Irgendwo im Flaschenhals,
Im Würgegriff von Bahn & Car,
Schmiegt sich an vages Andernfalls
Ein gut durchmischtes Inventar
Aus Fachwerk, Baumarkt und Egal!,
Noch trunken von dem Weine,
Der rund sich aus dem Gestern stahl,
Umsprudelnd das Gegreine
Vom nie gewählten Außenvor –
Als talversenktes Häusermoor.
Zwischen den Spaghettigängen
Spielst du mir das Lied vom Tod
Mit wiederkehr’nden Binnenlängen
Im Endlosschliff als Zugangscode
Zu fast mantrösem Spannungsdrill –
Unfassbar laut und greifbar still.
Als Blasebalg in Atemnot
Zu mundharmonischbangen Klängen
Wattiert mich das Dessertverbot
Zwischen den Spaghettigängen.
Nenn mir ein Merkmal, bevor wir uns trennen,
An dem wir uns zukünftig wiedererkennen,
Wenn windiger Glanz unser Strahlen verwischt,
Bis faltig und fahl sein Gedächtnis erlischt.
Präg du dir den Fingerabdruck von mir ein
Und zieh in Erwägung, ich könnte bald ein
Gänzlich verdorbenes Wesen bewohnen –
Es wird mich die Welt nicht auf Dauer verschonen.
Dann kann selbst die finsterste Zeit nicht die Schemen
Der in uns erinnerten Einigkeit nehmen.
Wir ruh’n wie tot – als zwei Kadaver,
Tief eingesunken im Papaver,
Des‘ strahlend roter Schirme Schatten
Uns höchstfragil Besuch abstatten –
Wie süß vermag ein Tod zu sein?
Schon ist in diesem Blütenmeer
Gar niemand seines Blutes Herr –
Uns winken schwarze Stempel.
Ein jeder scheint ein Kreuz zu sein, wir reden zehn Gebote klein
Das Licht auf den Steinen braucht hier keine Sonne –
Ein tief im „Es war einmal …“ startweg begonne-
Nes sinnenfreudfrommes, quellsprudelndes Glück
Bewahrte sich schadlos als Gnad‘ des berück-
Enden, wurzelbesäufenden Auftaus Moment,
Des‘ Bruderblut man gleich erkennt.
Alles schmeichelt reich und haltig dir,
Löst olle Knotigkeit im schier-
En Erlebnis vom alles umarmenden Leben –
Auf das lasst uns das Glas erheben!
Der DJ sagt, die Sonne spieg‘le sich so schön im Meer,
Die Abrüstungsabkommen gniedeln Soli vor sich her,
Fast jeder plärrt im Casual Dress den Chor von bess‘rer Zeit
Und dancet Konsens auf Depeche Mode – oh, neue Herrlichkeit!
Wie auf Befehl schießt alles Pics vom Sonnenuntergang
Und Seligkeit süßt uns‘re Hits, die zieh‘n sich endlos lang …
Wir hüllen uns ins Badetuch – du niedlich Wesen, du!
Und fragt uns wer, wonach wir suchen, wissen wir‘s im Nu.
Wieviel Klarheit, wieviel Wahrheit lässt sich noch ertragen?
Der DJ mahnt, dies sei auch Arbeit, und posterboyt Entsagen.