Bedichte ich euch Knödelein
Schleicht immer sich ein Dödel rein
Der Schleimspucker scheint – ob kompakt oder länglich
Als Reim auf euch wohl unumgänglich
Und der würd‘ alles schier verderben
So muss der Plan des Verses sterben
Wie gern ich auch euch Knödel preise
Echt nich auf so ’ne blöde Weise!
Plötzlich schweift um dich Gold der besonderen Welten
Als Essenz von dem Wunsch, dieses Sein zu erhalten
Doch die Delle des Eindrucks verdümpelt im Selten
Und über die Jahre wird alles zum Alten
Obgleich immer öfter die Züge entgleisen
Und täglich es schwant: Du wirst nie wieder reisen
Sind auch die Tresore schon restlos geleert –
Das Wissen vom Gold verliert niemals an Wert
Der novemberigste aller November
Schleicht durch die Nässe der Schuhe sich ein
Es ist seine Düsternis längst nicht mehr stemmbar
Das „ohne dich“ formt sich erst jetzt zum „allein“
Selbst der Regen scheint heute im Regen-Sein traurig
Und es sind vor dem Vorschlag schon alle dagegen
Vom Busbahnhofsdach überschüttet das Grau mich
Im Blättermatsch spiegeln sich nichts und der Regen
Und alles verstellt sich, ein Arschloch zu sein
Und jeder schreit: „Alles wird alles verändern.“
Und was dir ein „Ja, …“ scheint, heißt eigentlich „Nein!“
Ein „Einmal wie immer!“ in neuen Gewändern
Wir wissen: Das is nix – das kann auch nix werden
Wie sehr sich die Herrn auch als Wilde gebärden
Hier herrscht keine Verbindlichkeit
Wir sickern saftlos durch die Zeit
Wir grasen im letzten Grün des Jahres
Steh’n Modell für die Mär der Eroberungszüge
Ein Greis seufzt schon vor dem Dessert: „Nun, das war es …!“
Und still resigniert schreit man aus Reflex: „Lüge!“
Winter werden kommen
Jeder einzelne wird wie ein Heer uns erscheinen
Winter werden kommen
Man wird dann selbst Tage wie diesen beweinen
PS: Ich widerspreche meinem lyrischen Ich vehement!
Am Sprungturm zum Sündenfall
‚St klar, dass St. Gallen
Mit Abstand von allen
Gefallenen Engeln der beng’ligste ist
Sofern man unbefangen misst
Und die störenden Einwürfe überhört
Die manch ein Bedürftiger klösterlich röhrt:
„Die Stadt ist geerdet, doch niemals gefallen!“
Es kann, was nicht ist, ja noch werden, St. Gallen!
Wie königlich! Im Ernst, ich glaube
Nie sah ich so ’ne schöne Haube
Wie dort am Ernst, dem August hier
Ein Augenschmaus auf jenem Tier
Das taugussleicht er just bereitet
Und ernst wie einst plus hochgestellt
Den Fluss der Autobusse leitet
In einer staufrustreichen Welt