Der Pfennigfuchser
Ich hörte,
Die Fähe
Sähe es gern,
Sie würde vom Rüden nun FuchsSie genannt.
Dies störte
Blümerant
Den Herrn.
So reklamierte flugs er,
Er sei der Fäh‘ nich FuchsEr.
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 38 Länder auf 5 Kontinenten
– 16.02.2020 Ausflug
– 21.06.2020 Auftritt im Golfhotel Grassau
– 03.01.2021 Ausflug & Verwandtenbesuch (neu!)
– 03.07.2021 Tretbootfahrt nach Frauenchiemsee & Verwandtenbesuch
– 04.09.2021 Chiemseeumrundung mit Kloser Seeon-Abstecher
– 04.01.2025, 05.04., 10.07., 09.08. Besuch Bernau
Der Pfennigfuchser
Ich hörte,
Die Fähe
Sähe es gern,
Sie würde vom Rüden nun FuchsSie genannt.
Dies störte
Blümerant
Den Herrn.
So reklamierte flugs er,
Er sei der Fäh‘ nich FuchsEr.
Ansichtskarte
Ein von Seglern sehr gerne besegelter See
Ein von seltenen Egeln gesegnetes Reh
Ein von geltenden Regeln vergebener Fehl
Ein von Ferne zu sehendes Festklebe-Gel
Ein von Keglern erbetenes Käsebrot
Ein von Flegeln geentertes Segelboot
Auf der Standspur
Immer in Endspurten
Sind die Spurtenden immerhin –
Für mich Spartenstarter machen
Anfangslangsamkeiten Sinn.
Auf die alten Zeiten!
Ich muss zugeben, dort gab es Schmerz zu erleben,
Und ich komme nicht gut damit klar.
Da wir jetzt genusslos die Gläser erheben,
Werd ich der Vernarbung gewahr,
Die sich unlängst darbot, mir manchmal zu nützen.
Ich muss sie vor falscher Vereinnahmung schützen.
Misswissverständnisse
Wer mitten einer Blumenwiese
Enttäuscht nach blauen Männern sucht,
Durchschritt das Tor zur Wissenskrise,
Wo sich manch Eingang falsch verbucht.
Zufallsfund
Und wieder lag da
Etwas Sprache
Des Morgens neben dem Bett.
Entnabelte Vokabeln
Schabt ich ab
Und ließ adrett
Sie ein wie Magma
In die Brache
Immer noch stilfreier Form.
Solch Fundglück aufzugabeln
Turnt mich an:
Ein Kabinett-
Stück (so fängt all das an!),
Im Entstehen schon stieß ich es ab –
Was der Zufall mir gab,
Zog ich kurz an mich ran.
Doch ich freute mich enorm.
Ripostegedicht zu „I love your smile“ von Shanice
Dein Lächeln (ist alles, was ich brauche)
Mein Zehennagel und dein Lächeln –
Sie wär’n ein wunderschönes Paar!
Die Restkörper prägt Nebensächeln –
Im besten Falle unsichtbar.
Ach, herzlich klein wär mein Int’resse
An der Ödnis deiner Fresse,
Gäb’s nicht unter deiner Nase
Jene rettende Oase:
Dein Lächeln. Ich liebe dein Lächeln.
Die Lippen und Mundinnenwinkel
Könnt als Rahmen ich ertragen –
Aber weit’rem Schöngetrinkel
Möchte vorab ich entsagen!
Ach, ließest du dich operieren
Und vom Ballast separieren,
Weil niemand dein Gesicht vermisst –
Das einzig Liebenswerte ist:
Dein Lächeln. Ich liebe dein Lächeln.
Dies Lächeln ohne die Visage
Ist des Begehrens Kernessenz!
Doch mit Mogelpack-Verarsche
Betrügt dein Lächeln seine Fans:
Sag, wer hat denn bloß, in aller Welt,
Den ganzen Humbug mitbestellt?!
Ich denke, ich müsste in einem fort speien,
Glänzte da nicht vor den Karieszahnreihen:
Dein Lächeln. Dein Lächeln,
Welches wohltuend-himmlische Ruhe verspricht:
Denn Deppen, die lächeln, rappen nicht!
Doch liebt dich, Lächeln, um nichts misszuverstehen,
Nur ein einziger Nagel von meinen zehn Zehen!

In Social Media
Wo jeder glitzbeseelter Juchzer
Nur Fokus-Küsse will,
Ist auch ein Social-Issue-Schluchzer
Nicht angemessen still.
Der „Ich! Ich!“-Dresscode scheint frivol?
Wir stylen uns fürs Monopol.

Partyerwachen
Die aufgekratzte Stimmung war
Am Morgen schon verschorft,
Da späten Glucksens Immerdar
In neues Elend morpht.
Verdampfte Ausgelassenheit
Macht Kopfverbände klamm,
Bis jemand „Nicht zu fassen!“, schreit,
„Ich hau die Brut zusamm’n!“
Wenn Übermut im Unterschaum
Mit Scham sich arrangiert,
Fühl ich im fortgewünschten Raum
Mich sichtbar bandagiert.

Seefriede
Und grad weil dieser See alle Ruhe aufnimmt,
Die vom ufernden Rund sich ergießt,
Scheint mein Angesicht wie von Hektik bestimmt –
Dem nie überwundenen Biest.
Denn wie viel an Gesorg ich dem Himmel vermach‘ –
Aus dem See säuselt’s: Da geht noch mehr!
Wenn lustvoll zum „Ah!“ sich verschmälert das „Ach!“,
Verdümpelt erst all das Gezerr‘.
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