Die Berggipfel strahlen aus vielfacher Ferne,
Wenn sie trotz Aprilhochs noch schneebedeckt sind.
Im Sommer ersteigt man Erhabenheit gerne
Und ist ob der leichten Erreichbarkeit blind –
Doch das Gondelgedöns rattert bloß Blasphemie!
Klar, so groß wie die Berge, das werden wir nie –
Jedoch unerreichbar woll‘n wir sie nicht nennen!
Nach Fahrscheinkauf rauf richten wir die Antennen
Nebst den Mitgliedschaftsantrag für unsern Verein.
Im April gilt: Was abweist, ist Weis/sheit allein!
Jeder Ast, Zweig, jedes Blatt wird: Wald
Der Tropfen wird: ein See
Ich glaub dran, dass ihr all das schafft – und falls halt nicht: herrje …
Es braucht kein Mehr an inn’rer Kraft – das wäre Esoterik!
Allein die Wut
Tut richtig gut –
Da werde glatt zum Meer ick!
Vielleicht einfach mal sich auf ’nen Rhythmus einlassen,
Der nicht deinem Anspruch an Takten entspricht?
Es gibt so viel, damit könnt’st du dich befassen –
Doch vielleicht tust du’s einfach mal nicht!
Dass augenblicklang gar nichts drängt
Zur Schnellerledigung,
Legt Chancen frei zu neuem Schwung –
Auch wenn sich was verrenkt.
Vielleicht einmal ’nen neuen Beat als frischen Sinn verspüren?
Du weißt zwar nicht wohin, womit – doch spürst: Er kann dich führen.
Zu lange schweigen
Heißt: Rhythmus vergeigen,
Abseits zu landen vom einstigen Reigen
Zu lang zu schweigen
Bedingt abzusteigen,
Heißt: Weißheit verbeigen,
Zertretene Zehchen,
Heißt: irgendwie sich ohne Nirgends verlier’n,
Dringt letztlich gesetzlich als Leerstand ins Hirn
Und kommt zum Ende nicht zur Ruh.
Beim Weg über Almen spazier ich auf Schotter,
Das Gelbe vom Ei ist für mich nur der Dotter,
Die anderen Schlangen bedienen sie flotter,
Der Gott meiner Feinde scheint stets etwas gotter –
Solch Beschwerdegestotter is not ohne Grund.
Rechtfertigung ist’s allemal
Für meine Haltung und Moral
Von einem vertrottelten Rottweilerhund!