Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 38 Länder auf 5 Kontinenten

München

Fotos aus München, seit 2014 Stammsitz der Reimerei Klötgen. Unzählige Auftritte während der Tour 2016. Und danach quasi alleinige Dienststelle in Sachen meiner Poesie.


  • Alter Peter Schatten & das eintausendfünfzigste Gedicht

    Münchner Rathaus im Schatten vom Alten Peter

    Im Musäum

    Karla Valentina
    Balla Primarina
    Schalk und Rauch Schlawiner
    Karla Valentina

    Liesl statt Kalauer
    Adelsspross von Dauer
    Tadellose Power
    Liesl statt Kalauer

    Wallen Teenageherzen
    Bei den alten Scherzen?
    Finden coole Städter
    Neu Vergeh’ndes better?

    Sind solche zu-e Schauer
    Über Haupt Verdiener?
    Liesl statt Kalauer
    Karla Valentina


  • Auer Dult & das eintausendneunundvierzigste Gedicht

    Auf dem Auer Dult

    Zwischen Schalen

    Unter den Kartoffelschalen
    Finden keine Schönheitswahlen
    Statt
    Wiewohl unter Schalentieren
    Diesbezüglich Dates kursieren
    (Datum – Uhrzeit – Stadt)
    Auch unter Kartoffelkäfern
    (Die ich plante einzuschläfern!)
    Wird verdruckst gemunkelt
    Warum man wohl Landgaststätten
    Die normal geschlossen hätten
    Nachmittags verdunkelt
    Kurz zuvor gefiel’s manch Kerfen
    Schick in Schale sich zu werfen
    Und man fragt: Warum?

    Nun, in der Gerüchteküche
    Gehen nicht nur Wohlgerüche
    Um
    Mitten schaler Nachgeschmäcker
    Schreit wohl bald schon ein Entdecker
    Der’s enthüllet hat:
    Sehr wohl finden Schönheitswahlen
    Unter den Kartoffelschalen
    Statt!

    Nur ich kann beim Kartoffelschälen
    Nicht zwischen schön und hässlich wählen
    Lass zahllose Schalen vom Abfall verwalten
    Werd nur eine Schale Kartoffeln behalten


  • Eisbachufer & das eintausendachtundvierzigste Gedicht

    Am Eisbachufer im Herbst

    Im Verlauben

    Auf laubbedecktem Rasen liegen
    Derweil die weit’ren Blätter fliegen …
    Zu sagen: „Baum, bei bess’ren Wettern
    Würd‘ ich mich hier auch entblättern!“


  • Luitpoldpark & das eintausendsiebenundvierzigste Gedicht

    Luitpoldpark in Schwabing

    Unherbst (Flammt ein Flämmchen)

    Flammt ein Flämmchen alter Wärme
    Um dein kaltes Haus
    Sein Gemüt voll Wellnesstherme
    Schrüht vor Saus und Braus

    Dabei war bei uns Lethargie allseits beschlossen
    Das Rücktrittsgedudel ward weidlich genossen

    Was hadert das Gedärme?

    Erst proklamiert sich neue Zeit
    Nun schlampt sie mit der Gültigkeit
    Und mogelt sich hinaus


  • Siegestor & das eintausenddreiundvierzigste Gedicht

    Beleuchtetes Siegestor beim Corso Leopold

    Ripostegedicht auf „Der Rabe“ von Edgar Allen Poe – unter besonderer Berücksichtigung, dass die Hälfte der verwandten Buchstaben dem Wort „R-a-b-e“ bzw. „A-b-e-r“ entstammen.

    Das Aber der Raben

    Aber, sprach der Rabe Abel
    Zu der Räbin Barbara,
    Las grad eben in ’ner Fabel
    Unsre Art wär charterbar
    Für allerlei Schläue- und Schabernacksparten!?
    Offenbar parkt dieser Poe
    Unsre Stärken anderswo –
    Wie sind wir an den argen Leumund geraten?

    Sag an, Babs, was wir verbrachen?
    War wer je so scharf auf Aas,
    Dass man mitten blut’ger Lachen
    Der Kadaver Braten fraß?
    Was wählt Poe da Raben zum Mahner vom Schnitter?
    Na, ahn’s ja: ’s war wieder
    Das schwarze Gefieder
    Klar, mag’s Edgar dark, aber, Allen, wie bitter …

    Derart Warn- und Drohgehabe
    Sind mir fremde Albernheit –
    Trotz‘ ja in Charakterfarbe
    Dem geerbten Federkleid!
    Bei Herrn Barbarossa war ich der Entwarner!
    Arbeiter im Air-Geschwader!
    War gar Part von Odins Kader!
    Per Vers degradiert nun zum Gräberumgarner!?

    Was hat denn dieser Arsch von Poe
    Uns derart anzugehen?!
    Gab’s an Getiere anderswo
    Kein Derberes zu sehen?

    Belege herbei für abnormes Betragen!
    Braver Gatte, der ich war
    Wie der Brabbelblagenschar
    Wunderbarer Vater!
    Darf nach aller Gram und Marter
    Eines Rabenelternpaars
    Auch im Namen Barbaras
    Derer ich apart erfragen?!

    Aber erwarte da besser ma‘ gar nix, Babs!
    Außer Metapherblablakram-Gelaber!

    Raben, die an raren Gaben
    Mehr als andere erwarben
    Bleibt nur auf der Erde Ball
    Zu bestehen, überall:
    Als poe-sitives Aber


  • Bahnwärter Thiel & das eintausendsechsundzwanzigste Gedicht

    Bahnwärter Thiel 2018 München

    Mit drei Vornamen durchs Leben

    Derart bestückt packt lebensfroh
    Der Edgar Allen Annen Poe


  • Petuelpark & das eintausendfünfundzwanzigste Gedicht

    Reiterstandbild Go ! im Petuelpark München

    Tandhaft

    Es sind Haltestangen für Pferde
    – auch wenn ich selbst nie eine nutzte –
    So wichtig für unsere Erde
    Als ein Tand, der sein Dasein ertrutzte


  • Blutmonderinnerung & das eintausendsechzehnte Gedicht

    Blundmondnacht auf dem Olympiaberg

    Dir & denen

    Gerade den Nächsten enthältst du
    Die Rücksicht, Geduld und auch Lob?
    Was denkst du, wer dich in der Welt hier
    Zu dem, was du sein willst, erhob?
    Schon seh ich dich grübeln – Kerl, sag, was erwägst denn?!
    Erspar dir das Rechnen – und auch deinen Nächsten!


  • Straßenfest & das eintausendfünfzehnte Gedicht

    Straßenfest Georgenstraße

    Zum Geburtstag

    Schon xx Jahre kein Gestorb’ner geworden,
    Vom Frust verdorben, an der Brust keene Orden –
    So wird’s dich wirklos weiter geben!

    Schon xx Jahre als „Geschafft!“ Abzuhaken,
    Erspart jeden Kraftakt zum Wiedererstarken!
    Man treibt in weit’re Zeit zu leben …

    Schon xx Jahre als Vergangenes feiern,
    Das Sang- wie Belanglose lohnreich zu leiern –
    Kann nicht jedes Schicksal enttrüben!

    Schon xx Jahre in die Umlaufbahn schießen,
    Um auch ein paar Stufen hinauf zu genießen –
    Das solltest du fortan mal üben!

    Mehr Gedichte für Geburtstage und Hochzeiten


  • Isarschnellen & das eintausendvierzehnte Gedicht

    Isarschnellen bei Unterföhring

    Im Unterschied

    An meinem ersten
    Geburtstag in sauberer
    Unterwäsche fraß ich die
    Sparkasse auf. „DIE
    Sparkasse oder EINE
    Sparkasse?“, fragte ein in
    Reinster Angriffslust badendes Gegenüber. Das
    mache einen Unterscheid! – zur Erklärung ergänzend.

    „Für mich nicht!“, überwand
    Ich meine oft wehrlose Antworterei. Zusätzlich mit:
    „Saubere Unterwäsche – DAS macht einen Unterschied!“


Die 272 Städte/Länder der Fotos (2016-2026)


Gedichte/Fotos ausgewählter Tourstationen:

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