Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 36 Länder auf 5 Kontinenten

Feuer

Verse für die Choleriker, denen man Feuer, Sommer, Mittag und die Adoleszenz zuordnet.
Die appellativen und derben Gedichte.
Vom Schmägedicht bis zur Gossenlyrik. Auch mit einem Gedicht von Julia Engelmann, von mir selbst geschrieben.

Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Wasser entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!


  • Weg zum Belle Vue & das eintausendvierhundertsiebte Gedicht

    Begegnung auf der Straße nach Belle Vue auf La Digue

    Endlosvers der politischen Bildung

    Regierung ertränken,
    Regierung ersaufen,
    Und ohne Bedenken
    ’ne neue einkaufen!

    Ob wir uns an diese dann wirklich gewöhn’n? Na!
    Wir rufen noch fieser – grad, weil es so schön war:

    Regierung ertränken,
    Regierung ersaufen …


  • Anse Intendance & das eintausendvierhundertfünfte Gedicht

    Blick auf den Anse Intendance auf Mahé

    Die poetische Naturbeschreibung in Zeiten von Google Maps

    Lieber Dichter, halt die Fresse –
    Gib uns lieber die Adresse!


  • Félicité & das eintausendvierhundertdritte Gedicht

    Blick auf Félicité

    Puderzucker

    Ich bin ein Was-mit-Puderzucker
    Mäßig guter Schluderschlucker.
    Äß ich alles ohne jenen,
    Säh’s hier jedenfalls nich‘ nach een
    Von schneeigen Teint bestäubten Haupt aus,
    Überhaupt, Maus: wären Stirn und Kinn, die Bäckchen,
    Ebenso mein Anoräkchen
    Nicht gleich herbstlaubbedeckten Alleen,
    Durch die weiche Häuche die Schneeflocken weh’n.

    Insbesondere bei Waffeln
    Ist’s kaum bis zum Mund zu schaffeln,
    Dass nichts von der Waffel fällt –
    Schafft’s dann mal ein Waffelheld,
    Wird sein „Puh!“ das Pu bepusten
    Und der Zuck erzwingt ein Husten.

    Schon ist nach ’nem kurzen Flug er
    Ganz bedeckt von Puderzucker.


  • Flughafen Riem & das eintausendvierhundertste Gedicht

    Flughafen München Riem Abflughalle heute

    Reingefallen!

    Du wusstest es, oder? Die Welt galt der Planung
    Einer Großüberraschung für dich!
    Du verneinst das zu schnell, als wär da keine Ahnung,
    Durch die ein Gewissheitshauch strich.
    Du trichtertest dir doch am Tresen oft ein:
    Das kann’s noch nicht gewesen sein!

    Nun hör der durchs Bühnenbild Huschenden Tuscheln,
    Die selig sich in ihrer Vorfreude kuscheln –
    Was gab’s da nicht Blödes, an dem du genagt,
    Wie schön, wenn da gleich wer mit Löschtaste sagt:
    „Überraschung, Junge! Schau mal da:
    Hinterm Sarg – die Kamera!“

    Du hast dich wirklich gut geschlagen
    Und bist bei allem cool geblieben,
    Noch bis zuletzt fern vom Verzagen!

    Wir hab’n’s ja manchmal übertrieben –
    Doch wussten auch: Der kann was ab!

    Und jetzt erhol dich gut im Grab.


  • Löwenspinne & das eintausenddreihundertneunundneunzigste Gedicht

    Skulptur Pusteblume im Riemer Park

    In der Pflicht: Writing Poems like Tonya Harding

    Du musst hier noch so viele Kniescheiben brechen,
    Noch so viele bleibende Schmähungen rächen,
    Du musst dir noch so oft das Arschloch aufreißen,
    In all deren satte Bequemlichkeit scheißen,
    Du musst ohne Gunst an der Inbrunst dich wärmen
    Und flehentlich grell von dem Wirklichsein schwärmen.

    Du kannst hier nicht mehr auf mehr Wohlwollen warten,
    Musst stur Dinge tun, die nur dir gut geraten,
    Du darfst ihre Ablehnung fortan genießen,
    Du musst hier mit niemanden Frieden noch schließen,
    Bleib einfach alleine – das steht dir so gut!
    Bewahr dir nur eine Begleiterin: Wut.


  • Messe München & das eintausenddreihundertachtundneunzigste Gedicht

    Berggipfelskulptur an der Messe München

    Ein weiterer Songtext von dem in Herbst 2020 erscheinenden neuen Marilyn‘s Army Album „Zeit zu schreien“.

    Nicht mal unverzichtbar (nicht dieses Mal)

    Was dir noch bleibt
    Ist all das nie Verlangte – langt schon so, aha
    Was dich noch treibt
    Ist all das Ungesagte aufzuschreib’n – sowie ein …

    Ein nicht mal unverzichtbarer Verlust von Zeit – und ein
    Ein sichtbar ungeschickter Fehlversuch aus Neid

    Du sagst Dir:
    Nicht dieses Mal
    Nicht dieses Mal
    Es ist wie
    Wie jedes Mal
    Nicht dieses Mal

    Was dich noch treibt
    Ist dieser Nachgeschmack der frühen Euphorien
    Was dir noch bleibt
    Ist nur der Schwur dich noch mal reinzuknien – sowie ein …

    Ein nicht mal unverzichtbarer Verlust von Zeit – und ein
    Ein sichtbar ungeschickter Fehlversuch aus Neid


  • Messestadt West & das eintausenddreihundertsiebenundneunzigste Gedicht

    U-Bahnhof Messestadt West

    Ein weiterer Songtext von dem in Herbst 2020 erscheinenden neuen Marilyn‘s Army Album „Zeit zu schreien“.

    Restlos

    Du hast ’s schon aus Distanz geblickt:
    Dort haust das Glück,
    Dort hausen Worte, die es beschreiben

    Du hattest ungeahntes Glück,
    Du warst geschickt,
    Du hast errechnet: So wird es bleiben.

    Refr.: Wenn wir das löschen, muss es restlos sein –
    In dem, was uns gescheh’n, lässt sich zu leicht was überseh’n.
    Wenn wir erst löschen, woll’n wir rastlos sein –
    Denn sonst ist das machbar, acht‘ ma‘ – (da) drauf!

    Du hast schon aus Reflex geahnt
    Du hast gemahnt,
    Du hast gewarnt, das rächt sich zum Schluss

    Dein Sorgen hat sich nicht bewährt,
    Es blieb verzerrt
    Als blind ins Morgen zielender Stuss

    Refr.

    Du hast schon aus Prinzip gewankt,
    Warst vom Gedanken,
    Wie umtrunken nicht so ganz bei

    Dir ist die andre Meinung klar,
    Doch offenbar
    Schielt die Gewissheit immer nach Freibier.

    Refr.

    Du hast errechnet: So wird es bleiben.
    Du hast errechnet: So wird es bleiben.


  • Le Soleil im Winter & das eintausenddreihundertdreiundneunzigste Gedicht

    Lido di Jesolo Strand im Winter

    Poolitisch motiviert

    Das Meer ist an den Wintertagen
    Einfach keine Möglichkeit.
    Wer will, der mag das hinterfragen –
    Mir scheint zu kostbar meine Zeit.
    Denn statt hinein- gilt‘s einzuschreiten:
    Wir fordern -jetzt- Meermöglichkeiten!


  • Santa Margherita & das eintausenddreihundertsechsundachtzigste Gedicht

    Am Campo Santa Margherita

    Der alten Jungfer

    Bist bis zum Sterben schön gewesen
    Und bliebst doch am Schluss so alleine,
    Warst so begütert wie belesen –
    Und so schöne Beine!
    Derweil du dich so gut gehalten,
    Hielt niemand deine Hand.

    Hier liegt im Grab der zählbar Alten:
    Ein Schatz, der kaum bekannt.


  • Aschermittwoch & das eintausenddreihundertzweiundachtzigste Gedicht

    Karneval von Venedig 2020

    Im Karneval (sieht bislang alles ganz gut aus …)

    Die Schönheit der Kostüme
    Frisst Body-Ungetüme,
    Es lässt vom Karnevalen
    Sich Unmaß überstrahlen.
    Schon schluckt der Schminke Gnade
    Manch Mix der Promenade
    Und kurz erlöscht Vergesslichkeit
    Die grund(s)ätzliche Hässlichkeit.


Die 254 Städte/Länder der Fotos (2016-2025)


Gedichte/Fotos ausgewählter Tourstationen:

* Costa Rica
* Hawaii
* Indien
* Kuba
* Madagaskar
* Malaysia (Borneo)
* Marokko
* Mauritius
* Namibia
* Seychellen
* Sri Lanka


Gedichtthemen:

* Alter, Schmerz, Tod
* Autor & Schreiben
* Berg, Fluss & Tal
* Berlin
* Fahrzeuge
* Frühling
* Gebäude & Urbanes
* Geburtstag/Hochzeit
* Geld & Karriere
* Grusel
* Haus & Heimat
* Herbst
* Internet & Technik
* Kleidung
* Kindheit & Jugend
* Körperteile
* Kunst & Inbrunst
* Länder/Kontinente
* Liebe & Beziehung
* Märchen
* Mord & Totschlag
* München
* Musik & Gesang
* Ostern & Weihnacht
* Pflanzen & Natur
* Poetry Slam
* Politik
* Promis
* Regionales
* Religion & Philo
* Reisen
* Rüpeleien & Tiraden
* Schlafen
* See
* Sex & Erotik
* Sommer
* Speis & Trank
* Sport
* Städte
* Strand/Meer
* Silvester & Wechsel
* Tabak & Alkohol
* Tanzen
* Tiere
* Unsinn
* Wind & Wetter
* Winter


Best of Poetry

Ripostegedichte

Die Oscarballaden

Poetry Slam Gedichte & Videos

Poetry Slam meets Klassik

SLAMMED! – das Buch – zum Sonderpreis!

Über den Autor


Achtzeiler Alter, Tod & Abschied Autor & Schreiben Berg, Fluss & Tal Berlin Dutzendzeiler Einakter Erde Essen Fahrzeuge Feuer Gebäude & Urbanes Geld, Arbeit, Karriere Grusel Haus & Heimat Internet & Technik Kindheit & Jugend Krummzeiler Kuba Kunst & Inbrunst Körperteile Liebe und Beziehung Luft Marokko Mord & Totschlag München Pflanzen & Natur Politik Reisen Religion & Philosophie Ripostegedichte Rüpeleien Schlaf & Langeweile Sechszeiler Sex & Erotik Speis & Trank Städte Tabak & Alkohol Tiere Unsinn Vierzeiler Wasser Wind & Wetter Zehnzeiler Zweizeiler