Plötzlich stand die Veränderung drohend im Raum,
So als müsst man in Panik geraten.
Nur dich als Betroffene rührte es kaum
Und du sagtest: Da kann man nur warten.
Denn wie viel von dem Umbruch bei Eintritt verglüht –
Das betrachtet man besser von Rändern.
Und wenn im Jahr drauf alles wiedererblüht –
Meist verspürt’s wenig Zwang sich zu ändern.
Rückt Charisma ers’ma auf Sendefrequenz,
Ist’s um Augenwisch zünftig gescheh’n –
Die Metaphysik zaubert Megapräsenz
Und die Wirkmacht drängt Sehnen ins Seh’n!
Der schiere Moment schillert zeitenentrückt –
Von der Strahlkraft und Aura betört.
So lang die Magie der Verführung beglückt,
Wird des Zeitgeists Blabla überhört.
Wo sacht als Verdacht sich ein Geist offenbart,
Sprudelt süßsuggestiv ein Kanal,
Der dir all die Verwirrung des Irrens erspart –
Jeder Lebenswert ist Ritual.
Oh Eshu, treuer Gott der Schelme,
Es häufen sich Gründe für Interventionen!
Die Spießer tragen wieder Helme,
Die Scheinheiligkeit fragt nach scharfen Patronen.
Man rüstet sich mit klaren Bildern,
Hat den Widerspruch eindeutig kanalisiert –
Dies eitle Wissen zu durchwildern
Scheint erlösend, da Einwandsnot langsam pressiert!
Ach Eshu, setze deine Fragen,
Bügle grautönend Wahrheit in Koexistenz,
Polter Zwang aus frisch zu wagen
Und dräng Engstirnigkeit in die Weite, sonst brennt’s!
Viel lieber streif’ ich durch die Täler
Und betrachte die Berge von unten.
Ich schau auf den Nenner anstatt auf den Zähler,
Am Feuerwerk schätz‘ ich die Lunten.
Ein Höhenflug neigt zu verweh‘n,
Zufriedenheit muss tiefer geh‘n.
Sehnsuchtslang senkt sich mein Blick
In das leere Tal –
Ach, Kafire, kehrt zurück,
Segnet unser Mahl
In der verödenden Eintönigkeit!
Dies Dorf durchdröhnt eine Kleingeistigkeit:
Daseinsstumpf stirbt jedes Fest,
Schönheit wird verhöhnt –
Ach, dass ihr mit diesem Nest
Wieder euch versöhnt,
Bin ich von Gott zu erfleh‘n noch bereit.
Ich biete heut die Bettelschale
Umgedreht dir dar –
Dies nimm fortan zum Warnsignale,
Dass ich nicht mit Gna-
De deinen Grund der Schuld abzahle,
Tat’s vordem ich zwar –
Jetzt bleibt der Almosendienst dir verwehrt,
Ich bleibe mittellos, du bist entehrt.