Aus dem fahrenden Zugfenster späht man nach Glück –
Unerfahren ließ man es am Spieltisch zurück.
Nun lugt es, weiß schillernd vor Möglichkeiten,
Sich hier gediegen auszubreiten.
Man nippte nur am Immergleichen –
Neigungsprüfern auszuweichen,
Galt es in der knappen Zeit.
Ich steh
Am See
Dem abendroten
Und denke an die lieben Toten
An Minuten, verschwendet im Tran meiner Kindheit
Denn skandalös endlich und rar war’n und sind Zeit
Und Aufmerksamkeit, die im Damals geboten
Wär’n sie jetzt hier, am Abendroten
So berichtete ich den verschwundenen Leuten
Wie viel ihrer Wunden mir heute bedeuten
Dass manch ihrer Witze ich heut erst versteh
Nun, natürlich hatte ich Frühling geordert
Doch irgendwie bin ich grad voll überfordert
Denn mit der Flut der Lebensjahre
Verstummt der Mut der Ausschussware
Und Jämmerliches klagt sich ein
Als Dauergast im Kämmerlein
Wie maßlos und wie ungestüm
Prasst nun manch Knospen-Ungetüm
Vorm abgeklung’nen Lebensschwung
Bin sehr, sehr lang schon nicht mehr jung
Ich neide ihm, wie viel an Kraft
Er aus dem Nichts beisammen schafft
Als wüchse jedes Jahr die Mast
Des Frühlings oder der Kontrast
Zu mir, in dem sich nichts mehr regt
Der sorgsam seinen Garten pflegt
Man muss für das Preisen vom heiligen Schein
Ja gar nicht selbst beteiligt sein
Und manche Pracht zeigt sich erst gerne
Aus unauslöschlich weiter Ferne
Und all der Prägesamt ist nun abgesessen
Dieser Platz wird wohl nicht noch mal weitervererbt
Die Käufer des Sessels längst tot und vergessen
Flüstern: „Seid euch gewahr, dass auch ihr einmal sterbt!“
Wir sind zum Überschwang verdammt
Vergänglicher als Prägesamt
Eine Woche später: Man riecht es noch, man sieht es nebenan und glaubt immer noch kaum, wie knapp man daran vorbeigeschrammt ist.
Der Glimpfling
Wie prall, wie hilflos eingepfercht
Steckt in tumber Zentralgewalt patschig dein Leben!
Und alles, was von irgend Wert
Trennt nur noch ein Schrittchen vom „Hat’s mal gegeben –
Ist längstens gewesen!“
Wie willst du das lesen:
Als Ende oder Neuanfang?
Von solchem Punkt geht’s nirgends lang …!
Doch das Schicksal verwöhnt dich mit Strickleitertricks –
Und so gähne denn weiter vorm Rachen zum Nix!
Bleib du noch Idylle
Für einen Moment
Der mich vom Gebrülle
Des Nahenden trennt
Bleib du jene Stille
Vorm vorletzten Schritt
Mich kräftigt kein Wille
Ich bitt‘ nur, ich bitt‘