Italienische Reise, letzter Teil
Recht bald ward hier alle Amore verflogen –
Sie hat halt zu hart mir am Ohre gezogen.
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten
Klassische und sehr unklassische Liebesgedichte.

Italienische Reise, letzter Teil
Recht bald ward hier alle Amore verflogen –
Sie hat halt zu hart mir am Ohre gezogen.

Intro zu „Hier ruht unsre viel zu früh von uns geschiedene Dorothee-Cosima“
Weitere Teile des Großgedichts: Der Anblick, Die Ansprache, Die Anmaßung
Dass ich nach einem müden Leben
Nun hier vor Ihrem Grabstein steh –
Oh, Cosima! Oh, Dorothee! –
Lost mich zu den Gewinnern.
Doch lost bin ich im Innern, ja –
Oh, Dorothee! Oh, Cosima! –
Verdammt mich zu erinnern,
Dass einstmals sich Götter und Engel erbarmten,
Mich einzugruppier’n mit der Doppelbenamten –
Die Begegnung mit Dorothee-Cosima
Kam meiner Einfalt Segnung nah!

Die Ansprache (Etappe 2: Unausgesprochenes)
Teil des Großgedichts „Hier ruht unsre viel zu früh von uns geschiedene Dorothee-Cosima“)
Ein Balsam von Wörtern ergießt sich in Worte
Und hinter uns schließt sich Elysiums Pforte.
Oh, könnte ich sie bloß versteh’n –
Oh, Cosima! Oh, Dorotheen!
Jedoch die Wucht der Sehnsucht raubt
Mir alle Sprache aus dem Haupt –
Und den Versuch, sich auszutauschen
Umwuchert rasch ein Sinnesrauschen.
Jener warme Wind Ihrer Wortproduktion
Ist All wie -gegenwärtig –
Er strahlt auf mich Vasallenlohn -,
Dies Adressat-Sein ehrt mich!
Doch nun, da Ihr mich angesprochen,
Hab‘ ich doch nicht grundlos hier Lunte gerochen?!
Schon kann mein Begehr’n alten Träumen nicht gleichen –
Vordem Unerreichbares will nicht mehr reichen!
Der Traum muss Exzess sein – er koste, was wolle!
Im steten Erheben beim Streben nach mehr
Entreißt’s alle Rösslein vom Zaum der Kontrolle –
Was stillt ihren Willen und wo nehm‘ ich’s her?!
Ermächtigt sich Unflat des weit’ren Betragens? –
Das ist im Behagen die Frage des Fragens!
Die Räudigkeit solcher Gedanken bereuend,
Doch weitere Hürden und Schranken nicht scheuend,
Kann ich nach Geneigtheit verheißenden Zeichen
Nicht unversuchend von Euch weichen!
Will nicht ein schaurig-schwüler Duft
Grad Eurem Kleid entsteigen?!
Ist’s nicht, dass süß das Schößlein ruft,
In Blöße sich zu zeigen?!
Vielleicht lenkt mich ein Missversteh’n –
Ganz sicher ist’s mir anzuseh’n,
Oh, Cosima! Oh, Dorotheen!
Der Bindestrich entwindet sich
Und nennt sich fortan Trennungsstrich.
Er bricht unser Gesprächlein ab,
Stößt jäh mich Elenden ins Grab!
Zwei edlen Namen galt mein Sehnen –
Und jeder wähnt mich abzulehnen!
So endet alles offenbar,
Oh, Dorothee! Oh, Cosima!
Ein Mehr an Verkehr werdet Ihr mir nicht schenken –
So bleibt nur, dies selbst mir zusammenzudenken!

Der Anblick (Etappe 1: Vorherzusehendes)
Teil des Großgedichts „Hier ruht unsre viel zu früh von uns geschiedene Dorothee-Cosima“
Ein duftiger Anblick ist ihre Haut,
So sondergleich und eben,
So bis zum Anschlag aufgefraut –
Mein Herzschlag naht dem Beben!
Es tuscht die Wangen rosigrot,
Wenn unsre Blicke kreuzen –
Welch Abgrund und welch tosend‘ Not,
Wie’s ruft aus feuchten Käuzen,
Die aus dem Tagschlaf wachgerupft
Schreckgroßäugig urplötzen!
Karnickelig mein Herz durchhupft
Der Drang, sich zu ergötzen.
Oh, Dorothee! Oh, Cosima!
So fröstelndmollig unnahbar
Nehm‘ ich Euch ungebeten wahr
Und Ihr mich in Gewahrsam,
Wo ich gefährlich wehrlos bin –
So hin und weg, so weg und hin,
So reich beschenkt wie sparsam.
Wie wird mir nur? Wie an der Schnur
Verrinnt mein Sein zu Körper pur –
Absonderlich wie sonderbar,
Oh, Dorothee – oh, Cosima!
Ihr Doppelnamenbindestrich
Macht folgsam zum Gesinde mich …
Mit Euch verbindlich anzubandeln?
Trotz der Ehrfurcht vorm sperrigen Namensgeflecht?
Welch Anmaßungsgrad würd‘ solch‘ Plane gerecht –
Müsst nicht die Welt sich wandeln?
Doch dies‘ Spürchen an Hoffnung zieht mich in den Bann –
Dann schürzt sie die Lippen und, Gott!, spricht mich an!

Bist du schon zweigeschlafen?
Es steigt der Bedarf, seit zusammen wir wohnen,
An Partnerschaft salbenden Schlafpositionen.
Der Zweisamkeit Bekräftigung
Schafft selbst im Schlaf Beschäftigung.

In Padua (wo sprachlich Naheliegendes von Realitätsferne zeugt)
„Würd‘ gern mit dir zum Paar!
Du aa?“

Das Wirrwarr und wir
Deine Rätselhaftigkeit
Schmeichelt meinen Lösungswegen.
Jäh entfernt, ist’s nicht mehr weit –
Ständig komm’n wir uns entgegen.

Erster Frühlingshauch
Endlich kommt die Sonne raus
Und ein Hauch von Wonne saus-
…ssst in Glied und Glieder.
Knospend schmiegt sich Lipp an Lipp
Und des Frühlings Wiege wipp-
…pppt ins Vida wieder.
Und ein erster Wärmeknuff
Walkt uns Körper – endlich Luf-
…ffft im Wulst der Vulven!
Alles neckt sich nackt und keck,
Wenn die Scham den Charme entdeck-
…kkkt als Felix-Krull-Fan.

10/12 – ein blasphemischer Huftierdiss
Neulich bekehrte mich nächtens:
Keine zehn Pferde verbrächten’s
Von meiner Treu mich zu zerren!
Denn, meine Damen und Herren,
(trotz fehlbarer Entschiedenheit)
Dank stählerner Zufriedenheit
Trennt kein Mährchen
Ein Pärchen
Zurück in zwei Hälften –
Und sei’n auch die Gäule bemüht und zu elft, denn
Gott ist ein Schwächling! Und als solch einer schuf er
Die Dutzendware Unpaarhufer.
Verschmelzungen
Für irgendwen ist jeder Schnee der erste Schnee im Leben
Und den wird es naturgemäß für ihn nie wieder geben.
Und doch birgt jeder Folgeschnee die selbe Sensation
Und weckt beinahe deckungsgleich ’ne Schnee-Re-Reaktion.
Solch Technik möchte ich erlern’n (ich denke schon, ich muss)
Für’s neu entfachte „Hab dich gern, du achtmillionster Kuss!“
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