Es lehrten die Gebrüder Grimm:
Ein Zwischentief ist nicht so schlimm!
Scheint’s auch vor Unrecht randgefüllt
Von purer Bosheit vollgemüllt …
Du musst es leiden ohne Schuld –
Ergib dich nie der Ungeduld!
Erst wenn du wohldurchlitten bist
Erlöst man dich per Happyend
Wie’s in den Märchen Sitte ist
Die jeder zur Genüge kennt
Ich bück und verdrück mich zur Neutralität
Vom ewigen Hassen zu lassen!
Da sperrt sich ein Brustton und munkelt: „Zu spät!
Mich foltert, wenn Dinge nicht passen …
Und Du Depp hast mich damals als Don adoptiert
Um Dein Denken mit nötigem Pep zu versorgen!
Nunmehr schaltest Du trendig auf desint’ressiert
Weil nur Uncoole sich noch Verlässlichkeit borgen?!
Auch in alle Eide verleugnender Zeit
Belege ich träg Deinen Rücken
Und stehe für Zeugenaussagen bereit –
Du kannst Dich nicht einfach verdrücken!“
Plötzlich schweift um dich Gold der besonderen Welten
Als Essenz von dem Wunsch, dieses Sein zu erhalten
Doch die Delle des Eindrucks verdümpelt im Selten
Und über die Jahre wird alles zum Alten
Obgleich immer öfter die Züge entgleisen
Und täglich es schwant: Du wirst nie wieder reisen
Sind auch die Tresore schon restlos geleert –
Das Wissen vom Gold verliert niemals an Wert
So ein Weinstraßenkind möchte ich gerne sein
Ach, täglich verputzt‘ ich –
Kläglich verschmutzt – zig
Schoppen
Alle Hirten und Wirte
Hier lud ich dann ein
Mich bäuchlings zu poppen
Und ganz ohne Schrei’n
Bezahlten mich die Peiniger
Und als rektalen Reiniger
Führt‘ abermals mir Wein
Ich ein
Man soll ja nicht zu glücklich sein –
Ein stückweit hatt‘ ich einfach Schwein!
„Ein U ist auf dem Dach dort!“ „Ach –
Warum – weshalb – wozu?“
So frachte ich nach
Und ein Engländer sach-
Te: „It’s a you wie du!“
Ja, ju wie du – ja, ju wie du
Da jubelten wir zwei uns zu
Und unter uns schäumte vergessenes Bier
Von der Sehnsucht nach Fässern erstrahlt: das Revier
Dort der Mond, dort das Dortmunder U
Beide formen ein Lächeln – nur niemand sieht zu
Ja, ju wie du – ja, ju wie du …
Der novemberigste aller November
Schleicht durch die Nässe der Schuhe sich ein
Es ist seine Düsternis längst nicht mehr stemmbar
Das „ohne dich“ formt sich erst jetzt zum „allein“
Selbst der Regen scheint heute im Regen-Sein traurig
Und es sind vor dem Vorschlag schon alle dagegen
Vom Busbahnhofsdach überschüttet das Grau mich
Im Blättermatsch spiegeln sich nichts und der Regen