Du hast von der Lieb‘ in die Welt mich getschüsst,
Schriest „Raus hier!“ statt „love is the word“.
Ein Vorderzahn ward deiner Anmut entküsst –
Den Rest hast du selber zerstört!
So viele Spuren Hässlichkeit
Hat Zeit uns eingedörrt,
Weil jeder „Halt die Fresse!“ schreit
Und niemand sich empört.
Im Tonnenlawinengeröll liegt ein Einst –
Das hätt‘ uns auch wortlos gehört.
Mag sein, dass du darüber seltener weinst.
Die Zahnlücke pfeift “ … is the word“.
Verblasste Chance (an der Heimlichen Liebe zu Heisingen)
Hei, singen wir heut‘ von der heimlichen Liebe
Der’n Unheimlichkeit ich einst schüchtern gescheut!
Doch wäre anheim ich gefall’n ihr – was bliebe?
Vielleicht hätt‘ ich’s einfach nur gleich schon bereut
Das Po-an-Po im Ehebett
Ist mein nächtliches Akku-Aufladen.
Dies Pol-und-Gegenpol-Duett
In traulichen Gestaden
Erfüllt mit Lebensenergie
Die Lauge meiner Lethargie.
Dann gluckst man mit ’nem Koma-Hauch:
Was kümmert uns der Stromverbrauch!?
Spät in der Nacht noch was zu schreiben,
Gibt diesem Tag die Chance zu bleiben.
Umklafft mich auch herzschwerstes Gähnen,
Schafft’s dieser Vers dich zu erwähnen,
Eh du mir sehr betrunken winkst
Und in der Dunkelheit versinkst.
Und Stille füllt den Raum mit Leere.
Von Worten zugemüllte Schwere
Will ich als schwebend mir bewahren
Zum Trost in spät’ren Lebensjahren –
Du wirst mit diesem Tag verweilen
In zwölf recht spät geschrieb’nen Zeilen.
Beehren Sie, Fräulein, mich baldigst zum Tee
In meinem verheerenden Balz-Separee?!
Wo der Kitsch meiner Kissen aus Plüsch und aus Samt
Schon selbst nicht mehr wissen will, woher er stammt.
Hier wirkt noch des alten Stils vorletzte Chance,
Hier wirbt noch der Wirklichkeit Resteleganz,
Hier stirbt unvollendet mein Dasein als Geck,