Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten

Politik

Gedichte mit politischem Hintergrund oder entsprechender Attitüde.


  • Herrenhäuser Gärten & das zweitausendsiebenhunderteinundzwanzigste Gedicht

    TeamSlam in den Herrenhäuser Gärten Hannover

    Die Affäre

    In Klimaleugnerschurkenstaaten
    Obliegt’s gewählten Potentaten,
    Die Protokolle zu verraten,
    Der Welt Ressourcen zu verbraten,
    Dass Wind und Wetter wüst entarten,
    Saharaartig Sommer starten,
    Drauf Lüftchen zum Orkan geraten,
    Bis schluchzend wir durchs Ahrtal waten –
    Und rings herum verdorren Saaten
    Zum Blues verstrich’ner Ultimaten!
    Der Jetstream beamt fatale Daten
    Bereits enteilter Tilgungsraten
    Auf blanke Arktisansichtskarten.
    Und die im Permafrost erstarrten
    Gase werden Atmosphäre.

    Und dann endet die Affäre!


  • Hotelaufzug & das zweitausendsiebenhundertzwanzigste Gedicht

    Hotel in Hannover

    April (Jahresrückblick 2025)

    Man muss nicht alles billigen,
    Rät Katja Kallas den Willigen.
    Die freie Welt soll aufbegehr’n,
    Sich gegen das GeTrumpel wehr’n!
    Und kommt der tolle Zoll-Troll uns dumm
    Bei Stahl und Alluminium,
    Wird er das mit Gegenzöll’n teuer erkaufen –
    Und kann sein’n Jack Daniels alleine aussaufen!

    Im Bruderlande Kanada
    Brandmarkt die Herkunft „USA“
    Nicht verkaufbare Güter im Warenregal
    Und das Anti-Trump-Lager gewinnt bei der Wahl!
    Ja, in Washington rühr’n sich jetzt auch Demokraten –
    Die ließen, weiß Gott, lang genug auf sich warten!
    25 Stunden dauert die Anklage-Rede
    Cory Brokers vorm US-Senat –
    Vermutlich hat er dennoch jede
    Menge Punkte ausgespart.

    „April, April, ich mach was ich will!“
    Ist Despoten-Devise in zu vielen Ländern
    (und, nein, bei Despoten bedarf’s keinem Gendern!) –
    Doch wächst ja im Frühling der Drang, was zu ändern:
    Ungarns Orban verbietet die Pride Parade?
    Die dann umso entschloss’ner in den Startblöcken steht …!
    In Israel lichten sich langsam die Reihen,
    Die Bibi die Gaza-Blockade verzeihen –
    Und zerbombt’s einen Hilfkonvoi, obwohl’s alle seh’n,
    Muss man voller Schmach seinen Fehler gesteh’n!
    Es demonstrieren die Ostermärsche,
    Skandieren laut gen Rüstungs…branche:
    „Wir woll’n friedensfähig statt kriegstüchtig sein –
    Noch sind wir nicht alle in euerm Verein!“
    Und Metas K.I. wird an uns nicht trainieren,
    Weil wir jetzt per Widerspruch intervenieren!
    Die halbe Türkei schreit, dass Erdohan
    Seinen mächtigsten Gegner nicht wegsparen kann –
    Der Protest ist erwacht und er wächst weiter noch!
    Bis die Realität sagt: „Ja, nee – kann er doch!“

    Und bis Ende April sind die hoffenden Massen
    Vom Glauben und auch Papst Franziskus verlassen …

    Ein Antikriegsgedicht in Russland verschafft
    Einer 19jährigen fast drei Jahre Haft.
    Nun, spricht das für die Einflusskraft eines Gedichts?
    Nur weil’s wenig bedeutet, bedeutet es nichts!
    Die Macht ist in ihrem Beweise verliebt
    Und es festigt sie noch, dass sie niemals vergibt.

    Ansonsten hielt doch der April
    Nicht ganz in allen Punkten still:
    Es knirscht zwischen Indien und Pakistan,
    China droht so wie gewohnt gen Taiwan,
    Herr Hegseth lädt alle zum Signal-Chat –
    Zur Militärgeheimins-Flat,
    Und der Teenie-Club Sächsische Separatisten
    Setzt Omas gegen Rechts auf die Abschusslisten.
    Didi Hallervorden performt als Opa gegen Wokes,
    Vier Million’n kost’t der Saal für den Klette-Prozess –
    Konnt man da wirklich keinen Vorhandenen nehmen?
    Als stünd‘ nicht die Welt noch vor andren Problemen …

    3.000 Erdbebentote in Myanmar,
    In der DomRep begräbt’s eine Partyschar
    Unterm Dach einer Disko und im Sudan
    Muss man Hunderte Überfallopfer verscharr’n.
    Benin überzieh’n Islamistenanschläge …
    Ja, nach und nach wird unser Mitfühlen träge!

    Drum sag’n wir dem April Byebye
    Und freu’n uns auf den Neu-Mach-Mai!


  • Loferl’n’Haferl & das zweitausendsiebenhundertfünfzehnte Gedicht

    Untere Tracht der Alphornbläser beim Bernauer Dorffest

    Der Zaubermä/erzling (Jahresrückblick 2025)

    Sprach ich doch im Wahlkampfeifer
    Von Finananzsolidität?
    Lockt ein 500 Milliarden
    Schweres Konjunkturpaket
    Zum Lockern meiner Wahlversprechen –
    Der Schuldenbremse, die mir teuer.
    Etwas raunt: Das wird sich rächen!
    Vorerst sitze ich am Steuer …
    Ich kann ja die Kohle – ihr mögt mir verzeihen –
    Nicht von der von der Leyen leien!
    Aber die beschloss grad im trendigen Nachrüstungswahn
    EU-weit mit tausend Milliarden zu plan’n!
    Ja, und keiner fragt: Wer bitte soll die denn blechen?!
    Aber jeder klagt: Schaut, hier bricht Merz sein Versprechen!
    Nun, sind auch die Prognosen duster:
    Ich zünde jetzt den Wachstumsbooster!

    Und zahle, zahle manche Zeche,
    Dass als Geldquell Reibach fließe
    Und mit ungebremsten Schwalle
    Zu ’nem Geldstrom sich ergieße!

    Mein Rambo-Zambo-Wahlergebnis
    War wahrlich kein Triumph-Erlebnis,
    Denn noch wen’jer Stimmen als ich zu erringen,
    Konnt‘ für die Union nur einmal wer vollbringen.
    Aber nach den von Ampeln verschlamperten Taten
    War zwanghaft ein glorreicher Sieg zu erwarten …
    Doch statt mit gut situierten und gelittenen Bossen
    Schütt’le ich nun den Genossen die Flossen!
    Nur gilt es, mit Sozis herumzusondieren,
    Ist’s halt nicht zielführend, groß sich zu zieren!
    Klar, war schön, dass die Mitte noch Mehrheiten findet –
    Doch Umfragen sag’n, dass die längst wieder schwindet
    Und zur raschen Vermeidung der nächsten Zäsur
    Braucht’s Geld für Verteid’jung und Infrastruktur!

    Drum zahle, zahle manche Zeche,
    Dass als Geldquell Reibach fließe
    Und mit ungebremsten Schwalle
    Zu ’nem Geldstrom sich ergieße!

    Für so viele Schulden muss man’s Grundgesetz ändern
    Mit Zweidrittelmehrheit im Bund und den Ländern.
    Doch die ungestümen Grünen
    Wagen sich zu sagen „Nein!“ –
    Erdogan sperrt Imamoglu grad für deutlich wen’jer ein! –
    Nach der’n Wahlkampfversagen nun solch ein Betragen?!
    Da hätt ich ma 500einfuffzig Fragen …
    Herrgott, soll ich denn so weit sinken,
    Mich anzubiedern bei den Linken?! (Weil, das wollt ich mir noch als Option für die Kanzlerwahl freihalten …)
    Zustimmung gegen Zustimmung – so geht der Deal!
    Auch ins Grün übersetzt heißt ein „Nein!“ nur „Wieviel?“ …
    Für den Klimaschutz 50, gut, 100 Milliarden? –
    Na, die paar Euro mehr werd’n jetzt auch nicht groß schaden …!
    Also gut, schickt eure Baerbock meinethalben zur UN –
    Geht die Helga Schmidt halt leer aus (die ich jetzt schon nicht mehr kenn …)!

    Wer die Macht hat, hat die Mittel.
    Bitte, Grundgesetz: zwei Drittel!
    Ab zum Bundespräsident‘,
    Der mein Wahlprogramm noch kennt,
    Deshalb zweifelt: „Echt jetzt, Alter?!
    Wird’s beim Strompreissenken bleiben …?“
    „Mach dir nich‘ so’n Kopp, Frank-Walter –
    Ersma heißtet: Unterschreiben!“


  • Hinfläz-Aussicht & das zweitausendsiebenhundertzwölfte Gedicht

    Am Badeufer vom Feldmochinger See

    Februar (Jahresrückblick 2025)

    Willkommen zur Sicherheitskonferenz!
    Und schon wieder beziehen wir Dresche von Vance –
    Ja, der gibt uns Meinungsdiktatoren
    Ganz gehörig auf die Ohren!
    Und Trumps Politik der Disruption
    Killt jetzt alle Kriege – per Telefon!

    Europa darf vom Außenvor hinterherdackeln
    Und ab und an mal einen Tesla abfackeln.

    Ach, manch Besuch im Weißen Haus
    Schaut ärmlich und erbärmlich aus:
    „Haben Sie keinen Anzug? Jemals Danke gesagt?“
    Hat scharf man den Schulbub Selensky befragt.
    Der anberaumte Rohstoffdeal
    Platzt drauf sehr laut und unsubtil –
    Weltpolitik als Realityshow.
    Man gewöhnt sich allmählich schon an das Niveau.
    Doch derart gewarnt und gewahr der Gefahr
    Die bundesdeutsche Demokra -tie
    Umso bewusster ihr Wahlrecht wahrnimmt –
    Und zur Dschungelqueen ward Lilly Becker bestimmt.

    Ah, da fällt mir grade ein, da war
    Ja noch ’ne Wahl im Februar …
    Im Februar wurd Merz gewählt
    Und bis April noch nachgezählt,
    Ob nicht das BSW … doch: nee.
    Das tat auch der Sahara weh!
    Und wer hätt’s nach letztem Jahr noch gedacht?
    Die hinkende Linke springt urplötzlich noch
    Aus dem Sonstige-Parteien-Loch!
    Heidiwitzka. Klar, mit Rosa-Luxemburg-Tattoos
    Erspart man sich den Loser-Blues.
    Den sing’n die lieben Liberalen –
    Und war’n doch so geübt im Prahlen!
    Erst strampeln sie stramm aus der Ampel sich frei,
    Dann jammern sie: „Mann, wir sind nicht mehr dabei …!“

    In Groß Luckow wählt (so als Spukshow in spe)
    Nur noch 25,3% nicht AFD.
    Und die darf siegreich jetzt auch im Westen laut werd’n:
    Gelsenkirchen, Kaiserslautern.

    Doch ein Stückchen rotgrüner Glückseligkeit kann sich in Hamburg halten –
    Dort wählt man seine Bürgerschaft und alles bleibt beim Alten.
    Nein, wir sind noch nicht am Ende, klar,

    Wir schreiben ja erst Februar.


  • Schattenwurf & das zweitausendsiebenhundertelfte Gedicht

    Schattenidyll in Moosach

    Februar-Präludium (Jahresrückblick 2025)

    Nach Aschaffenburg heizt der Anschlag in München
    Perfekt getimet dem Wahlkampf ein.
    Und nach Villach, New Orleans, Mulhouse und Berlin
    Scheint nicht mal der Fasching noch sicher zu sein.

    TikTok-gecoachte Express-Islamisten
    Mit Kampfmesser und Gaspedal
    Wollen in unsren Köpfchen die Ängste einnisten,
    Die rohe Bedrohung sei allzeit real.

    Sind’s „Kuffar!“-getillte IS-Absolventen,
    Gar moskaugesteuerte Wegwerfagenten?
    Der Mitmach-Jihad für Jedermann
    Verspricht, dass ein jeder Depp wichtig sein kann.

    Wichtig-Sein im Sinne von Wicht –
    Für ein kurzes Geflacker im Schlagzeilenlicht,
    Das trotz seiner Nichtigkeit zu viele trifft.

    Doch verfolgt nicht die Täter, vernichtet das Gift!


  • Distelfinken & das zweitausendsiebenhundertneunte Gedicht

    Stieglitze im Balkon-Lavendel

    Nachtrag zum Januar – Rückblick 2025

    Manch Hoffnungslicht in dieser Welt
    Recht wenig vom Versproch’nen hält …
    Gefangenenaustausch – das klang doch wie:
    Soldaten komm’n nach Hause.
    Doch der Ukraine gönnt man nie
    Die kleinste Feuerpause.
    Und Gazas Geiseldeal gefiel
    Kurz als Schritt in die richtige Richtung;
    Als gäb’s noch zum Frieden Fähige
    Nebst Schlupfloch einer Schlichtung.
    Doch in Freiheit gelangen selbst Leichname nur
    Nach propagandistischer Hamas-Tortur.
    Ob der Tauschquote muss auch Adam Riese einseh’n:
    Man wird diese Krise wohl niemals versteh’n.


  • Pörtschach & das zweitausendsiebenhundertachte Gedicht

    In Pörtschach am Wörthersee

    Ins Schwimmen

    Es ist unabwendbar:
    Wir kommen ins Schwimmen!
    Denn es wurde zum End klar:
    Die Rechnungen stimmen.
    Und unsre Gegenargumente
    Geh’n in unverdiente Rente.

    Die Resilienz des Erdenballs
    Ist längst schon ausgeschöpft –
    Das Wasser steht uns bis zum Hals
    Und nun werd’n wir geköpft.


  • Kaffebeigabenmuseum & das zweitausendsiebenhundertdritte Gedicht

    Im Figuren-Museum für Kaffee-Beigaben Klagenfurt

    Meine Kriegsdienstverweigerung

    Ich habe als Kind im Spiel sehr viel getötet,
    Pathetisch dazu Morricone geflötet,
    Als ’ne Armada Playmobil
    Zum Showdownschluss zu Boden fiel.

    Es überlebten meist nicht mehr als vier von den Guten –
    Der Rest meiner Recken aus Plastik musst‘ bluten …!
    Doch es mildert’s Gemetzel, solang man im Kopf hat:
    Es wird kein Figürchen für immer geopfert.

    Selbst wenn mir ein Typus so gar nicht gefiel –
    Ich braucht‘ ihn als Bösewicht fürs nächste Spiel
    Und um nichts in der Welt hätt ich auf ihn verzichtet!

    Ich denk, im Reallife wird eh’r lässig vernichtet.


  • Chiemseefauna & das zweitausendsechshundertneunundneunzigste Gedicht

    Am Strandbad Bernau am Chiemsee

    Hinaus, Zögern! (Zum Fall der Standhaften)

    Nicht lange sich die Frist bemisst
    Eh‘ bange er den Mist noch frisst.


  • Januarerinnerung & das zweitausendsechshundertsechsundneunzigste Gedicht

    Maibaum in Kochel am See im Januar

    Januar 2025, Fortsetzung (Jahresrückblick 2025)

    Es kam’n
    In US-Aua an die Power:
    Trump und seine Wanze
    Europas Opas schauen sauer
    Auf Trump und seinen Vanz
    Mutet auch der Trump oft an
    Wie’n durchgeknallter Hampelmann
    ’s wird auf Dauer alles rauher – Dank:
    Trump und seinem Vanz

    Ja, die tägliche Kampfschlumpf-Trump-trommelt-Schlagzeile –
    Kaum erträglicher Standard schon nach kurzer Weile:
    Ein unversöhnlich Grölender
    Bedroht urplötzlich Grönländer?!
    Und er golft jetzt am Golf von Amerika.
    Panamas Kanal und Kanada
    Sollen alle alsbald sich als Trump-Land begreifen
    Und als Strandpromenade: der Gazastreifen.
    Der Ukraine und Nato droht Donalds „No!“,
    Dem Klimaschutz, der WHO …
    Und allzuoft hofft man, man hätt sich verhört,
    Wenn quer übers Meer jene Dampfnudel röhrt.

    Doch
    Stetig schwätzt der Trump sich stark
    Mit Eigenlob und MAGA-Quark.
    Was sich heut Pfauen saudreist trauen
    Zeig’n: Trump und seine Wanze

    Und wo Trump regiert, dürfen andere gieren:
    Die Tech-Oligarchen woll’n neudefinieren,
    Was Demokratie ist, was Meinungszensur!
    Gott schütz unsre AFD vor der Diktatur
    Und schenke ihr die Musk-elkraft,
    Dass sie ein Rechtsbewusstsein schafft!
    Ja, was mich am Kommunisten Hitler entsetzt:
    Das ist 80 Jahr her – und man erfährt das erst jetzt!?

    Völkisch hart die Ideale
    Stand der Hitler in echt
    Für Marx und Engels grade
    Und abends las er Brecht

    Da in Hollwood Hills noch die Villen abfackeln,
    Ist hierzulande der Wahlkampf entfacht:
    Der holzige Scholz, der scherzfreie Merz,
    Die Auweia-Weidel – sie brennen auf Macht …
    Wuschelbär Habeck projeziert sich aufs Siegestor!
    Dass nicht auffällt, wieviel er an Strahlkraft verlor.
    Da ein Land, in dem immer mehr sauer sind, meint,
    Dass „Mehr Sauerland!“ fast erlösend erscheint.

    Fritze Merz fühlt sich hierdurch bereit zum Gefecht
    Und tünkramt als furchtloser Brandmauerspecht.
    Mit Verschärfungsanträg’n zur Asylpolitik
    Erweist sich das Fritzchen als stilfreier Freak:
    „Ja, ich hofier AFD’ler als Mehrheitsbeschaffer –
    Bin der Arnsberger-Trump, auch so’n skrupellos Tougher!
    Denn es braucht dieses Land neue Siegergeschichten –
    Ja, und auf Michel Friedmann kann ich auch verzichten …“

    Die Brandmauer kippt um ein grauer
    Zukünftiger Kanzler
    Auch wenn die Alice
    Nicht sein Fall is,
    Wittert er die Chance.
    Meutert dann die AntiFa,
    Ruft er: „Leute, kommt ma klar!
    Das ist Sauerländer Power – und ich bald euer Kanzler!“

    Da hätt man „As Tears go by“ gern gesummt,
    Doch Marianne Faithful ist final verstummt.
    David Lynch bringt dies Horrorjahr nicht auf die Leinwand,
    Da er sich daselbst in der Jenseitswelt einfand.

    Renate Künast streicht aus ihrem Vornam’n das „A“
    Und geht so in Rente … na, hamwas?, ja klar.

    Chemnitz wird Kulturhauptstadt,
    Das Wieso und Weshalb steh’n auf’m andern Blatt –
    Nja, irgendjemand kommt da schon …
    Zur Kumph Mela komm’n dies Jahr 400 Million‘!
    Gut, ist ein andrer Kontinent …
    Den niemand, auf den’s ankommt, kennt.

    Lukaschenko gewinnt seine siebente Wahl –
    Und das ganz ohne Gegner! Ja, phänomenal …
    Der Orangensaft soll teurer werden.
    Und Papst Franziskus schreibt auf Erden
    Mit dem Buch „Hoffe“ noch seine Biografie.
    Kurzer Spoiler: vom Zeitpunkt so günstig wie nie.

    In Damaskus verwehrt man der Baerbock die Hand
    Und seit 50 Jahr’n blau ist der Maus‘ Elefant.

    Derweil wird in Rafah und Kursk unverdrossen
    Die Rheinmetall-Aktie nach oben geschossen.
    Sudan, Tschad, Ost-Kongo lieg’n sehr früh in Trümmern –
    Nun, zumindest um die müssen wir uns nicht kümmern!

    Nur:
    War die Lage in frühren Januarn
    Wohl jemals derart festgefahr’n?
    Man gibt dieses Jahr schon verloren – und doch:
    Es bleiben uns ganze elf Monate noch!


Die 266 Städte/Länder der Fotos (2016-2026)


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