Ghandi II
„Einer trage des anderen Last“
Oder „Einer betrüge den and’ren mit List“?
Entscheidet bald, wie viel du hast
Und auch von wie viel Wert du bist
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 37 Länder auf 5 Kontinenten
Verse für die Melancholiker, denen man Erde, Herbst, Abend, Erwachsenenalter zuordnet.
Die besinnlichen und leisen Gedichte.
Von Aphorismen bis zur Vanitasdichtung.
Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Feuer entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!

Ghandi II
„Einer trage des anderen Last“
Oder „Einer betrüge den and’ren mit List“?
Entscheidet bald, wie viel du hast
Und auch von wie viel Wert du bist

Ghandi
Ich mag die Romantik, ich mag auch den Lärm
Mögen die zwei auch einander sich hassen
Wenn ich vor dem einen vom anderen schwärm‘
Scheint kurz eine Welt zu der andern zu passen

Daß Du ewig denkst an mich
Du hast das Heidenröslein gebrochen
Danach vielleicht zweimal an ihm noch gerochen
Es mit sanftem Druck ins Heu gelegt
Dass es doch zumindest im Notfall verpflegt
Und nicht so sehr am Heimweh leide
Es war in Deinen Augen Weide
Und fügte sich ins tote Gras
Wie dem Grundton derselben Erkenntnis: „Das war’s!
So abgrundlos kurz war vorm Leiden das Glück …“
Und auch Du wünschtest ihm nun die Heide zurück

Am Rückzug
Walze, Walze, falze mich
Gestalte gewaltsam mein haltloses Ich
Hilf mir, den sperrigen Unrat an Schmerzen
Aus meinem Schicksal auszumerzen
Ich möchte glatt geschliffen sein
Denn was ich hoffte, trifft nicht ein …

Der letzte Schluck Sommer
Nimm den sättigend letzten Schluck Sommer
Derb angesüßt von schwerer Reife
Und gib Dich den späten Räuschen hin (Komma)
Traue dem Traum einer endlosen Schleife

Hochofen
Verweile Moment, derweil Du nicht schön bist!
Dass Stroh prächtig brennt, denkt, wer Flammen in Höh’n misst
Doch, wenn ich von Flammen schwärme
Mein‘ ich eher deren Wärme

Dem Detail
Und doch habe ich nie an der Schönheit gezweifelt
Ich vermisste nur etwas Verstand
Und böt‘ sich die zweite Chance, blieb es dabei, Welt:
Ich behielt‘ diesen zahnlosen Trumpf auf der Hand
Um ihn mir stündlich anzuseh’n
Und sein täglich Erwachen zu preisen
Das Wissen genießend, hier richtig zu steh’n
Und schmähendes Mitleid strikt von mir zu weisen
Denn niemals hat diese Schönheit an Wert eingebüßt
Nur sie traf nicht sehr oft auf Versteh’n
Sie hat unbeirrt weiter die Ahnung versüßt
In den totesten Winkeln vom Tagesgescheh’n
Dem trüben Blick fehlt das Detail
Doch entscheidet nicht er, ob es da ist
Sein Urteil ist auch gar nicht nötig mehr, weil
In diesem Moment Du schon ungewohnt nah bist!

Das Leben im Glückspilzgarten
Du ahnst die Welt mit Optimismus hinfort
Und ich kann Deinen Sturz kaum erwarten
Doch Du findest trotz Blindheit das passende Wort
Und eroberst Dir weitere Staaten
Und mitten im Camp der stochastischen Duldung
Hast Du Dir ein Blockhaus gebaut
Ich gleite durchs Koma der Weiterverschuldung
Schrei wirklich um Hilfe und doppelt so laut
Nun bleibt für den Ausgleich auch nicht mehr die Zeit
Und wahre Verachtung verklärt sich zu Neid

Sommerwind
Da steckt doch im Wind
Noch irgendwas drin
Er ist nicht nur Luft
Die sich etwas bewegt
Ganz gleich auch wie blind
Ich im Innersten bin
Mein störrisch Vermufftes
Wird frische-durchfegt
Und irgendein Fernes
Trägt kühles Versteh’n:
Bleib sanft, Freund, und lern‘ es
Die Weite zu seh’n

Im Tempelgarten zu Neuruppin
Lieg‘ erschöpft im frisch Gemähten
forsch reckt sich das Überstand’ne
Ob auch die, die dies hier säten
schätzten das Nicht-Mehr-Vorhand’ne?
Wie viel Lieger lagen hier
zu Apollons Füßen?
Wie viel Mal gelingt es dir
Wiederseh’n zu grüßen?
Kommst vielleicht nie wieder her
lauschig war’s, doch austauschbar
Draußen lockt so viel Noch-Mehr
sagst du dir – wie jedes Jahr
Schön wär’s nur, wenn ich zum Ende
solche Ruhe wieder fände
mitten frisch geschnitt’nem Gras
Dass, wenn ich siech niederliege
sanftes, leichtes Heimweh kriege
nach dem Sommer dieses Jahrs
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