Ehe du dich versiehst … – ein Hochzeitsgedicht
Du passt genau, wie ich grad sehe,
Ins Nagelbett der kleinen Zehe –
Dort wirst du’s nageliegend finden,
Dich ehelich an mich zu binden!
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten
Verse für die Choleriker, denen man Feuer, Sommer, Mittag und die Adoleszenz zuordnet.
Die appellativen und derben Gedichte.
Vom Schmägedicht bis zur Gossenlyrik. Auch mit einem Gedicht von Julia Engelmann, von mir selbst geschrieben.
Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Wasser entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!
Ehe du dich versiehst … – ein Hochzeitsgedicht
Du passt genau, wie ich grad sehe,
Ins Nagelbett der kleinen Zehe –
Dort wirst du’s nageliegend finden,
Dich ehelich an mich zu binden!
Renewal
Wir renovier’n heut vor der Welt
Die altgediente Treue,
Dass sie uns weiter aufrecht hält,
Im Fortbestand, aufs Neue.
Der Deutungshoheits neue Kleider
Die Affektfreudigkeit des pastelligen Tons
Ist oversexed und underfucked,
Ein schwammiges Meer von Geplärr ohne bones,
Ein opulentes Kleid ums Nackt.
Die Affektfreudigkeit des pastelligen Tons
Ist bloß nach Recherche zu finden.
Lohnt sich sich solche Müh? Nun, sie rüstet dich schon
Für die Konversation mit den Blinden.
Und? Wie war’s da unten?
Meine Untergrunderkundungsrunde
War kunterbunt und kurz. Im Grunde
Wunderte mich nach rund einer Sekunde,
Wie g’sund der Sturz ins Drunten war.
Er mundete ganz wunderbar!
Weg Gefährten
Da du so viel an Abstand schufst,
Entschwandest du auch mir.
Dass du nach uns wie weiland rufst,
Ist postsoziale Zier.
Wir werden nie einander fremd,
Doch trennen uns jetzt Welten –
Was junge Schönheit nicht mehr stemmt.
Ob mich das dauert? Selten.
Die Schnurren der Copycats
Wer hat da mit meinem Mündchen gegessen?
Wer hat mit meinem Durst geschlürft?
Wer hat hier mit meinem Maßstab gemessen?
Und wer hat gesagt, dass ihr all dieses dürft?
Wer hat mit meinem Riecher gerochen?
Wer hat so früh meine Koffer gepackt?
Niemand von euch fühlt sich angesprochen?!
Vorsicht, Folks – ich glaub, es hackt!
Wer hat da grad mein Gedächtnis verloren?
Wer hat hier frech meine Story kopiert?
Wer wurd zum Ziel meiner Preise erkoren?
Wer hofft, dass das eh keine Sau interessiert?
Wer hat sich stumm in mein Bettchen gelegt?
Wer hat diesem Häuschen Besitz ausgefegt?
Wer ist fortan meiner Reise Begleiter?
Der schreibe selber mein Textchen nun weiter!
Aber die Haie
Aber die Haie fraßen
Die Brüste, die deinen; die Scheide;
Der Rundungen Streben nach Maßen,
Umrundet vom weiblichen Neide;
Der Raum und Zeit Vollkommenheit
Und ihre Ebenmäßigkeit –
Von ziellosen Zähnchen zerrissen,
Die nichts in Erotik bemessen,
Nur beiläufig fressen und fressen:
Dich, Kronstadt von Wesen und Wissen.
Unverzagt Gesagtes
„Springlebendig freundlich“ ist ein gutes Begegnungsgefühl,
Ebenso gewinnt mich ein „verbindlich, aber kühl“.
Zwar sagt mir ein „sarkastisch scharf“ als Spartenfreude zu –
Doch schwärm ich täglich heuchelwahr: Man muss so sein wie Du!
Ripostelied auf „Hasta Siempre Comandante Che Guevara“
Komm, Mandant, eh die Gefahr naht!
Du fühlst dich schwach, allein und wehrlos? – Werd mein Mandat, ey!
Und alle rings um dich sind ehrlos? – Werd mein Mandat, ey!
Das wiederholt sich immer wieder?
Nun hebt dies Lied dir deine Lider …
Da mir als Anwalt schnell klar ward:
Du bist verängstigt, hey, du flennst ja!
Entflieh den Pranken der Gangster –
Komm, Mandant, eh die Gefahr naht!
Füttert man dich mit blauen Bohnen? – Werd mein Mandat, ey!
Und droh’n Verrohte dir mit Drohnen? – Werd mein Mandat, ey!
Scheint dir dein Dasein so betrüblich?
Denk nie, das sei vielleicht so üblich.
Da mir als Anwalt schnell klar ward:
Du bist verängstigt, hey, du flennst ja!
Entflieh den Pranken der Gangster –
Komm, Mandant, eh die Gefahr naht!
Lud man dich ein zu einem Blutbad? – Werd mein Mandat, ey!
Du findest nicht, dass dir das gut tat? – Werd mein Mandat, ey!
Weißt nicht, was soll die Blutung stillen?
Wird alles gut, Jung, kannst jetzt chillen
Da mir als Anwalt schnell klar ward:
Du bist verängstigt, hey, du flennst ja!
Entflieh den Pranken der Gangster –
Komm, Mandant, eh die Gefahr naht!
Du bist ein ständig Überhörter? – Werd mein Mandat, ey!
Trotz aller Wendigkeit Zerstörter? – Werd mein Mandat, ey!
Wenn das Verfahr’n verfahren ausschaut
Bau drauf, dass dich da einer raushaut!
Grenzen (Update für die Aufgestaut-Fahrgastrechte)
Ziert sich hier wer, uns zu parieren,
Werd’n wir massivstens einmarschieren!
Krakeelt dann auch die Welt – was soll’s?!
Was zählt, ist einzig Buslands Stolz!
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