Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten

München

Fotos aus München, seit 2014 Stammsitz der Reimerei Klötgen. Unzählige Auftritte während der Tour 2016. Und danach quasi alleinige Dienststelle in Sachen meiner Poesie.


  • Hüttenzauber & das zweitausendfünfhundertdreiundsiebzigste Gedicht

    Auf dem Moosacher Hüttenzauber Weihnachtsmarkt

    Orange/Angela (Ein Abzählreim)

    Ich sitze in der Waschmaschine,
    Esse eine Apfelsine,
    Schmatze unermesslich.

    Ich habe noch sehr viel Termine,
    Wo ich grässlich gern erschiene –
    Bin jedoch zu hässlich.

    Das Wasser strömt, mich einzunässen,
    Die Orange ist gegessen,
    Ich bin sehr vergesslich.

    Bis ich Angela aus Hessen
    Bitte, „Power Off“ zu pressen,
    Wirke ich schon blässlich.


  • Wasserführung & das zweitausendfünfhundertzweiundsiebzigste Gedicht

    Wasserlauf im Schlosspark Nymphenburg

    Nach der Premiere

    Das Aufatmen sinkt in den See
    Vom “ … is‘ doch gut gelaufen!“
    Es singt in mir, derweil ich dreh‘
    Vom Freudvoll-mich-Besaufen.
    Die Haken und das Unbequeme
    Bewirkten ja zurecht,
    Dass ich mich nicht vom Wissen lähme:
    „Bisher lief’s niemals schlecht!“


  • Wildnis & das zweitausendfünfhunderteinundsiebzigste Gedicht

    Im Dörfchen am Johannisbrunnhaus vom Schlosspark Nymphenburg

    Rückschritte in Erfahrung

    Mein ödes Trödeln durch die Tage –
    Da nöt’ger Tö-Dös Angenage
    Mich vom „Erledigt!“ noch entfernt …

    Das Laptop läppert Onlinefluchten,
    Mich dann in Zeitnot einzubuchten –
    Als hätt‘ ich nichts gelernt.


  • Pan im Winterschlaf & das zweitausendfünfhundertsiebzigste Gedicht

    Pan - Denkmal mit Ziegenbock im Nymphenburger Park, winterfest

    Nach wie vor ungeklärt

    Weswegen bloß könn’n Lebewesen auf Wegen sich bewegen,
    Wogegen Wege regungslos das Sediment belegen?


  • U3 Endstation & das zweitausendfünfhundertneunundsechzigste Gedicht

    U3-Station Moosach

    Epilog 2024 (Rückblick 13)

    Gut, manche Wunden und Gefahren
    Sind akut seit hundert Jahren
    1924 schluckt, dass Sie versteh’n, was ich meine,
    Die Sowjetunion die kleine Ukraine.
    Die USA beschränken das Einwanderrecht,
    Aufruhr in Georgien und in Deutschland, allmächd,
    Löst Friedrich Ebert – ohne Mehrheit – den Reichstag auf.
    Und ein junger Mann hat in dem Jahr seinen Lauf:
    Zu fünf Jahren verknackt, im selben Jahr schon entlassen –
    Hat gereicht, um im Knast sein „Mein Kampf“ zu verfassen.
    Ja, Zweitausendvierundzwanzig war
    Nicht nur „Zauberberg“ und Kafka-Jahr …
    Da sind viel‘ Parallelen – aber auch Unterschiede!
    Wenn wir die nicht mehr stärken würd’n, wär es perfide.
    Schon bald werd’n die Greul hier, die Gräben und Sorgen
    Um dieses Jahr, nächstes Jahr, heute wie morgen
    All dies hier und auch wir im Zeitstrahl verdimmen …
    Obschon unsre Meinung’n dann immer noch stimmen!
    Sie merken: Statt des Vorhangs senkt sich jetzt das Niveau
    Und markiert, dass wir durch sind mit unserer Show!


  • St. Martins-Platz & das zweitausendfünfhundertachtundsechzigste Gedicht

    U3-Station Moosacher St. Martinsplatz

    Dezember 2024 (Rückblick 12)

    Assad schreibt man jetzt Ass a.D.,
    Was freilich ich als Hoffnung seh!
    Oft scheint das: Na, schlimmer kann’s ja nicht werden
    Das uns beschiedene Glück hier auf Erden.
    Und manch einer nimmt’s gleich ungelenk
    Zum „Da könn’n doch die Syrer zurück jetzt!“-Geschenk.

    Im Libanon herrscht Waffenruh,
    Zumindest gilt dies ab und zu.
    Georgien hält fest die Proteste im Zaum –
    Und die suchen sich Tag für Tag doch ihren Raum.
    Ein Blitzkriegsrecht bringt Südkorea
    ’nen neuen Präsidenten näher
    Im Ego-Duell zwischen Le Pen und Macron
    Gibt’s ’nen neuen Premier nach drei Monaten schon,
    In Rumänien wird man die Wahl wiederholen
    Und ungefragt tönt aus dem Nichts Dieter Bohlen
    Er böte sich gerne als Musk-Ersatz an
    Wenn für Kanzler Merz einmal Not wär am Mann.
    Donald Trump reist zum Neustart von La Notre Dame.
    Quasimodo gefällig? Weil wir grad ein’n hab’n …
    Die Länder, die kurz unregierbar erschienen,
    Verständigen vorerst sich auf gute Minen,
    Lange hat man sich da durch Konstrukte gequält
    Und dann doch noch den Voigt und den Woidke gewählt.
    Oft heißt’s ja, sobald alles läuft wie nach Plan:
    Hat eigentlich nicht weh getan!


  • U3 OEZ & das zweitausendfünfhundertsiebenundsechzigste Gedicht

    OEZ - U-Bahnstation

    Der Jahreswechsel im Reim

    Was folgt auf Zweitausendvierenundzwanzig?
    Reicht mir in der Pause ein Bier und dann tanz ich!
    Und wie beginnt Zweitausendfünfenundzwanzig?
    Mei, unser Klein-Lauser reibt brünftig den Schwanz sich!


  • Im Hintergrund & das zweitausendfünfhundertsechsundsechzigste Gedicht

    Stilleben im Home Office

    Im Studenten*Innen-Café

    Ich bin längst schon älter als alle Studenten,
    Weiß Gott, sogar: als Professoren!
    Man hält mich hier nicht mehr für einen Dozenten –
    Dafür wurd‘ ich zu früh geboren.

    Das ist jetzt mein Schicksal –
    Doch fühl ich mich halt
    Mit „He’s a bit sick?“-Mal
    Noch immer nicht alt.


  • Zweiter Advent & das zweitausendfünfhundertfünfundsechzigste Gedicht

    Zweiter Advent at home

    November 2024 (Zeit der Trennungen, Rückblick 11)

    Das US-Wahlergebnis ist nichts für Mimosen,
    Da trennt sich die Wirklichkeit von den Prognosen.
    Triumphbewampt wurd Kampfschlumpf Trump zum Stumpfsinn frackenden Comebackstampfer.
    Ein schmoll’nder und von Groll durchprollter alles ramm’nder Volldampfdampfer
    Macht nun widdewittwieder, wie’s ihm gefällt
    Sich seine Trumptydumpty-Welt.
    Gerichtsverfahr’n werd’n eingestellt,
    Notorisch gegen links gebellt
    Und von ’nem gesundenden Menschenverstand
    Trennt sich ein uns sonst so verbundenes Land.
    Hier erlischt gelbes Licht im Regierungsgehampel.
    Bleiben nur Rot und Grün – halt ’ne Fußgängerampel!
    Man ahnt ja auch, der Christian
    Würd eh viel lieber autofahr’n.

    Frau Baerbock trennt sich von dem Herrn Bock, China kappt ein Ostseekabel,
    Pflegekräfte aus Kolumbien schieb’n wir ab und leicht blamabel
    Schließt Italien in Albanien seine Lager für Migranten.
    Pistorius fasst den End-Schluss: Die SPD braucht keine Top-Aspiranten!
    Der Tesla-Protest wird aus den Bäumen geräumt,
    Derweil das „Team Robert“ am Küchentisch träumt.
    In Sachsen wird sich auseinander sondiert,
    Da anderswo das BSW koaliert,
    Amsterdam pogromiert gegen Fußballfanjuden,
    Aus Berlin ruft’s: „Bei uns würd’n die ebenfalls bluden!
    Und im selben Kiez drohen den Homos Gefahren!“
    Es werkelt Frau Merkel an ihr’n Memoiren.
    Australien sperrt den TicToc-Kram
    Für alle unter 16.
    Dass auch dieses Jahr wieder viel, viel zu warm –
    Da könn’n wir drüber wegseh’n!
    Von Klimagipfeln scheidet man
    Mit zahnlosen Versprechen
    Da schlammig Spaniens Fluten warn’n:
    Das wird sich bitter rächen!
    Russlands Drohnenangriffe brechen neuen Rekord,
    Man erhält dabei jetzt auch von China Support.

    Jetzt wär’s höchste Zeit mal für schöne Geschichten?!
    Nun, hilfreicher wär’s, wenn ihr langsam erkennt:
    Ich kann diesem Jahr keine Niceness andichten –
    Dass ihr euch von allzu viel Zuversicht trennt!


  • Mondscheinexpress & das zweitausendfünfhundertvierundsechzigste Gedicht

    Der Mondscheinexpress - Ein Winterfestival am Bahnwärter Thiel

    Schritt eins, Schritt zwei

    Mal komme ich an einer Kirche vorbei,
    Ohne zuvor einem Gott zu begegnen.
    Mal hängt in der Luft ein „Die Schirme auf!“-Schrei,
    Obwohl’s gar nicht anfängt zu regnen.

    Ich sage mir beim Weiterwandern:
    „Immer eines nach dem andern!“

    Und wird man zwischendurch mal nass,
    Belächelt man’s ohn Unterlass.


Die 266 Städte/Länder der Fotos (2016-2026)


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