Diese Weichheit und Milde vom Nachmittagslicht
Wo hitzegebeugt sich die Piepmätze sammeln
Und die Blüten sich spreizen vor Nektargewicht
Bis duftender Singsang tönt: „Fertig zum Rammeln!“
Ach, du Nachmittagslicht tust so weich und so mild!
Aber in deinem Herzen schlägt’s räudig und wild …
In Kölle gelasse, wenngleich im Hintergrund: Der Dom.
Get Up, Stand Up Comedian!
Wir allesamt sind Frohnaturen
Obgleich man das zunächst nicht sieht
Doch fand ein Trapper unsre Spuren
Am Rand vom seichten Moorgebiet
Der Horton hörte dort ein „Hu“
Ich möchte gern auf großen Plätzen
Dich bei der Wirklichkeit verpetzen
Schnell abtauchen ins Einerlei
Im tiefen Tale, göttlich high
Und dann, erschöpft vom Nichts-Erleben
Wie Schauspieler die Röcke heben
Auch wenn noch ein paar Madagaskar-Reprisen hier veröffentlicht werden, muss dieses Gedichttagebuch dem Umstand Rechnung tragen, dass ich bereits knapp zwei Wochen zurück bin im herbstlichen Deutschland und auch schon einige Tour-Stationen abgereist bin, die sich in der Warteschlange stauen. Z. B. Singen.
Romantische Zugfahrt
Von Singen bis nach Immendingen
Hatte ich sein Dingen drinnen
Der Halt in Engen war vergnüglich
Und meine Reiterei vorzüglich
In Hausach sagte ich „Gut Nacht!“
Und mein rosiger Hintern – er lächelte sacht
Da ich hier auf La Digue lieg
Und gut vier Kilo mehr wieg
Im Einklang mit dem Wellengang
Erschnarche ich mir Walgesang
In einem Paradies aus Sand
Bin ich ganz Meer, bin ich ganz Strand
In Afrikas roter Erde steckt die Kraft von sechshundert Sonnenorangen
Und der Schweiß aller Bürden der Menschheitsgeschichte
Aus den narbig durchpflügten Landwirtschaftsloungen
Spritzt das Futter für rüstige Reiseberichte
So anders, doch: „Was war ich da!“
Im kurz entblößtem Unsichtbar