Traum und Wirklichkeit
Ein Brontosaurus aus Toronto
Räumte nachts im Traum sein Konto
Morgens sah der Bronto, yeah
Konto is ja gar nich leer!
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 36 Länder auf 5 Kontinenten
Gedichte, in denen Tiere die Hauptpersonen sind.

Traum und Wirklichkeit
Ein Brontosaurus aus Toronto
Räumte nachts im Traum sein Konto
Morgens sah der Bronto, yeah
Konto is ja gar nich leer!

Der erste Winter
Wer im Schnee die Meisen tötet
Wird es schwerlich spurlos tun
Jeder Schlachtplatz warnt errötet
Dass die Mörder niemals ruh’n
Schlucken erst die Sonnenblenden
Still und stetig das Verenden
Wird man jeder Wahl verwaisen
Im Jahrhundert ohne Meisen

Ein Froschkeim in Forchheim!
Horch, ein
Storch beim
Forchheimer Markt!
Bringt er uns Babys?
Nee, sein Babe is‘
Dort seit gestern
Eingesargt …

Den Rückertweg am Main entlang …
Reinekes Blues
Meine Fähe
War ’ne zähe
Bis der Bauer sprach:
„I mähe
Heit
Die Weid‘ –
Trotz Fuchsgeruch!“
Schon war die Fäh‘
Nicht zäh genug!

Die Schweinfurt
Man fragt sich, wie kam dieses Schwein
In unsre schöne Stadt hinein?
Nee, grad das fragt man sich ja nicht!
Und nutzlos endet dies Gedicht …

Vor Wolfsburg
Nun, dass das Braune einmal schweigt
Bin ich zu hoffen zwar geneigt
Doch, Ach und Krach, mir fehlt der Glaube
Weil stets die Eleganz verstummt
Wird das Aparte eingedummt
Zum Gären in der Menschentraube
Vom schnellen Urteil eingezäunt
Sind manche Rücken eingebräunt
Von denen, die im Rudel warnen
Im Grunde ist ja schon bekannt
Dass alle Hunde artverwandt
Dies gilt bereits auch vor dem Zahnen

Biertradition
Als Getränk sind Brüss’ler Biere
Ein Geschenk für Rüsseltiere
Man sagt, schon das Mastodon
Kostete manch Mass davon
Nachhaltige Begegnung. Herbstliche Erinnerung an Madagaskar und den Fossa (dessen „o“ im Madagassischen eher wie ein „u“ intoniert wird).
Fossanähe
Ein gewisser Fossa
Stand mir heut im Wege
Panisch schrie ich: „Mussa
Nich in ein Gehege?!“
Das Tier, es maunzte souverän
Beim An-mir-vorübergeh’n –
Führte reines Nichts im Schilde
Und beschämte mich mit Milde
Klar
Es war
Das abgerundetste Katzentier
Das auf Wattetatzen hier
Verwundert meinem Blick auswich
Geduckt ins Dickicht wieder schlich
Bis nach auf Stunden
Gerundeten
Sekunden
Auch sein seidig geschmeidiger munter gewundener rundlicher ungemein langer Schwanz
Ganz
Entschwunden
War
„Hoppsa,“ dachte ich, „so nah
War ich grade einem Raubtier!“
Aber nee – die Nähe, glaubt mir
War mir näher als der Abstand
Mit dem ich mich letztlich abfand
Nächstes Mal versuch’ste mehr –
Kriechst dem Fossa hinterher!

Das dreiviertelige Gedicht auf dem Weg zur 500.
Nie ein Tier zum Scherz … (Erweiterungspaket)
Die ihr
Mühsal
Mahlenden
Muh-Seelen
Mm-mm-mm-muss man
Nicht aus
Muße
Quälen!

Mit diesem Text soll die vermutlich größte Sammlung von Lemurengedichten vorerst abgeschlossen werden. All die Unterarten von Sifakas, Wiesel- und Braunen Lemuren, die ich in diesem Jahr ebenfalls erspäht habe, müssen zunächst noch ohne Untergedicht bleiben. Zusammen mit den Lemurengedichten aus „Mehr Kacheln!“ kommen wir auf nunmehr 13 zoologische Halbaffenpoeme. Da muss man sich erst mal einfühlen. Details später.
Fingertier oder Aye-Aye
Du spleenpralle Laune von Mutter Natur
Du ins Dickicht gefallene Comicfigur
Du göttlich-komödischer Gothicclown
Du fürs Spotlight des Spottes geborener Faun
Schon die Undimension deiner Fledermausohren
Deine schütteren Zotteln, dein buschiger Schwanz
Sie soufflieren, man hätt‘ nur aus Scherz dich geboren
Als ein Schlimmer-geht’s-nimmer – nur war’s das nicht ganz:
Feurig rot schielt ein Augenpaar aus deiner Fratze
Und maskiert deinen Possentanz „Straight outta hell!“
Schaurig besoundtrackt vom Krallen-Gekratze
Des Langfingernagelpaars in XXL
Und messerscharf raspeln Eispickelzähne
Gierig beknabberte Hölzer zu Späne
Es ist so, als wär‘ keine Zelle in dir
Nur halbwegs verwandt mit ’nem richtigen Tier
Du bist in allem übertrieben
Und zwingst uns, grade das zu lieben
Du bist im Großen wie im Kleinen
Entschlossen, Schönheit zu verneinen
Dass wir verstummen wie vorm Grab …
Und jetzt nimm deine Maske ab!
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