Die Schönheit der Kostüme
Frisst Body-Ungetüme,
Es lässt vom Karnevalen
Sich Unmaß überstrahlen.
Schon schluckt der Schminke Gnade
Manch Mix der Promenade
Und kurz erlöscht Vergesslichkeit
Die grund(s)ätzliche Hässlichkeit.
Der Prinzregenten Torte Schichten
Wollt‘ ich gern adäquat bedichten,
Wollt‘ des Palminglanz‘ Schokohüllen
Mit fetter Poesie befüllen.
Biskuitlich sowie cremekakaoen
Wollt‘ Vers um Vers ich schichtend bauen.
Allein, auf wirklich adäquaten
Poem gilt’s weiterhin zu warten …
Das Gemäurige umeulen heuer nur noch Spatzen
Und der Trutzburg Schatz beluchsen abgezählte Katzen.
Ihren schiefen Wall umwolfen goldene Retriever
Und des Hofs Bestand gespenstern Unternehmensprüfer.
Um Bankettgelage kelchen coole Starbucks Art-Cups,
Prunkgemächer mächtizieren zwangslegere Startups.
Der Verliese Muff berittern fusselbärt’ge Hipster,
Die „Coole Location -„, twittern, „voll die Athmo gibt’s da!“
Der Weihnachtsbaumhain meines Lebens
Wäre eines der prächtigsten Wildschweinverstecke,
Der Geschenketurm jährlichen Gebens
Reichte bei mir bis zur domhohen Decke,
Das Leid der mich labenden Tierleiberei
Trieft vor rudelauslöschender Schuld,
Doch spricht mich von weit’ren Erklärungen frei:
Die über dem schwärende Huld.
In Italien grinst die Sonne viel breiter,
Blitzt verschmitzt deine käsigen Backen.
Du fühltest zum Ausgleich dich leistungsbereiter
Und denkst du dir nun selbst: Allet klar, Kerl, geh kacken!
Woran du nur nippst hier, füllt dein ganzes Gebiss!
Im Genuss wirkt die Welt doch viel welter!
Momentanrunderneuert bleibt dir dann gewiss,
Du bleibst dieser Sonne ein ewig Verprellter!
Der Aufgussmann (singt für mich den Mittelmaßblues)
Der Aufgussmann ist der bestangezo-
Gene Mensch einer sehr kleinen Welt.
Im Opernhaus säh man das sicher nicht so –
Was er trägt, ist kein Alltagsgefällt.
Sich solche Wirkwelt auszuwählen,
Hab ich all mein Leben lang niemals gepackt.
Ich trug durch die Zeit immerfort dieses quälen-
De Wissen: Ich bin hier trotz Kleidung nur nackt.