Hortensiennahe Fragen
Dort horten sie ’nen sortenreinen Boxershort aus Cord?
Erfordern wohl Hortensien einen Sonnenstandort Nord?
Verlor je jener Chor „Ten sing“ ’nen Bariton durch Mord?
Folgt auf das „Und so weiter“ aus Gewohnheit „und so fort“?
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 38 Länder auf 5 Kontinenten
Gedichte vom Wandeln in Natur und Wald sowie Gedichte, in denen andere Pflanzen die Hauptrolle spielen.
Hortensiennahe Fragen
Dort horten sie ’nen sortenreinen Boxershort aus Cord?
Erfordern wohl Hortensien einen Sonnenstandort Nord?
Verlor je jener Chor „Ten sing“ ’nen Bariton durch Mord?
Folgt auf das „Und so weiter“ aus Gewohnheit „und so fort“?

Dichtungsplatz
Ich sag‘s dir (ungefragt), mein Schatz,
Ein Dichter braucht nen Dichtungsplatz!
Bei klarer Luft, im warmen Lichte
Wird er gewahr dem Versgeschichte,
Auf das er faul sich niederfläzt:
„Erzähl, Natur, was du mir rätst!“
Des muntren Baches Murmelklirren,
Der Summinsekten brummig Schwirren,
Die Heiterkeit der Vögelein,
Das Und-so-weiter flößen ein,
Dass ich hier weilend Zeile tanke.
Am Schreibtisch juchz ich später: „Danke!“

Sowie Sukkulenten
Wenn statt Sukkulenten
Wir Zuckerruhr nur kennten
Und unsre Unverwundten
Schluppten Säcke Lunten,
Blieb nur auszuspucken
(Super aufzumucken)
Ob armer Schlucker Renten.
Sowie der Sukkulenten.

Am Waldschwaigsee
Jeder Ast, Zweig, jedes Blatt wird: Wald
Der Tropfen wird: ein See
Ich glaub dran, dass ihr all das schafft – und falls halt nicht: herrje …
Es braucht kein Mehr an inn’rer Kraft – das wäre Esoterik!
Allein die Wut
Tut richtig gut –
Da werde glatt zum Meer ick!

Schlechte Omen
Das Geäste ächzt und mein Schätzel schätzt,
Mich trifft bald der Horvath’sche Zweig.
Da streift mich ein Blättchen – ist’s Bluff oder Warnung?
Es raunt unterm Bettchen: „Ich hätt‘ da ’ne Ahnung!“
Ich stammel‘ kurz, ehe ich schweig.

Der Olivenbaum
Es krönt dieser Baum seit Dekaden Salat,
Bedippt und beträufelt das fadeste Brot,
Ölt alle Versorgungslast fruchtig-apart –
Verlässlich der Gütegrad, den er stets bot.
Wie vor uns werd’n folgende Generationen
Erwägen, ob sich die Erträge noch lohnen.
Scheint nicht ein schlechter Jahresschnitt
Allein mit dem, was war, schon quitt?!
Mal fällt diesen Baum ein zu schneller Entschluss,
Als sei’s um das Holz sonst zu schade.
Dann hält die Erinn’rung zwar noch den Genuss,
Doch rundherum schmeckt es längst fade.
Alle Rechte bei Claudia Marx, die das Gedicht im Rahmen der Rio-Spendenaktion 2023 erstanden hat.

Regen, natürlich!
Dass durch einen Regenwald
Regelmäßig Regen schwallt,
Liegt in der Natur vom Wort.
Hier ist Regen Heiliges
Und nichts Gegenteiliges –
Buch‘ halt keine Tour nach dort!

Der Blick auf die Monatsbestenliste
Der Sommer im Juni ist luftig und frisch
Wie’n neubezog’nes Bett,
Vom Licht gespreizt legt er sich auf meinen Tisch
Und macht es sich dort nett.
Er lässt als Sonnenstrandersatz
Vom Wannenrand sich fallen,
Ist trotz des Wonnemonats Mai
Der wonnigste von allen.
Und all das jüngst begrüßte Sprießen –
Es grünt sich nachgewürzt ins Schießen!
Den Docht der Natur entfacht Juni/(Strich)Juno
Als unangefochtene Numero Uno.

Crossover-Ripostegedicht zu R. Gernhardts „Vom Fuchs und der Gans“ und „Sie war ein Blümlein“ von W. Busch.
Vom Fuchs und der Gans und dem Blümlein und Esel (Die Heuschrecken)
Gewöhnlich nennt man Fuchs und Esel
Je störrisch und gewitzt.
Was die zu zweit sich einverleiben,
Gilt vorab als geritzt.
Denn
Beharrlichkeit und Raffinesse
Verehrt man als Erfolgsfaktoren.
Was deren Beißerchen zerreiben,
Das ist als Entität verloren
Und wird vom Subjekt zum Projekt,
Das all den Investoren schmeckt.
Nach satter Übernahmewut,
Ner reichlich ungestüm’chen,
Werd’n Gans und Blume neues Gut,
Beworb’n als Gänseblümchen.
Ein verheißungsvolles Top-Produkt:
Die Softness der Daunen, von Blüten der Duft …
Doch
Was vom großen Maul geschluckt,
Gedeiht in dessen Magengruft,
Zum Einheitsbrei – und is
Am Ende bloß Beschiss.

Ahn/Recht
Die Nichtahnbarkeit mancher Wunder
Ficht Alltäglichkeit gar nicht recht an.
Mich zieht als ein Knospen-Erkunder
PofAhnbarstes in seinen Bann.
Ich weiß, es steht Vorsatz-Entzücken
Als Rauscheinheit niemandem zu,
Doch anbeetungsfreudiges Bücken
Behauptet sich tolldreist als Clou.
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