Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten

Allgemein


  • Isarschnellen & das eintausendvierzehnte Gedicht

    Isarschnellen bei Unterföhring

    Im Unterschied

    An meinem ersten
    Geburtstag in sauberer
    Unterwäsche fraß ich die
    Sparkasse auf. „DIE
    Sparkasse oder EINE
    Sparkasse?“, fragte ein in
    Reinster Angriffslust badendes Gegenüber. Das
    mache einen Unterscheid! – zur Erklärung ergänzend.

    „Für mich nicht!“, überwand
    Ich meine oft wehrlose Antworterei. Zusätzlich mit:
    „Saubere Unterwäsche – DAS macht einen Unterschied!“


  • Neubaugebiet & das eintausenddreizehnte Gedicht

    Neubaugebiet am Olympiapark

    Der Müllsammler

    Dieser Schuh wäre noch zu gebrauchen in anders geordneter Welt
    Es schmettert der Sinnöden Fauchen, wenn’s feintaktig Ambosse prellt
    Die Äcker für schlechtes Gewissen sind unakrobatisch bestellt
    In die Böschungen wird nicht gebissen, nur gesinnungsharmonisch gebellt
    Hier könnt‘ sich ein Mögliches spannen über Sterne, Himmel und Zelt
    Doch ohne Tat zieht es von dannen – ich bin’s, der sich zu ihm gesellt!

    Ich hege mein Abseits wie andre ihr Geld
    So kann ich in Reichtümern tauchen
    Als wäre in anders geordneter Welt
    Ein solcher Schuh noch zu gebrauchen


  • Spurenelemente & das eintausendzwölfte Gedicht

    Im Giardino Giusti

    Im Giardino Giusti

    Im Wuchs
    Der Buchs-
    Baumhecken
    Entdecken sich, verstecken-
    Derweise,
    Sehr, sehr leise -:
    Zwei ungemischte Paare,
    Die je das Andere finden
    Zum zärtlich sich Verbinden
    (Man weiß nun: nicht auf Jahre)

    In mancher Gärten Lauschigkeit
    Verzehrt’s uns nach dem Rausch zu zweit

    Und vieles wird zu Spuren
    Von abgelauf’nen Uhren


  • Ostküste & das eintausendelfte Gedicht

    Küste bei Malcesine/Gardasse

    Ende der Saison

    Nun hat der See sich abgekühlt
    Der mich fast ein Halbjahr verführt
    Dass ich wie im Wahn seine Wasser durchwühlt

    Ab heute wir nur noch gerührt


  • Flammenspucker & das eintausendzehnte Gedicht

    Im Giardino Giusti

    Gliederfüßer

    Den Krabben, die über die Uferbank krabbeln
    Schäumt ein schillernder Blasenbehang von der Schnüss
    Der gleicht jenem nach einen Lungendürchschüss
    Ins kehlige Gürgeln versandenden Brabbeln

    Wenn ich durch Mund und Nase schlürf
    Bin ich ein Tier mit Blasenwürf?
    Vielleicht auch am Verbluten?
    Das lässt sich nur vermuten


  • Castello Scaligero & das eintausendneunte Gedicht

    Skaligerburg in Malcesine am Gardasse

    In der Fledermauskolonie

    Ja, öl‘ dir die Flughaut, mein Pappenheimwicht!
    Nein, ein Schwarm muss nicht intelligent sein!
    Allein die Geflogenheit ist unsre Pflicht
    Und das ultraschallhell In-die-Luft-Schrei’n

    Ich kann dir beim Kopfüberhängen berichten
    Von Ausschwärmerei, dass die Sinne sich lichten –
    Im Klammheimcode, den niemands Echolot knackt!
    Wie du weißt, ruht der Schlafverband nie …
    Und der Höhlenguano, der sich aus ihm kackt
    Bleibt zwingende Philosophie!

    Als ein Säugetier, dem man die Flugkunst geschenkt
    Überlege dir stets, wessen Gunst dich bedrängt
    Und öle die Flughaut vor deinem Anheimfall!
    Enge darf nur der Aufwärmung gelten!
    Misstrau‘ auch dem Platz, unter dem ich mich festkrall‘!
    Denn selbstloser Ratschlag ist selten


  • Arena Verona & das eintausendachte Gedicht

    Der Barbier von Sevilla in der Arena Verona

    Ein Text für ein weiteren Song vom kommenden dreizehnten Marilyn’s Army Album „Zeit zu schrei’n“.

    Plötzlich Applaus

    Plötzlich wollen alle tanzen
    Plötzlich woll’n sie alle raus
    Plötzlich geh’n sie voll aufs Ganze
    Plötzlich ist es dein Applaus
    Alle sagen: Ja ich kenn‘ den!
    Alle fragen: Alles klar?
    Alle tanzen um ihr Ausseh’n
    Alle nehmen dich jetzt wahr
    Plötzlich ist es dein Applaus

    Plötzlich geh’n sie ab und rufen: Yeaah! Yeaaaah!
    Plötzlich schaffst du irgendwas mit Yeaah, Yeaaaah!
    Plötzlich zuckt in jedem Move ein Yeaah, Yeaaaah!
    Doch das liegt nicht an dir
    Es ist nur das Jetzt & Hier
    Es ist nur das Jetzt & …

    Plötzlich könn’n sie alles nachseh’n
    Plötzlich macht’s den’n nichts mehr aus
    Plötzlich woll’n sie hinter dir steh’n
    Plötzlich ist es dein Applaus
    Alle sagen: Muss ma gut sein!
    Alle sagen: Is doch wahr!
    Alle können’s nachvollziehen
    Allen ist jetzt alles klar
    Plötzlich ist es dein Applaus

    Plötzlich geh’n sie ab und rufen: Yeaah! Yeaaaah!
    Plötzlich schaffst du irgendwas mit Yeaah, Yeaaaah!
    Plötzlich zuckt in jedem Move ein Yeaah, Yeaaaah!
    Doch das liegt nicht an dir
    Es ist nur das Jetzt & Hier
    Es ist nur das Jetzt & Hier

    Plötzlich woll’n sie exaltieren
    Plötzlich zieh’n sich alle aus
    Plötzlich soll es kulminieren
    Plötzlich ist es dein Applaus
    Alle sagen: Ja, ich kenn‘ den!
    Alle fragen: Alles klar?
    Alle tanzen um ihr Aussehen
    Alle nennen dich jetzt Star
    Plötzlich ist es dein Applaus


  • Giardino Giusti & das eintausendsiebte Gedicht

    Im Giardino Giusti

    Die Kameseilie

    Von der Einsicht, die Welt würde immer vorangeh’n
    Sah ich vier Kadaver versinken
    Man konnte ein Leben ihn’n wirklich nicht anseh’n
    Doch träum‘ ich seither vom Ertrinken
    Meine Sorge um sie
    Führt des Nachts die Regie
    Und obschon auch mein Bett Traulichkeiten umsteh’n
    Seh‘ ich um sie Blaulichter blinken

    Von dem Mantra, der Fortschritt schlüg‘ goldene Routen
    Sah ich drei Metalle verblassen
    Schon wollt‘ ich dem Kelch kein Getränk mehr zumuten
    Erschrocken von gültigen Massen
    So als ging’s Stück um Stück
    Auch schon wieder zurück
    Doch waren nicht wir hier und immer die Guten?
    Wer könnte grad uns ernsthaft hassen?

    Aus dem Glaube, der Drall läs‘ sich aus den Geboten
    Sah ich, wie zwei Seiten sich lösten
    Wie läppisch sprach sich das Gedenken der Toten
    Bevor sie den Schlachtplan entblößten

    Aber eins sah ich noch
    Das verhinderte doch
    Dass wir mit der Anderen Dämm’rung verrohten

    Da wir in die Schlusssequenz dösten


  • Domkreuzgang & das eintausendsechste Gedicht

    Im Brixner Domkreuzgang

    Khayyam Replik 2

    Für die werten Gelehrten stimmt an eure Harfen
    Und ehret ihr Werk zur Erleuchtung von Schafen!
    So sehr sie in Finsternis blieben – es scheint
    Als könnten wir alle seither besser schlafen!


  • Cansignorio & das eintausendfünfte Gedicht

    Scaliger Grabmal Cansignorio

    Verona

    Ganz oben ruht stolz wie in Sänften gemauert
    Das Rudel der Scaliger Hunde
    Ich stürz durch die Piazzas wie aufsaugetoll
    Tauch auch in arenige Runde

    Was sonst so vom Ewig das Jetzt überdauert‘
    Kann schwerlich ein Tag ganz erzählen
    Da gilt’s zum Passieren von Speicher und Zoll
    Den prägendsten Ausschnitt zu wählen


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