Bezahlt den Maler meiner Gemälde besser als den letzten!
Weil mir die jüngsten Jahre manches gute Mal zerfetzten.
Die Umstände erfrechten sich, mein Ruhen kraus zu streichen –
Im fast entleerten Wartesaal sitzt nur noch mein Erbleichen.
Ich richte meine Zukunft ein
Als Farbstrich von Gemälden
Vom armen Pinselborstenschwein –
Vermächtnis eines Helden.
Der Wind vom Meer kommt kühl daher
Doch die Sonne gibt sich schon verbindlich.
Mag sein, diesen Umschwung erwünsch ich zu sehr –
Ja, bin fürs Konträre zu blind ich?
Im früh gewählten T-Shirt darf man sich durchaus erkälten
Und mit jenen im Einklang dann husten und schnupfen,
Die ähnlich frisch sich aus dem Haus heut gesellten,
Um mutig und frohen Muts aufzumupfen.
Und auch diese Woche rast dahin … –
Schon Mittwoch, da grade erst Wochenend war!
Der nahende Freitag beschwört ein WinWin –
Das übliche „Schmied schon mal Pläne!“-Blabla.
Denn auch dieses Weekend wird sinnlos sein –
Zu viel freie Zeit bei geschlossenen Läden.
Für das bisschen an Einladung mach ich mich fein –
Im Kalendertief zieht mein Verfall seine Fäden …
Na, ich lasse dich einfach mal blöde reden:
„Ja, safe ey, von da uber ich dann kurz rüber!“
Zwar scheint mir in dem Moment sehr viel hinüber,
Doch sag ich: „Ja, amtlich, genau Bro, auf jeden!“
Zwar scheint mir in dem Moment sehr viel hinüber …
„To be honest, die hat mich jetzt gar nicht related!“,
Bekennst du, nachdem du mit Jill dich gedated –
Ich wund’re mich grade, veau reden wir drüber?
Auf der wärmeren Seite der Berge
Leuchtet Hügeligkeit mir so ein.
Hierzuorts spricht das Volk oft vom Sporteln –
Aber da sag ich inbrünstig Nein!
Auf der wärmeren Seite der Berge
Hat die Techniktextilie einfach keine Funktion.
Ich mag Sonne mit nackter Empfängnis begrüßen,
Nicht als Faktor des Tagessolls Peaksubtraktion.
Collodi und Goldoni,
Kolonastik em pom pie,
Tre pizze Quattro Stagioni,
Limoncellomelodie
Und multipulti emozioni,
Monokulti Frau Meloni –
Italien, Italien …
I mag und mal di mal so hin!
Ja, natürlich muss Italien es forsch übertreiben:
Mir sein Licht unters oberste Nasenloch reiben
Nebst der bunkerverbauten Kartoffeligkeit –
Mein von Ordnungsgehorsam geerntetes Leid
An den Provokationen der offenen Chancen!
Und wie immer macht Lebensgenuss mir Avancen.
Doch ich mich verschließen, an Heimatstolz binden
Diese Weisheit, mein Deutschsein so scheiße zu finden.
Eine kleine Erinnerung, die ich da hab,
Umwegt eine Kirchenruine im Wald.
Die fiel aus der Zeit, ist sich selbst längst ein Grab
Und mahnt: Dein Fassaden-Dasein startet bald.
Bald schallern aus dir allein Durchhalt’parolen –
Dann ist’s nur ein Trotzalledem, das dich treibt.
Vitalität lässt sich nicht wiederholen,
Selbst wenn sie als kleine Erinnerung bleibt.