Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten

Liebe und Beziehung

Klassische und sehr unklassische Liebesgedichte.


  • Großhesseloher Brücke & das hunderteinundfünfzigste Gedicht

    Isar von der Großhesseloher Brücke

    Und plötzlich: Sommer an der Isar.

    Siehste wohl

    Wir wussten, was wir an uns hatten
    Von Schlagern unsrer Schellackplatten
    Doch wir folgten dem Rauschen der Highspeedkalender

    Nun steh ich Depp hier am Geländer
    Und wedle in Wehmut mit diesem Gedicht

    Doch von dort unten siehst du‘ s nicht


  • Birken & das hundertundzwanzigste Gedicht

    Birken

    Der zweite Tag in Finnland ist recht grau. So grau, dass sich auch die Bäume auf Schwarz-Weiß beschränken

    Die Birken

    Als der Leopard ums Zebra
    Zärtlich seine Arme warf
    War den Amourierten eh klar
    Dass man derlei gar nicht darf

    Doch Leo sagt Zebi – den Huf in der Pfote:
    Ein Zweig wahrer Liebe entmachtet Verbote!

    Seitdem wächst für der beiden Traum
    Sogar auf kargem Grund ein Baum
    Die Fellmuster beider Tiere vereinend
    Die Grenze zu dem, was nicht sein kann, verneinend

    Singet nun ein Lob den Birken
    Und sagt’s auch den andern Tierken!


  • Resteis & das hundertundachtzehnte Gedicht

    Helsinki

    Trotz frühlings- bis sommerhaften Wetters sind die Parks noch voller Schneereste. Und die Eisflächen um die Schären sind gerade mal brüchig geworden.

    Die Tage vor dem Tauen

    Nun ist das Eis zwischen uns endlich geschmolzen
    Jetzt gilt es, den Inselwald niederzuholzen
    Um taugliche Kanus für Fahrten zu bauen
    Die wir in Tagen vor dem Tauen
    Problemlos bewältigt mit kindlichen Schlitten

    Mag sein, es war Kälte, auf der wir da glitten


  • Amsterdam & das hundertundzweite Gedicht

    Gassen Amsterdam

    Mit gewogenen Grüßen aus Amsterdam.

    Mähliche Engelnähe

    Ich kann nun mal nicht ändern, dass
    Ich ständig ans Gemächt mir fass‘
    Erst dann füll‘ deine Kaffeetass‘
    Ich mach‘ das alles nicht zum Spaß!

    Die Welt ist halt kein Wunschkonzert
    Und manches läuft hier grundverkehrt

    Es sind Massen betroffen von Hunger und Kriegen
    Wie soll ein Poet all dies Elend besiegen?

    Doch, Baby, lass dir deinen Glauben
    An eine bessre Welt nicht rauben!
    Ich finde es bewundernswert
    Wie dich dein Optimismus ehrt

    Und klebt auch jetzt noch dann und wann
    Am Tassenrand ein Sackhaar dran
    Ich stopp das – eines Tages, maybe
    Wir können Dinge ändern, Baby!


  • Darmstadt & das achtzigste Gedicht

    Darmstadt City

    Darmstadt scheint keine Stadt mit ausgeprägtem Selbstbewusstsein zu sein. Die Dame vom Hotel erklärt den Gästen, dass es hier wegen des Krieges so wenig zu sehen gebe. Ich finde das Wetter zu schlecht, um mich auf die Suche nach einem gegenteiligen Eindruck zu machen, habe aber von früheren Besuchen die Mathildenhöhe in guter Erinnerung, die marginal in diesem Gedicht Berücksichtigung findet.

    Kein Wort über Darmstadt

    Nun bitte kein Wort über Darmstadt, Mathilde!
    Da die Welt wie erfüllt scheint von Heiratsanträgen
    Romantik und Anmut. Ich bitt‘ dich deswegen
    Mir nichts zu erklären, ich bin ja im Bilde

    Bitte sprich nicht über Darmstadt, nie!
    Gäb’s noch Dinge zu sagen, so flüstere sie
    Durch die Streben von Gefängnistüren
    Doch lass ihren Laut unser Glück nie berühren!

    Mag sein, in der Stadt werden Dinge passieren
    Die das Wort Überholspur bald neu definieren
    Noch bleibt uns, von derlei nichts wissen zu müssen

    Kein Wort über Darmstadt, ja? Gut. Dann komm küssen!


  • Ankunft in Paris & das siebenundfünfzigste Gedicht

    Paris Hotel Marignan

    Pardon, Stuttgart. Da warst du gestern Abend einfach nur Zwischenstation auf dem Weg Zürich-Paris. Aber im Sommer gibt es auch für dich ein Gedicht. Und gegen Paris darf man schon mal verlieren. Oder?

    Solo in Paris

    Statt der Liebe Paris
    Riet die Szeine doch immer
    Statt als Paar is
    Man hier nun aleen aufm Zimmer.


  • Zürich & das sechsundfünfzigste Gedicht

    Zürichsee

    Im Regen angekommen, im Frühlingssonnenschein raus. Zürich versöhnt.

    Zur Ich und zum Du

    So, als sei es ganz natürlich
    Führte eine fremde Spur mich
    Schnurgeraden Weges zur Ich
    Dem feminin wurzelnden Kern meines Lebens

    Da sprach zur Ich ich
    „Komm, verführ mich
    Scheint’s auch etwas ungebührlich
    Hier, in der Kannschonstadt Zürich!“

    „Kann schon sein, dass ich das mache
    Doch das bleibt ganz meine Sache
    Zum Du drängst du mich vergebens!“

    Zu dumm, zu dumm, zu dumm, zu dumm
    So seufzend kehrt‘ ich wieder um


  • Fürth & das zweiundfünfzigste Gedicht

    Fürth Brunnen

    Just, da ich dachte, in Fürth nichts mehr Abbildenswertes zu erblicken, stolpere ich über ein Einhorn nebst einem Krokohippo-Mischling, die Ihresgleichen suchen. Was wiederum nur ein holprige Überleitung zum 52. Gedicht ergeben soll. (Schöne Zwischenerkenntnis: Als ich versuchte zu ergooglen, ob man die Wendung „just da“ mit einem Komma trennt, wurden mir Hunderte Vorkommen von „Just Dance“ angezeigt)

    Iris gleichen

    Gerne würd‘ ich Iris gleichen

    Doch

    Ihr is‘ alles unter Scheichen
    Bloß Affront – und darf sich schleichen

    Ich

    Ahne, dass ich Ihresgleichen
    Niemals kann das Wasser reichen
    Doch ihr irrt, wähnt ihr mich weichen:

    Einmal wird mir Iris gleichen!


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