäu
Wo eh überall Heu
Rumliegt und schon immer lag
Denkt: „Bevor ich jetzt dumm frag
Nehm‘ ich mir ’nen neuen Ballen.“
Heu gehört im Allgäu allen
Es war da so eine Ahnung, als wenn sich das gute Wetter immer verkrümelt, sobald ich wieder in München ankomme. Heute sieht das anders aus. Aber der Eindruck bleibt – in Form eines Gedichts:
Hoch & Wasser
Die Gewässer sind mit allen Wassern gewaschen
Und Nässe lässt sich von der Nasenspitz naschen
Die Spatzen sind’s satt, durch die Stadt zu spazier’n
Weil Platzregen ratzefatz das hinfort spülen
Was sich bereits regte an Sommergefühlen
Nun trommeln die Tropfen aufs hoffende Hirn
Nach dem Auftritt, spätabends schon wieder daheim. Der Mai verspricht ein sehr sesshafter Monat zu werden.
Die Zwischenzeiten
Ich muss mir aus den Zwischenzeiten
‚Ne Mindestportion einer Heimat bereiten
Mich vergewissern, wo ich wohn‘:
Hier Eingangstüre, da Balkon
Und all das Sich’re Zwischendrin
Auch zwanghaft: Casino-Besuch. Alles zum Ausgang des Abends lesen Sie in Kürze (2017) im Buch zur Tour. Fotos vom pompösen Drinnen dürfen nicht gemacht werden.
Die anderen Rahmen
Die anderen Rahmen
Haben wandernde Namen
Und ich pass‘ da manchmal am Abend hinein
Ich geb‘ zu: Ich mag es
Doch zum Anbruch des Tages
Werd‘ ich nicht mehr im Bilde sein
Und noch ein Nachtrag zum 28-Jahre-auf-einen-Preis-Warten.
Sehr geehrte Juroren
Gebt mir die Preise, aber gebt sie mir leise
Es gibt jetzt nichts mehr zu bejubeln
Es ist nur Pietät, die euch elendig spät
Veranlasst, an mir Lob zu hudeln
Längst ist alles vergeben, doch nichts ist verzieh’n
Das, was ich mir verdiente, habt ihr nun verlieh’n