Diese steinalte Frau erwirbt sich wie zum Trotz
Ein wertloses Kunstsouvenir.
Ihre Restlebenszeit hängt an ihr wie ein Klotz,
Doch sie strahlt vor Awareness „Ich war heute hier!“
In den Abfallsack baldiger Haushaltsauflösung.
Kein Endreim, auf dass
Ihr noch und noch Zeit bleibt
Sich von diesem Moment
Zu erinnern.
Die Leiber der Kleiber streben leider
(gilt für Männlein wie Weiber) gen Untergang.
Drum leben generell schlicht beider-
lei Geschlechter nicht recht lang.
Ein Ausblick zu sein, der sich niemals verändert,
An dem keine Wellenbewegung sich bricht,
Der lässig seit Anbeginn alles begendert,
Der nimmer verstummt und Verlässlichkeit spricht …
Das steckt man zum Ziel sich – doch ist der Weg weit.
Und plötzlich verreckst du an Kurzatmigkeit.
Man sollte das Elbflorenz niemals verlassen
Ohne Flanierung der Brühlschen Terrassen.
Bedingt lohnt sich’s, die Frauenkirche
Noch anzuschau’n vorm zwoten Bierche.
Nicht weniger zwingend: der Zwinger (von außen).
Und siempre zur Semper woll’n Singer (äh, *innen).
Lenz der Grenzentänzelei –
Jeder Trennstrich einerlei,
Nun erfolgreich eingeparkt
Und einander unterhakt.
Unverbindlich und verbunden,
Grenzen gänzlich überwunden –
So erkund ich unerkannt
Dieses nun als jenes Land.
Es schiss dein Übernachtungsgast so unverzagt ins Bett –
Du hättest ihn zu gern befragt
Zum Hergang A-Z.
Denn wann stellte sich – nur zum Beispiel – heraus,
Dass das Quengelnde drängelte „Ich mag hinaus!“?
Wie ist die Wurst drauf nach vorne gehüpft,
Das erste Geköttel dem Körper entschlüpft?
Hielt es zunächst der Anus fest?
Und wer(Strich)was hat dann gepresst?
Das sind doch durchaus noch zu klärende Fragen!
Wär da auch außer Unbehagen
Als Antwort sehr wenig wahrscheinlich …
Du stellst sie nicht, stellst nicht den Gast!
Genießt, dass du nun Ruhe hast.
In dem Ort hängen immer noch Werbehinweise
Von längst aufgegebenen Läden.
„Wen trifft’s wohl als Nächstes?“, umflüstert’s sie leise –
Und das Schicksal schreit an die Wand: „Jeden.“
Ich würde mich an die Gerechtigkeit ketten,
Um irgendein Gut vor dem Schlechten zu retten,
Ganz unterkühlt von Traurigkeit …
Man fühlt die aufgebrauchte Zeit.