Die Miete
Mein viertes – und letztes – Ripostegedicht auf „Die Made“
Hinterrücks trifft dich die Kunde
Einer Mieterhöhungsrunde.
Nun, steigt die Miete übern Lohn, da
Wird’s Zeit für ’nen Mitbewohner!
Ein winziges möbliertes Zimmer
Zieht in Cityvierteln immer.
Im Prinzip nicht diffizil, irgendwen zu finden –
Impliziert nur inklusiv, sich an ihn zu binden.
Richtigliegen ist schier Pflicht!
Hier bewirbt sich im Gedicht:
Dimitri aus Merkantilien,
Macht in Imbiss-Immobilien –
Was vom Spirit irritiert,
Doch dir sichtlich imponiert.
Denn Liquidität und Business-Stil
Sind mithin wichtig – easy Deal!
Schwindlig fix ist man sich quitt,
Dimitri wohnt fortan mit,
Verspricht dir gar Beginner-Tipps
Fürs Mitspiel’n bei den Winner-VIPs!
Doch was hier blindlings eingestielt,
Ad infinitum abgezielt
Mit finanziell’m Win-Win-Motiv
Lief zwischenzeitlich kritisch schief.
Denn schien’s dir irgndwie, Dimitri
Investiert in Miete nie.
Und im dritten Monat auf Kredit
Ziert’s dich nicht mehr vor der Bitt‘,
Weil’s dir ziemlich dringlich ist –
Schließlich gilt die Mietzinsfrist,
Und irre misslich ist sein Zieren,
Hierin sich zu involvieren.
Doch dein triftig Insistieren
Wird er giftig kommentieren:
„Bitte wie – wat soll denn ditte?
Nix mit Investier’n in Miete!
Linkische No-Limit-Ritte
Und von Gier gezielte Tritte
Sind in meinem Business Sitte!“ Schitte.
Dies ist nur witzig und fiktiv,
Doch denk im Still’n ich instinktiv:
Gib Parteien nur dein Like, wenn
Diese Miethaie enteignen!
Bislang zieht man nur kleinen Fischen die Gräten,
Und das nimmt weiter zu – trotz mehr Diäten!
Kein Wunder, dass Mieter, Model, Marder und Erhardts Made mit Kind
Der Weltenmakel müde sind

