Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 38 Länder auf 5 Kontinenten

Feuer

Verse für die Choleriker, denen man Feuer, Sommer, Mittag und die Adoleszenz zuordnet.
Die appellativen und derben Gedichte.
Vom Schmägedicht bis zur Gossenlyrik. Auch mit einem Gedicht von Julia Engelmann, von mir selbst geschrieben.

Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Wasser entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!


  • Alice Salomon Hochschule & das siebenhundertzweiundsiebzigste Gedicht

    Universität München

    Road to Avenidas

    Mit den blutigen Nasen verwachsener Schelte
    Harren sie im Unbeirr’n
    Spart Euch das noch nicht Gebellte!
    Einfach mal souverän weiterstudier’n …


  • Eisbachwelle & das siebenhundertachtundsechzigste Gedicht

    Eisbachwelle

    Warnung vor der Runde (Die Schöpfer schöner Töne wie der widerlichsten Worte)

    Obacht, die Macher schöner Worte
    Lungern wieder rum vor Orte
    Und die Schöpfer schöner Töne
    Stimmen ein in das Geklöne!

    Sie lauern auf dich arglos Hör’nden
    Hol’n dann aus zum grundverstör’nden
    Tunichtguten Timbreschwall
    Und: Ja, dies ist ein Überfall!
    Met Rumgeballiterationen
    Und Triointerpretationen!

    Spürst du, wie die Terrorzell‘
    Schert sich in dein Trommelfell?
    Kein Flimmerhaar bleibt ungeschor’n
    Beim Spliss bis über beide Ohr’n
    Die zupfen und ziehen, die greifen und beißen
    Die blasen und schlagen, die rupfen und reißen
    Nur genügt’s denen nicht, dich massiv zu rasier’n
    Die woll’n dich mit Klängen lasziv penetrier’n!

    Sie umschwirr’n dich wie zierlichste Cheerleaderchicks
    Und bezirzt von der Zierde stilistischer Tricks
    Zieht’s dich hin zum Geysir ihrer Lautakrobatik
    Verwirrt, irritiert ob der schieren Ekstatik
    Bis sich glockenklar säuselnd
    Und nackenhaarkräuselnd
    Zungenzärtlich Schall ergießt
    Als Wärmeschwall ins Herz zerfließt
    Ein Ohrenmuschelkuschelflaum
    Der flauschig, wie durchhaucht von Schaum
    Vor schierem Glück verzückt tonal
    Dein blümerantes Lendental
    Was dich, wiewohl man’s anders schreibt
    Zu wohligstem Ohrgasmus treibt

    Du bist, mein Kind, so unverdorb’n
    Drum schütze dich und deine Ohr’n!
    Gib dich nie solcher Wollust hin
    Denn Unheil ist des Wohlklangs Sinn!
    Und lauscht du ihm zu unbekümmert
    Wird vom Rausch dein Hirn zertrümmert

    Obacht, die Macher schöner Worte
    Lungern wieder rum vor Orte
    Und die Schöpfer schöner Töne
    Stimmen ein in das Geklöne …
    Nu wirste süffig eingesahnt!

    Nur sag nicht, du wärst nicht gewarnt!


  • Garden & das siebenhundertsechsundsechzigste Gedicht

    Im Englischen Garten

    Die Malhalblangmachungsvorsätze Ellis und ihre Sondierung

    Du sonderst dich oft ab, als würd‘, werte Elli
    Ein Grund dieser Welt „Jetzt sei sonderbar!“ schrei’n
    Doch es gibt auf dem Kreisrund von uns’rem Erdbälli
    Schon längst keinen Grund mehr zum Sonderbarsein


  • Um die Ecke & das siebenhundertzweiundsechzigste Gedicht

    Alter Nordfriedhof

    Entschluss bei Niesel

    Ein Wetter, das nach Friedhof riecht
    Im Krebsgang durch die Ganglien kriecht

    Ich spür, mein Blut ist einsam grau
    Und krüppelt dumm herum im Stau

    Und der Tag endet einfach, bevor er beginnt
    Da marschieren zu Parties, die hoffnungsfroh sind

    Doch ehe ich nun ganz verstumm‘
    Bring‘ ich diese Welt noch um!


  • Milde Krähen & das siebenhunderteinundsechzigste Gedicht

    Krähen im Englischen Garten

    Der Kosmopolit

    Immer muss ich tanzen
    Mit den alten Schranzen
    Und beherrsch‘ die Schritte
    Nur noch bis zur Mitte!

    Geb‘ dann vor, mein Hampeln wär‘
    Das Know-how vom Laissez-faire


  • MUC-Skyline & das siebenhundertsechzigste Gedicht

    Skyline München

    Eine Vorschau auf ein weiteres 2018er-Projekt von mir – ein Liedtext zu Henry Purcells „But ere we this perform“

    Streitarie

    Du enervierst enorm
    Hast jedes Maß verlor’n
    Dein überheblich‘ Selbstgefall’n
    Dein egomanes Fäusteball’n
    Du hast mein Glück verdorb’n
    Als Dank gilt dir mein Zorn


  • Isarkaskaden & das siebenhundertachtundfünfzigste Gedicht

    Isarkaskaden

    Schnurrgeradeaus

    Ich schnurr‘ gerade
    Um ’ne Wade
    Tipp’se an, klag‘ zwei Miaus
    Fühl‘ mich so viel anspruchsvoller
    Als die Sippe der Wauwaus

    Ich bin so sophisticated
    Das chatmante Biest im Haus

    Shhh – erspar’n Se sich Ihr Murren!
    Denn ich schnurr‘ gerade

    Aus


  • Berliner Inseln & das siebenhundertdreiundfünfzigste Gedicht

    Spreebrücke am Berliner Hauptbahnhof

    Rummelsburger Bucht

    Lass uns

    In den Speckgurt zieh’n,
    Wo in Legebatterien
    Kleinfamiliengroßstadtleute
    Harren als Idyllenmeute;

    Lass uns

    Tüchtig Freilandbabys züchten,
    Die dann in solch Schmähgedichten
    Eines Tages lesen müssen,
    Dass sie doch halt zum gewissen
    Grade Massenware sind.

    Schade, doch egal, mein Kind!


  • Untergrundstation & das siebenhundertzweiundfünfzigste Gedicht

    U-Bahnhof Alexanderplatz

    Zur Aufmunterung

    Wie oft ward das, was dich empörte
    Das prinzipiell Zerstörenswerte
    Dann doch vom Rest der Welt verehrt?

    Und trotzdem lagst du nicht verkehrt


  • Verewigter Stenz & das siebenhunderteinundfünfzigste Gedicht

    Monaco Franze an der Münchner Freiheit

    Hochzeitsgedicht

    Ja,

    ich will mit dir welken
    immer langsamer werden
    statt Pferde nur noch Esel stehl’n
    Auf Wellnessfarm’n mit 66
    die uns verblieb’ne Knete zähl’n

    Würd‘ sogar mit dir walken
    an Nordischen Sticks
    und sorgen dich Falten
    ich seh‘ da doch nix!
    Denn eh wir gänzlich gräulich sind
    sind wir – zwar heuchelnd – farbenblind

    Ich weiß zwar nicht, wie du das siehst
    du rattenscharfes Bräutebiest
    Doch dein Dekolleté ist mir ewig heilig
    und wenn du mir erlaubst, verweil‘ ich
    das mir verblieb’ne Ewigkeitchen
    Wang‘ an Wang‘ an deinem Seitchen
    bis ich tattergreisig im Rollator tapper‘
    mit innerlich fester, nur äußerlich schlapper
    starrsinnsnaher Stetigkeit
    Wir hab’n’s ja eh nicht mehr so weit

    Denn den besten Teil meiner Zeit gab ich dir schon
    nun folgt noch die Treuepunkt-Paybackaktion
    Doch gäb‘ man mir noch mal so’n Leb’n zu verschwenden
    so schenkt‘ ich es dir mit fast gleichvollen Händen
    und
    würd‘ mit dir welken von heute bis morgen
    für jeden Romantisch zwei Stühle besorgen
    würd‘ Wellness und Willkür und Wolken ertragen
    und tät’s selbst in Kirche und Standesamt sagen:

    Lasst den Mond doch mal Mond sein!
    Wat will ick mit Sterne?
    Ich mein‘ das ganz irdisch:
    Ja, hab‘ ditt Girl gerne!
    Sprech‘ den ZugeneigtseinsEid an sich:
    Ick liebe dir /(Strich) liebe dich

    Ich weiß zwar nicht, wie du das siehst
    du rattenscharfes Bräutebiest
    Nur, dass du jetzt vor Scham erglühst
    nicht rot zu werden dich bemühst

    Doch rot ist die Liebe, wie sich nun wieder zeigt
    Auf dass ihre Röte um kein’n Deut erbleicht!

    Mehr Gedichte für Hochzeiten und Geburtstage


Die 272 Städte/Länder der Fotos (2016-2026)


Gedichte/Fotos ausgewählter Tourstationen:

* Costa Rica
* Hawaii
* Indien
* Japan
* Kuba
* Madagaskar
* Malaysia (Borneo)
* Marokko
* Mauritius
* Namibia
* Seychellen
* Sri Lanka


Gedichtthemen:

* Alter, Schmerz, Tod
* Autor & Schreiben
* Berg, Fluss & Tal
* Berlin
* Fahrzeuge
* Frühling
* Gebäude & Urbanes
* Geburtstag/Hochzeit
* Geld & Karriere
* Grusel
* Haus & Heimat
* Herbst
* Internet & Technik
* Kleidung
* Kindheit & Jugend
* Körperteile
* Kunst & Inbrunst
* Länder/Kontinente
* Liebe & Beziehung
* Märchen
* Mord & Totschlag
* München
* Musik & Gesang
* Ostern & Weihnacht
* Pflanzen & Natur
* Poetry Slam
* Politik
* Promis
* Regionales
* Religion & Philo
* Reisen
* Rüpeleien & Tiraden
* Schlafen
* See
* Sex & Erotik
* Sommer
* Speis & Trank
* Sport
* Städte
* Strand/Meer
* Silvester & Wechsel
* Tabak & Alkohol
* Tanzen
* Tiere
* Unsinn
* Wind & Wetter
* Winter


Best of Poetry

Ripostegedichte

Die Oscarballaden

Poetry Slam Gedichte & Videos

Poetry Slam meets Klassik

SLAMMED! – das Buch – zum Sonderpreis!

Über den Autor


Achtzeiler Alter, Tod & Abschied Autor & Schreiben Berg, Fluss & Tal Berlin Dutzendzeiler Einakter Erde Essen Fahrzeuge Feuer Gebäude & Urbanes Geld, Arbeit, Karriere Grusel Haus & Heimat Internet & Technik Kindheit & Jugend Krummzeiler Kuba Kunst & Inbrunst Körperteile Liebe und Beziehung Luft Marokko Mord & Totschlag München Pflanzen & Natur Politik Reisen Religion & Philosophie Ripostegedichte Rüpeleien Schlaf & Langeweile Sechszeiler Sex & Erotik Speis & Trank Städte Tabak & Alkohol Tiere Unsinn Vierzeiler Wasser Wind & Wetter Zehnzeiler Zweizeiler