Gen Abend sind all diese Berge hier blau –
Das deckt sich mit unseren Plänen genau!
Und wie wir dann ausseh’n am folgenden Tage,
Entscheidet sich nach Wetterlage!
’ne Kohleladung Arbeit raste ratternd durch den Schacht. –
Als schwarz der Staub sich legte, war das sicher schon nach acht. –
Es scheint der Raum für immerdar und allezeit to-dostert. –
Ich huste putzig Bluesmusik und fühle mich so rußsatt.
Sieh an, Seeon, so ’ne Inselséance –
Ist ’ne sonntägliche Sensation!
Sonst ohne Kontakt zu dem Zen unsres Sohns
Schien die Seeonséance
Sehr en vogue als ’ne Chance
Zur Seelen-on-air-Liaison.
Da überm „Dann ein andernmal!“
Dräut ein „Ganz sicher nicht“.
Du hattest heute die Ems zur Wahl,
Doch warst auf „Ähms“ epicht.
Nun ist wohl ein für allemal
Das Wahllokal dort dicht.
Heute hab ich durchfalltrunken
Überall nach Kot gestunken.
Not amused war da Ottilie,
Die mir das nur schwer verzieh. Je-
Doch hieß sie mich, stilvoll zu essen,
Nicht so viel an Kack zu fressen.
So wie ich gefolgt ihrem stillen Gebot,
Befinde ich mich in olfaktorischer Not!
Will Gott nun, dass wir gleichstark stinken,
Wenn wir statt essen Scheiße trinken?!
Ich schraube dein bloß episodisches Glück
Auf einen Streich um in so episch.
„Das ist Zauberei!“, schmeichelst du nun zurück. –
Ich nenn‘ es ganz simpel poetisch.
Die Fingerkuppen durchfurchende, dellige Rillen
Mahnten an, weiter in Wellen zu chillen,
Sei langsam nicht mehr angesagt.
Mal langsam!, hab ich mir gedacht.
Gebührt es der in Akademikerkrei-
Sen durchweg verfemten Handwahrleserei
Mein Baden als bad zu beschimpfen,
Verunfairzuglimpfen?
Die Finger zu rümpfen
Ob planschender Nymphen?
Ich verbat meinem Aber, derart gläubisch zu sein,
Und bestimmte im Brustton des Brustschwimmers: Nein,
Mich kümmert nicht der Spitzen Rat!