Länder, in denen der Salzstreuer bockt
Haben die richtige Feuchte
Die sorgt dafür, dass alles Rieseln verstockt
Das sich ob der Streulöcher deuchte
Doch jedes Loch ist zugeklebt
Wie rüttelnd und schüttelnd man auch danach strebt
Die eben servierten huevos zu würzen
Es lässt sich der Vorgang insoweit verkürzen
Dass man des Streuers Schraubverschluss
Zwecks Pökelung benutzen muss
Um dann mit seinen Fingerspitzen
Zwei, drei Kristalle zu stibitzen
Die zugedeckt von altem Reis
Der darlegt, dass man durchaus weiß
Ob hiesigen Kränkelns vom Streuergerät
Aber hier geht’s vor allem um Identität:
Denn immer, wenn der Streuer bockt
Bist du in einem von wenigen Ländern
In die uns ein Stück Paradiesnähe lockt
Weshalb sollt‘ da irgendwer je was dran ändern?
Wo die Sinne mit all ihren Züngelchen schnalzen
Erträgt man sein Rührei auch leidlich gesalzen!
Wem man so alles im Garten begegnet. Das tatsächlich lauteste Tier der Welt. Versammelt sich jeden Morgen um halb Acht neben meiner Hütte und grölt.
Brüllaffe (Punks not dead)
Du musst nicht gut sein, aber laut
Wer hätte dir das zugetraut
Dass all die streng gesetzten Hürden
Dich gar nicht int’ressieren würden?
(Derweil sie denken, du kannst nicht versteh’n
Hangelst du dich von der Acht auf die Zehn)
Und mosert wer: „Ganz schön bequem!“ – sagst du: „Nein
Die Lautstärke Halten kann anstrengend sein!“
Wo And’re von And’ren Gelehrtes verwalten
Musst du stetig Nichts zu was Großem gestalten
Wem man so alles im Garten begegnet. Ich hatte die unruhigen Bewegungen im Teich hinter meiner Hütte immer für einen nervösen großen Fisch gehalten. Heute sehe ich: Es ist ein – wenn auch sehr kleines – Krokodil! Da habe ich mich schon gewundert. Im Bild unten rechts zwischen den zwei Halmen ein wenig zu erkennen.
Kindliches Schoßgedicht zur neckischen Angsteinflößung
Da ist
Ein Krokodil im Gartenteich!
Erwartete nur Krötenlaich
Rasch abgetaucht zwar, sah ich gleich:
Da harrte was im Gartenteich!
Was frisst
Im Gartenteich ein Krokodil?
In seinem Reich gibt’s nicht so viel …
Es will doch wachsen? Sicherlich
Wenn du kurz wegguckst – frisst es dich!
Wem man so alles beim Spazieren begegnet. (Übrigens auch einem Dreizehenfaultier, aber das Foto ist schlechter)
Faulkatzl
Wer flitzt denn da ins Eichhornloch
Völlig auf Adrenalin?
Der Herr Oachkatz wollte doch
Schon letztes Jahr entzieh’n?!
Bist du noch immer komplett unter Speed!?
Klar, hektische Flecken are all that we need!
Kannst du dort das Faultier sehen?
Das da hängt an zwei, drei Zehen
Und denkt: „Gott, was macht der da?
Hallo Brudi, komm mal klar!
Man ist eh nie schnell genug!
Sich so hetzen – Selbstbetrug!“
Das ist wie du ein Säugetier
Und deines Absturz‘ Zeuge hier
So nimm dir zum Vorbild und Ziele je-
Mand aus der Familie!
Wem man so alles beim Spazieren in Baumrinden begegnet! Die Auflösung zur Frage giftig/nichtgiftig liefert meine „Wild Animals of Costa Rica“-Faltkarte (ja, ich bin ein Nerd!): Es handelt sich um eine Palmenviper, ziemlich giftig.
Schlangenbegegnung
Hm. Die könnte giftig sein …
„Schlimm, wenn man da schief liegt!“ Nein,
Schlimm wär, wenn man so schief liegt
Dass man voll die Biege kriegt
Bis man flach am Boden liegt
Und die Lebenskraft versiegt!
Der Grund legt uns dann triftig nah
Dass dieses Tier wohl giftig war
Und immer gibt’s wieder ein Nie-mehr-Zurück
Kein Arzt wird uns je eine Rückkehr verschreiben
Quer über die Welt verstreut liegt altes Glück
Und unwiederholt wird es dort fortan bleiben
Ich mach nicht drei Kreuze, ich mach nicht mal eins
Ich bin hier beim Abendmahl wegen des Weins
Doch kann ich mir auch nach drei Bier nich erklär’n
Wieso, irgendwie, wenn die Kirchen nich wär’n
Den Städtebesuchen ein Ankerpunkt fehlte
Den vorher vermutlich dies Bauwerk beseelte
Das all dem Gequake befehligt zu schweigen
Denn es spiel’n nicht die Menschen, es spielen die Geigen
Die Stille in Häusern gefluteter Städte
Ist schlummersüß und endlos tief …
Nun weißt du vergorene Klingelton-Klette
Zumindest im Ansatz, wie schön ich grad schlief!