Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 36 Länder auf 5 Kontinenten

Wasser

Verse für die Phlegmatiker, denen man Wasser, Winter, Nacht, Baby- und Greisenalter zuordnet.
Die beschreibenden und erzählenden Gedichte.
Von der Naturlyrik bis zu allen Längenvarianten der Ballade.

Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Feuer entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!


  • Husum & das zweihundertdreiunddreißigste Gedicht

    Husum Hafen

    Hafenmelancholie bei einsetzender Ebbe.

    Festmachen

    Dieser Kai ist ein stiller Sehnsuchtsort
    Nur von Schaukelgeräuschen der Schiffe umsummt

    Eingemehlt schleicht sich der Himmel von Bord
    Und das Rufen von Fernweh und Bläue verstummt


  • Kiel & das zweihundertzweiunddreißigste Gedicht

    Mittsommertag, just zu meinem nördlichsten Auftritt in Deutschland in diesem Jahr. Da war doch was …? Richtig. Hier also die Eingangsstrophe des Mittsommertag-Textes von meinem Team „Die Stützen der Gesellschaft“ – in diesem Sommer geschrieben & in Kürze auf einer von Ihnen bevorzugten Bühne zu erleben.

    Mittsommertag (in the style of Die Stützen der Gesellschaft)

    Scheint ein Mittsommertag auch schier niemals zu Ende
    So ist er – wie hier – erster Auftakt zur Wende
    Noch lebt man behaglich, im Kindsein geborgen
    Doch endet die arglose Zeit ohne Sorgen
    Für drei Charaktere – na besser: drei Gören.
    Mit Namen Karlotta, Finn-Ole und Sören
    Wir seh’n hier die drei kurz vorm Sturz ins Verderben
    Eine kommt weiter. Und zwei müssen sterben … (Cliffhanger)


  • Zürichhorn & das zweihundertachtundzwanzigste Gedicht

    Zürichsee

    Blick vom Zürichhorn. Und ein Plädoyer für das störungsfreie Bedichten:

    Der See

    Tausend Sonnen blitzen im Wellen-Geschwappe
    Hundert Himmel bebläuen den Horizontboden …

    Ein Entenpaar schnattert: „Ach, halt deine Klappe!
    Wir hassen der Dichter Erpressermethoden
    Ihr solltet euch schämen mit euern Bebildern
    Den Eindruck von Schönheit so schändlich zu lenken!
    Als sei die Empfindung nicht anders zu schildern
    Als wär’n die Herrn Dichter nur fähig zu denken!“
    Ich nicke sanft, schenk‘ ihnen Brot
    Das Gift drin wirkt vor Abendrot

    Und schwer wie Blei senkt sich die Ruhe
    Auf das abendplane Rund
    Das Gequake und Gebuhe
    Schweben durch den See gen Grund


  • Schlosskasematten & das zweihundertvierundzwanzigste Gedicht

    Way down to the Schlosskasematten Marburg

    Treppen zu den Kasematten des Schlosses zu Marburg. Fledermausbrutstätte heißt es. Aber wer weiß?

    Gruselgedicht

    Das Schaben und Schmirgeln hinter den Türen
    Die festens verriegelt nach Nirgendwo führen
    Obschon doch dahinter, gut hörbar, was ist …
    Dann splittern die Latten. Was ist das? Oh, Mist!


  • Transit & das zweihunderteinundzwanzigste Gedicht

    Schiphol, Gate D86

    Der Rückweg von Luxemburg zieht sich. Ein Zwischenstopp in Amsterdam. Plus Zwischenspurt zum letzten Gate-Zipfel des Flughafens.

    Der letzte Finger

    Transfer Schiphol, Gate D86
    Die letzte Ausfahrt für ein Date in der Luft
    Bevor ich dort boarde, neigt unlängst die Nacht sich
    Und dämmernd umschleicht mich ein Sackgassenduft


  • Luxemburg & das zweihundertneunzehnte Gedicht

    Festung Luxemburg

    Die Festungsanlage du Luxembourg. Steht.

    Das Bollwerk

    Es trutzen vom Felsen die wehrhaften Mauern
    Jeder Blick schweift gebietend ins kniende Rund
    Gewappnet fürs stattliche Welt-Überdauern
    Schier ewigkeitsnah liegen Steine sich wund

    Felsenfest wiegt der alten Feste Macht
    Weil stets auf ihr zähes Bestehen bedacht

    Denn auch resistente Residenzen
    Stößt die Zeit an ihre Grenzen


  • Theaterhinterhöfe & das zweihundertfünfzehnte Gedicht

    Thalia Theater Hamburg

    Drei Theater – der gleiche Eindruck: Da waren wenig Menschenfreunde am Innenausbau der Garderoben beschäftigt.

    Kein Platz so grau

    Kein Platz so profan wie die großen Theater rücklings umgürtelnden Neonlichtgänge
    Wo Künstler und Technik im Hektikgedränge
    Auf grau meliert grauem Linoleum knarzen

    Kein Platz so gefühllos und unglamouriert als der Bau hinter wuchtigen Stahlbrandschutztüren
    Wo aus Garderoben die prächtigsten Roben sich bühnenwärts in eine Scheinwelt entführen
    Wie Sicherheitsvorschriften fliehende Parzen

    Von scheppernden Boxen zum Auftritt gerufen
    Rutschfester Noppenbelag auf den Stufen
    So, wo ging’s hier noch mal lang?
    Hinweiszettel, Kabelstrang
    Ein Wegegewirr, das ins Nirgends sich streckt
    Verwaist weiße Wände, vom Anseh’n verdreckt
    Sich ans hinterkulissige Dunkel gewöhnen
    Feuerwehrmänner beim feixenden Klönen
    Wegweiserpfeile am Aufgang entdecken
    Gelbschwarz gebrandmarkte Kopfanstoß-Ecken
    Und dann stracks sich vom Eindruck der Taubheit befrei’n

    Freilich, dafür musste Schauspieler sein!


  • Maienende & das zweihundertvierte Gedicht

    Rispen

    Wonnemonat vorbei. Tja.

    Juniblues

    All die Rispen lispeln: Vorbei ist der Mai!
    Der buchstäblich kürzeste Monat der Wonne
    Was früh hier erblühte, fiel unlängst entzwei
    Im Quell der bald lediglich quälenden Sonne


  • Frühstück & das zweihundertdritte Gedicht

    Hopfenfelder

    Bevor der Tag beginnt, sitzt man manches Mal bereits im Zug. Und rauscht an Hopfen und Hoffnung vorbei.

    Spätes Frühstück

    Nun,

    Dem frühen Vogel mag
    Jeden Morgen, jeden Tag
    Etwas Wurmverwandtes langen

    Doch Nachtigall,
    Die Nacht war geil –
    Da brauche ich um anzufangen
    Vorneweg, direkt zum Start:

    Weck-Gebäck, das knusperzart
    Jäh verweht des Schlafes Schwere,
    Wenn ich’s beim Kaffee verzehre

    So legt auf die Gabel
    Derweil ich noch gähne
    Ein Starthilfekabel
    Für Ozeankähne
    Es werden dann, schon halbwegs klar
    Der Tag und ich ein spätes Paar


  • Weimar & das zweihundertzweite Gedicht

    Goethe & Schiller Denkmal Weimar

    Die Klassiker und ihre Evergreens im Remix.

    Heideglöcklein

    Sah ein Knab ein Röslein stehn
    Concordia soll ihr Name sein
    „Willst, feiner Knab, du mit mir gehn
    Die Stadt vom Tyrannen befrein?“

    Halb zog sie ihn, halb sank er hin
    „Gestehe, dass ich glücklich bin.“
    Seht, er läuft zum Ufer nieder
    Alle Menschen werden Brüder


Die 254 Städte/Länder der Fotos (2016-2025)


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