Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten

Feuer

Verse für die Choleriker, denen man Feuer, Sommer, Mittag und die Adoleszenz zuordnet.
Die appellativen und derben Gedichte.
Vom Schmägedicht bis zur Gossenlyrik. Auch mit einem Gedicht von Julia Engelmann, von mir selbst geschrieben.

Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Wasser entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!


  • Blutenburg & das dreihunderteinundsiebzigste Gedicht

    Schloss Blutenburg

    Zeit für Herbstspaziergänge durch München.

    Blutenburg

    Heute muss die Burg bluten
    Besonders die Guten
    Sie soll’n nun blutend Buße tun

    Weil all ihre Talente ruh’n
    Die dieser Welt fehlen
    Da sie ihr Geld zählen
    Doch inbrunstarm zu wenig wollen

    Wohlan, die Köpfe sollen rollen!


  • Trottcomeback & das dreihundertsiebzigste Gedicht

    Ziegelbrennerei im Hochland Madagaskars

    Schon scheint es, man sei bereits Ewigkeiten wieder zurück – Zeit für ein Erinnerungsfoto von einer madagassischen Ziegelbäckerei.

    Zweiter Anlauf

    Und langsam glättet das Leben sich wieder
    So sehr auch die Hektik dagegen sich stemmt
    Es schlüpft unlasziv alle Last aus dem Mieder
    Und bleibt in der Nackigkeit seltsam gehemmt

    Spreiz dich aus, du alte Nervschildkröte!
    Ich hab meine Glanzlosigkeit überlebt
    Nun wird dir das Blech der fanfarischen Tröte
    Mit rächender Geste ins Bauchfell gewebt!

    Und dein ewig beutegeiles Hecheln
    Auf jeder Spur von meinem Schwächeln
    Bricht fortan aus dem Wanst als Stöhnen …

    Du kannst dich schon mal dran gewöhnen!


  • Hölderlin & das dreihundertachtundsechzigste Gedicht

    Altstadt Tübingen.

    Altstadt Tübingen.

    Der Hölderlin

    Ach, hol dich doch der Hölderlin!
    Du Hasenheld auf Heroin
    Willst prompt ’ne grade Linie zieh’n?
    Bist grad vier Wochen trübnisclean!

    Denk dir, ich habe kein Christkind geseh’n!
    Und wenig Verbindliches ist im Entsteh’n …
    Warst du nicht viel zu häufig hier
    Als nicht gebuchtes Musketier?
    Unsre Niederschlagsmenge schluckt kein Kokain!

    Schon holt er dich, der Hölderlin …


  • 30 Jahre unzerstörbar & das dreihundertfünfundsechzigste Gedicht

    Marilyn's Army 2016

    Irgendwie im Nachhall der Afrikareise untergegangen: Das neue Album „Dies ist nur 1 Test“ zum 30jährigen Bandjubiläum von Marilyn’s Army. In diesem Jahr zwischen den ersten 160 Auftritten und 360 Gedichten entstanden. Eigentlich ein Wunder – welchem hier mit einem weiteren Songtext vom Album gehuldigt sein soll. Album anhören!

    Im Einsatz

    Dort ist der Strand, dort ist das Boot
    Wir beobachten den Strand
    Dort ist der Strand, dort ist das Boot
    Wir beobachten das Boot

    Was soll ich sagen, wenn der Assistent fragt:
    Bist Du Dir sicher, dass noch was passiert?
    So etwas lässt sich leider nie vorausahn’n
    Aber irgendetwas stört mich hier

    Ich bin mir sicher, dass noch was passiert
    Ich bin mir sicher, dass noch was passiert
    Ich bin mir sicher, dass noch was passiert
    Ich bin mir sicher

    Dort ist der Strand, dort ist das Boot
    Wir beobachten den Strand
    Dort ist der Strand, dort ist das Boot
    Wir beobachten den Strand
    Und beobachten das Boot


  • Hohentwiel & das dreihundertzweiundsechzigste Gedicht

    Singen Hohentwiel

    Auch wenn noch ein paar Madagaskar-Reprisen hier veröffentlicht werden, muss dieses Gedichttagebuch dem Umstand Rechnung tragen, dass ich bereits knapp zwei Wochen zurück bin im herbstlichen Deutschland und auch schon einige Tour-Stationen abgereist bin, die sich in der Warteschlange stauen. Z. B. Singen.

    Romantische Zugfahrt

    Von Singen bis nach Immendingen
    Hatte ich sein Dingen drinnen

    Der Halt in Engen war vergnüglich
    Und meine Reiterei vorzüglich

    In Hausach sagte ich „Gut Nacht!“
    Und mein rosiger Hintern – er lächelte sacht


  • Rückreise & das dreihundertsechzigste Gedicht

    Madagaskar Stilleben

    Abschied von Madagaskar und den Seychellen. Über Abu Dhabi.

    Vom anderen Ufer

    „Weh mir, Emir,“
    Sprach ich panisch, „Piraten!

    Aus den arabischen Emiraten

    Alle Welt bangt vor ihr’n
    Rabiaten
    Taten und Matern an Patern!“

    Da war der Rat vom Emir:
    „Lieber Rabbi, eh dir

    Die Art der Piraten ’nen Alptraum bereite:
    Die Jungs sind seit Samstag auf unserer Seite!
    Selbst gläubigste Räuber treibt stets, so gelob‘ ick
    Gewinnmaximierend Gesinnungsaerobic!“


  • Morondava & das dreihundertzweiundfünfzigste Gedicht

    Am Strand von Morandava.

    Am Strand von Morandava.

    Über den Gewässern (minimalblasphemisches Seefahrergedicht)

    Über den Gewässern
    Ist die Luft, die dem Land fehlt
    Alles würd‘ sich verbessern
    Wenn ihr Allah mal abwählt!

    (Allein deshalb wurd‘ hier der Freund Allah erwählt
    Weil ihn der A-L-Laut so aalig begelt
    Die übrigen Götter sind – in aller Kürze
    Nur minimal divergent riechende Fürze)


  • Great Tsingys & das dreihundertachtundvierzigste Gedicht

    Great Tsingys of Bemaraha

    Weltnaturerbe Tsingys. Gefährlicher Ort. „Vazaha!“ wird in den Dörfern jedem Weißen fröhlich hinterher gerufen und bedeutet so viel wie „Fremder!“.

    ResErwartet

    Was ich ihr in den Gin gieß
    Hoch oben in den Tsingys
    Weiß einzig jener Papagei
    Der warnend rief: „Geh heim, Miss!“

    Es war ja kein Geheimnis
    Dass jener Vazaha Gin eingieß
    Und manche von den Tsingys stieß

    Und heut war sie halt an der Reih‘!


  • Afrikanische Fähre & das dreihundertsechsundvierzigste Gedicht

    Fähre über den Tsiribihina

    Der Weg zum Weltnaturerbe Tsingys. Zwei Boote, Brett drüber, Autofähre fertig!

    Don’t pay the Ferry, man!

    Autofähre, Autofähre
    Wenn das mal so einfach wäre
    Doch nur durch Rüber-und-Zurück
    Verändert sich die Welt kein Stück

    Zweimal Rüberzufahren – als erste Lektion
    (Ohne Zwischenzurück!) überfordert dich schon
    Und gleich „Das geht nicht!“ rumzuschrei’n!
    Ich frag mich, wie dumm kann man sein?!
    „Bla, bla, erst rüber, dann zurück…!“
    Du bist ein derart blödes Stück …

    Als wenn das eine Lösung wäre
    Autofähre, Autofähre


  • Real bad road & das dreihundertvierundvierzigste Gedicht

    Straßenbaobabs auf dem Weg zum Weltnaturerbe Tsingys

    Der Weg zum Weltnaturerbe Tsingys. Auf die Frage, ob man diese Straße auch zur Regenzeit befahren kann, bricht der Fahrer in schallendes Gelächter aus.

    Moment der Besinnung vorm Betätigen der Fensteröffnerkurbel

    Was ist leichter zu ertragen:
    Hitze oder Staub im Wagen?


Die 266 Städte/Länder der Fotos (2016-2026)


Gedichte/Fotos ausgewählter Tourstationen:

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