Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 36 Länder auf 5 Kontinenten

Feuer

Verse für die Choleriker, denen man Feuer, Sommer, Mittag und die Adoleszenz zuordnet.
Die appellativen und derben Gedichte.
Vom Schmägedicht bis zur Gossenlyrik. Auch mit einem Gedicht von Julia Engelmann, von mir selbst geschrieben.

Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Wasser entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!


  • Tor 23 & das siebenhundertsiebenunddreißigste Gedicht

    Band-Backstage Grend

    Ein Text vom Marilyn’s Army Album „Zeit zu schrei’n“ (2018). Und wie am jeden 23. Dezember nutzen wir diese Backstage für unser Weihnachtskonzert im GREND Essen.

    Keine Beweise

    Du sagst, es sei Zeit zu verstehn
    So könne es nicht weitergehn
    Da gäbs Menschen mit guten Ideen
    Aber ich werd das niemals so sehn

    Keine Beweise
    Wenn ich es nicht will
    Das sind keine Beweise
    Wenn ich es nicht will
    Vielleicht war ich zu leise
    Doch du bist jetzt still!
    Das sind keine Beweise für mich

    Du sagst, es sei letztlich banal
    Man hätte ja eh keine Wahl
    Dass Skrupel und Zweifel vergehn
    Aber ich werd das niemals so sehn

    Du sprichst von den Zeichen der Zeit
    Du wärst für was Neues bereit
    Inzwischen sei zuviel geschehn
    Aber ich werd das niemals so sehn

    Ich erkenn, wie du weichst
    Mit den Falschen die Hände dir reichst
    Mir scheint, ständig gibt’s einen wie dich
    Und immer fehlt einer wie ich


  • Tor 21 & das siebenhundertfünfunddreißigste Gedicht

    Märchenwelt der Linzer Grottenbahn

    Ripostegedicht zu Loriots „Advent“

    Abitus

    Ja, ist es denn verwündowlich
    Dass der Herr von Bülow sich
    Mit denen derer vom Forst überwarf?
    Ihr Sinnen für Humor nicht traf?

    Wer lässt sich schon gerne per Spottvers ermorden?
    So sind die Herrn vorsorglich tätig geworden
    Aus Notwehr mit dem Schrotgewehr –
    Nun lebt der Loriot nicht mehr!

    Die Förster in Firststrikemanier
    Beförderten das Vögeltier
    Ins Jenseits und ölten die Waidmannspistole
    Die fortan die Spötter vom Stamm der Pirole
    Von Stämmen und höheren Rossrücken hole
    Sollten diese die Grenzen der Ethik missachten
    Und Förster ob ihrer Filetstücke schlachten

    Doch was im Geäst da an lästernder Last
    Beim Förstermännchen so verhasst
    Wird weiters umhegt von den Damen der Herrn
    Die die garstigen, drastisch bestraften Strophen
    Von umgelegten Förstern mit Freude verzehr’n

    Und nichts auf der Welt beschützt ewig die Doofen


  • Tor 20 & das siebenhundertvierunddreißigste Gedicht

    Linz Donaubrücke

    Meisterschalen und Schales meistern

    Wenn die blauweißen Knappen ganz knapp unterliegen
    Die Borussia in Russia versäumt hat zu siegen
    Ringt der Ruhrpott mit der Fassung
    Und tränenreich geht’s gleich zur Trainerentlassung

    Doch wie kling’n erst derer Klagen
    Die durch stete Niederlagen
    Strandeten in Unterligen
    Während andre munter siegen

    Ach, wat leiden all die treu’n
    Fans von Wattenscheid 09!
    Fehlt dem VfL die Spannkraft
    Zum Comeback als Fahrstuhlmannschaft?
    Ist für Zebras kein Zaub’rer der Ballkunst zu kriegen
    So ein Kleeblatt ja eh wat für untere Ligen?
    Werd’n irgendwann wohl die Rot-Weissen
    Auch mal wieder etwas reißen?

    Tradition schießt keine Tore
    Ohne Kohle in der Lore
    Setzt du keine Fußballtrends!
    (Dat erklär mal deine Fans …)


  • Tor 18 & das siebenhundertzweiunddreißigste Gedicht

    Linz Hauptplatz

    Eine gute Gelegenheit, darauf hinzuweisen, dass ich mit meiner Band Marilyn’s Army immer am 23. Dezember im Grend in Essen auftrete. Und dabei voraussichtlich auch dieses Lied singe:

    Der Mann im roten Anzug

    Der Mann im roten Anzug
    die Telefonkarte hält er in der Hand
    die Zelle ist frei und der Mann ist bereit
    hinter ihm die Frau in einem schrecklichen Kleid

    Der Mann weiß genau, was zu tun ist
    die Nummer im Kopf, die Bewegung einstudiert
    ein bisschen Routine im beschissenen Leben
    der Mann kriegt die Verbindung und die Frau steht daneben

    An ihrer Seite steht ein plärrendes Kind
    das die Niedlichkeit nicht für sich gepachtet hat
    Passanten passieren, es ist nicht zu verstehn
    Warum hier niemand sagt: Es müsste endlich was geschehn

    Der Mann – er beendet das Gespräch
    sein Restguthaben beträgt zwei Mark und sechzig
    die Frau rückt ihr Kopftuch zurecht
    und denkt sich nur: Mein Gott, was die Welt doch schlecht ist

    Was die Welt doch schlecht ist!
    Naja: obwohl mir das recht ist …


  • Tor 11 & das siebenhundertfünfundzwanzigste Gedicht

    Starnberger See

    Auf Urlaub

    Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist: grau.
    Das Haus dort am See? Nö. Die Berge? Genau!
    Außerdem noch: Die Wiese, der gestrige Stau,
    Die Kühe, die Sonne, der See – alles grau!

    Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist: bunt.
    Ja, Kerl, dat is Käse – du lügst doch, du Hund!
    (Wir steh’n vorm erloschenen Hochofenschlund)
    Dies Metallischmattgraue, dies gräuliche Schwatt
    Der düstere Himmel, die hässliche Stadt
    Von hier oben ins schwärzliche Nichts zu seh’n und
    Sich dran zu erfreuen, na, das nenn ich: bunt.


  • Tor 2 & das siebenhundertsechzehnte Gedicht

    Weihnacht am Berliner Hauptbahnhof

    Dies‘ Jahr keine Geschenke …

    Kerzen! Schmerzen? Herzinfarkt.
    Einsargt vorm Weihnachtsmarkt …


  • Walze & das siebenhundertdreizehnte Gedicht

    Isarwalze

    Wir ziehen uns heute einige poetisch verlirrte Seelen an Land, indem wir dieser Sammlung den begründeten Linktitel geben Poesieblog mit einem Gedicht von Julia Engelmann. Bitte weiterverbreiten!

    Gedicht von Julia Engelmann

    Sie seiert und seiert so inflationär
    Sie eiert und eiert vom Irgendwo her
    Sie bügelt und bügelt sich speckfaltig nett
    Und prügelt und prügelt den Kampfgeist ins Bett

    Festgekrallt an dem Slogan Gedichte zu schreiben
    Wird sie trotz aller Schmerzen bei ihrer Sicht bleiben

    Ach Poesie, ach Poesie!
    Du ungeschüztes Beischlaflager
    Erträgst die letzten Rattennager
    Ohne einmal zu sagen: „Ej, fickt euch ins Knie!“
    Ach Poesie, ach Poesie!


  • An der Weltzeituhr & das siebenhundertelfte Gedicht

    An der Weltzeituhr

    An der Weltzeituhr

    Ja, es hieß: „Um sieben an der Weltzeituhr!“

    Kurz vor acht hab ich mich dann auch zu ihr gesellt
    vergrätzt gedacht: „Jetzt motzt sie nur
    und hat doch alle Zeit der Welt!“


  • Tegernseewasser & das siebenhundertachte Gedicht

    Tegernseewasser

    Be Babylon

    Na, altes Mädchen, den Rock wieder lüften?

    Mein Welthorizont klemmt sich um deine Hüften –
    dem Hort einer Hoch(mut kommt vorm Fall)-Kultur!

    Ein Hoch der zweiströmigen Beinhaarrasur
    für die tätschelnde Klaue am Unversuchten!

    Doch war ja dein Höhenflug schnell überbucht, denn
    es erscholl nach dem XXL-Sündenfall
    nur noch göttlicher Groll: „Sach’ma, spinn’n die denn all?!“

    Und Monsieur ohne Sünd‘ warf den ersten Stein
    direkt in deine Fresse rein

    Die Pimps übernahm’n dein Vermächtnis und Ruder
    Ich frag‘ mich, was noch an dir echt ist, du Luder!

    Man wähnt ja unerschütterlich
    im Genpool unsrer Mütter: dich

    Nur …
    was willst du mit ’nem Babyfon?
    Du bist ’ne Hure, Babylon!


  • Maximiliansbrücke & das siebenhundertdritte Gedicht

    Maximiliansbrücke

    Die richtige Gewichtung

    An einem satten Sonntag
    Nehm ich ein zweites Stückchen Kuchen

    Für die in der Sahne erstickten Tage
    Dürft ihr mich gerne buchen


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