Eine lyrische Transformation als kuba-schwabinger Übersetzung der Texte der Dichterin Luz de Cuba
Yemoja
Eri rere san san san
Eri rere
Da Olueri sich bei allen Mächten beklagt,
Dass er keinerlei Reichtum hat, wurde gesagt,
Es sei‘n für den Zuspruch, den er sich erbat,
Mehr Opfer zu bringen. Was er sodann tat.
Und deshalb – eri rere san san
Geb ich als Adresse mein Elternhaus an,
Wo mählich die heilenden Kräuter gedeihen,
Die Fron uns mit wachsender Blüte zu weihen.
Eri rere san san san
Vom Wenigsten sprießt unsre Hoffnung auf mehr,
Denn nie fließt ein Strom einmal hin, einmal her.
Die ungewohnten Pfade
Über gewohnte Plätze zu geh‘n,
Sei dir, mein Freund, niemals zu schade –
Man muss erst sich selbst widersteh‘n,
Um alles zu seh‘n,
Um alles
Zu seh‘n.
Es wuchsen mit den Tagen im Wald
Die Binnenradien der Nasenhaare,
Die Insignien des Rückzugs erhärteten bald
Beweise für konsumatorische Ware.
Und alle Manie wurd urplötzlich geerdet –
Wir fielen im Taumel vielglücklich zurück –
Da ein Moosmoses deutete: „Geht hin und werdet“!
Und wir gingen, beherzt. Nicht weit. Nur ein Stück.
Da oftmals ein Notfalls ein Mögliches wahrt
(und mag es auch dessen Notiz nicht erhoffen!),
Fühl ich mich noch immer nicht ganz offenbart
Und lediglich schwer anstatt tödlich getroffen.
Sitzend unter ’nem Balkon
Bei ewig währ’nden Regen –
Fraglich freilich, was hab ich davon,
Mich hierhin zu bewegen?
Doch erkenn‘ im Lichterstrahl
Sich Flattertier bugsieren,
Sirrend: „Regen? Mir egal.
Muss ich halt lavieren …!“
Und es stimmt: Sie retten sich. Weil in allem Gepladder die Lücken ja da sind!
Dass die Sichtbakeit nie alle Chancen dir nimmt – bleibe dir dieses Glücks immer gewahr, Kind!
Wahrlich, ich führe ein wunderlich Leben,
Das leider verfälscht wird von Fremdrequisiten.
Ja, ich fühlspüre mich deutlich daneben –
Und kann über keinerlei Ding hier gebieten.
Randvoll und unverlangt bin ich umgeben
Von Auswüchsen mir doch versagter Renditen.
Aussichtslos, Blickwerk und Köpfchen zu heben,
Umbaumelt mein Kinn ihr Schild „Mich kann man mieten!“.
Vom Gerade-so-viel
Übers Klein-aber-fein –
Der Weg ohne Ziel
Kann der lohnendste sein.
Was niemand erwartet, mag glücklich sich fügen
Zum Schmuckstück, zum Kleinod aus reinstem Vergnügen
Am Morgen, wenn die Nebel sich, scheint’s, zunehmend verdichten,
Mag ich geballte Zuversicht auf spätre Stunden richten.
Die Weser trägt die Zuversicht als Meer in ihrem Willen,
Das nebulös grad zu mir spricht – so denke ich, im Stillen.