Kurzode an das Langzeitgedächtnis
Wenig lässt sich wiederholen,
Vieles lässt man besser ruh’n.
Vieles lässt sich wieder holen,
Wenig lässt dich besser ruh’n.
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 36 Länder auf 5 Kontinenten
Weltreligionen und spirituelle Erhellungen sowie religiöse Bräuche, Themen und Protagonisten in Versen.

Kurzode an das Langzeitgedächtnis
Wenig lässt sich wiederholen,
Vieles lässt man besser ruh’n.
Vieles lässt sich wieder holen,
Wenig lässt dich besser ruh’n.

Prince of Neverland
Irgendwo bestürmen Katastrophen
Schon die Vororte meiner Saisonfröhlichkeit.
Irgendwo triumphieren schon wieder Doofen –
Und man darf nicht vergessen: Wir sind nur zu zweit.
Irgendwo wird mit maßlosem Blutdurst
Die Höhe der Schmach schon behechelt.
Und du schwafelst noch immer von Mut, Wurst?!
Überall wirst du immer belächelt!
Ich weiß, du glaubst im Nach-wie-vor
Schlicht nie an Niederlagen –
Sagst: „Irgendwann fällt noch ein Tor!“
Und stellst dich keinen Fragen.

22.04.2024
Bin ein gefühltes Meilenweit azurnen Sand durchwatet.
Der Schöpfer frug: „Dies Traumstranddings – war’s das, um das ihr batet?“.
Ein Schwarm von Schwärmen Kleinerfisch eröffnet sich als Pforte.
Die Sonne strahlte willenlos. Ihr fehlten auch die Worte,
Da ich im steten Storchengang die Meile abgeschritten.
Die Euphorie im Höchstform. Nur die Pelle hat gelitten.
Fast hüfthoch hat das Wasser mich fast samtenweich verschlungen.
Und ein beseelter Evergreen hat tief in mir gesungen.

Die nutzlose Zeit
Du köstlich verstreichende nutzlose Zeit,
Ich winke dir vom Pool-Rand zu!
Gern wär ich zu reicherem Output bereit,
Doch saug vom Honig deiner Ruh.
Ich lasse meine Blicke schweifen,
Ohne meinen Kopf zu dreh’n.
Reizt’s mich Geseh’nes zu begreifen,
Ist eig’ntlich schon zuviel gescheh’n.
Wo immer Schönheiten mich streifen,
Ruf scheu ein Schaudern ich hervor,
Mit Reizes Flut mich einzuseifen –
Das pflegt die Zeit, die ich verlor.
Es zählt kein Tag, wo sonst schon Stunden
Im Zerrbild der Bedeutsamkeit
Sich aufgebläht. Lass dich erkunden,
Du kostbare, streichzarte, nutzlose Zeit!
Alle Rechte bei Markus Berg, der das Gedicht im Rahmen der Kuba-Spendenaktion 2024 erstanden hat.

Wie der Wind
Wie der Wind plötzlich auffrischt, wenn die Sonne versinkt –
So, als hätt‘ er sich erst nicht getraut.
Nun erkühnend, zu instruier’n, was uns die Nacht bringt
Wie ein altkluger Halbastronaut.
Der Sonne Versinken besiegelt stets Abschied
Und gewolltsam begrüßt man die Nacht.
Doch wenn man die Stunden der Dunkelheit abzieht,
Verbleibt uns ein Plus heller Macht.
Alle Rechte bei Tom Droste, der das Gedicht im Rahmen der Kuba-Spendenaktion 2024 erstanden hat.

Als würde ich
Als würde ich tatsächlich etwas verpassen,
Entschüd ich mich, dieses heut bleiben zu lassen
Und jenes auf irgendein Wann zu verschieben.
Als güb‘s letzte Chancen, die mir noch geblieben.
Als würd irgendwann irgendwen interessieren,
Welch Dinge mir heute halt nicht mehr passieren.
Aber ich bleibe hektisch und nehm alles mit,
Als gült‘s, etwas langfristig doch zu vermissen.
Zwar müde, doch unbeirrt geh ich den Schritt –
Als würde ich‘s nicht wissen.
Alle Rechte bei Frauke Gnadl, die das Gedicht im Rahmen der Kuba-Spendenaktion 2024 von mir gekauft hat.

Aprilhoch
Die Berggipfel strahlen aus vielfacher Ferne,
Wenn sie trotz Aprilhochs noch schneebedeckt sind.
Im Sommer ersteigt man Erhabenheit gerne
Und ist ob der leichten Erreichbarkeit blind –
Doch das Gondelgedöns rattert bloß Blasphemie!
Klar, so groß wie die Berge, das werden wir nie –
Jedoch unerreichbar woll‘n wir sie nicht nennen!
Nach Fahrscheinkauf rauf richten wir die Antennen
Nebst den Mitgliedschaftsantrag für unsern Verein.
Im April gilt: Was abweist, ist Weis/sheit allein!

Blasmusik und -phemie
Der alte Otter hat’s im Kreuz,
Altötting macht in Kreuzen.
Gläubiger spotten im Wald von Scharbeutz
Von Götter-Halt gläubigen Käuzen.

Messiasstress
Schon nach zwei Tagen Trauer
Heißt’s gleich wieder aufsteh’n?
Fehlt’s der Ruhe an Dauer –
Wozu zuvor draufgeh’n?!
Horcht, wie all die Erlöser in einiger Not schrei’n:
„Wir würd’n gern mal länger als zwei Tage tot sein!“

Am Waldschwaigsee
Jeder Ast, Zweig, jedes Blatt wird: Wald
Der Tropfen wird: ein See
Ich glaub dran, dass ihr all das schafft – und falls halt nicht: herrje …
Es braucht kein Mehr an inn’rer Kraft – das wäre Esoterik!
Allein die Wut
Tut richtig gut –
Da werde glatt zum Meer ick!
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