Verse für die Choleriker, denen man Feuer, Sommer, Mittag und die Adoleszenz zuordnet.
Die appellativen und derben Gedichte.
Vom Schmägedicht bis zur Gossenlyrik. Auch mit einem Gedicht von Julia Engelmann, von mir selbst geschrieben.
Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Wasser entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!
„Mein werter Autor, haste nich
schon über mich genug geschrieben?!“
„Mag sein, doch scheint mir jedes Mal,
Du lässt erneut mir keine Wahl:
So klein, so groß, dass es entspricht,
Sind Autor und Gedanke nicht –
Und viel scheint unerwähnt geblieben!“
Grad da, wo ich grad pinkeln will,
Wohnen Obdachlose
Und die schau’n mit ’nem Look-to-kill
Auf meine off’ne Hose.
Auf „Was für’n Druck mich grade plagt,
Das wollt ihr gar nicht wissen!“
Entgegnen sie (sehr ungefragt),
Dass sie tagtäglich pissen –
Nur tun sie’s ohne ohne Not
Verzusätzlichte Krisen.
Mich fragt da: Gilt das auch für Kot,
Fürs Rülpsen und fürs Niesen?!
Manch Mensch schnurrt lässig „Let it out!“
Beim Not Dürfte Verrichten.
Nur mir ist es so Not Allowed –
Ich muss darüber dichten!
Mir fällt kein Hauch von Plänchen ein,
Um diesen Tag zu füllen!
Ich melk aus mir kein Tränchen, nein,
Werd „Mir ist scheiße!“ brüllen –
Verschwende doch ich Arsch von Sein
Mein nicht mehr langes Leben.
Drum prügelt mit mir auf mich ein –
Mir Saures süß zu geben,
Scheint das Gebot der Stunde!
Erspart mir keine Wunde!
Vielleicht fang ich schon morgen an,
Mich wieder smart zu finden –
Drum nutzt nur dankbar diesen Run,
Mich treffend hart zu schinden!
Gegebenenfalls Interesse Vermelden! Eh ein Kuschelbedürfnis nach Schlachtfeld und Helden Perturbiert Ethikbasen mit Ambivalenz – Choraleinsam singt sich grad „Give Peace a Chance“. Entsetzensentstellt Attackiert man Charakter, Höhnt hastig den Paz zu ’nem -ismus-ad-acta. Aufrüstungsbrüstend wird kühn überblendet: Normal ist Gewalt das, was Chancenlos Endet!