Zur Kostbarkeit
Das Blau der Pfauen berühmt die Natur,
Auch Himmel und Meer zu beleben.
So wie’s auch Salbei und Kornblum‘ tun, nur
Zu viel darf es nicht davon geben!
Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos
Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 38 Länder auf 5 Kontinenten
Gedichte vom Wandeln in Natur und Wald sowie Gedichte, in denen andere Pflanzen die Hauptrolle spielen.

Zur Kostbarkeit
Das Blau der Pfauen berühmt die Natur,
Auch Himmel und Meer zu beleben.
So wie’s auch Salbei und Kornblum‘ tun, nur
Zu viel darf es nicht davon geben!

Die Gärtnerei aus Herrschersicht
Was magst du wohl bezwecken mit
Solch akkuratem Heckenschnitt?
Es lässt ja nur vom ständigen
Beschnitt Natur sich bändigen –
Ein Herrscher der Natur zu sein,
Lädt allzuleicht zum Aufruhr ein.
Aber über kurz und lang
Hat sich’s mit dem Überschwang.
Zwängt man auch das Ausgeheckte
Emsig bremsend ins Perfekte –
Es verlieren Heckentrimmer,
Wenn’s korrekt läuft, letztlich immer.
– Mehr Gedichte über Pflanzen und Natur –

Die Unerbittlichkeit
Der braungebrannte Krumbelag glänzt letzte Kuvertüren,
Ein zartbrutaler Sommertag lässt Welt das Ächzen spüren,
Am Waldrand ringt sich letztes Bäumen gegen sein Verderben
Und jede Wolke trottet treulich spätzuspät ins Gerben.

Die Vollkommenheit
In die herrlichsten Gärten, die der Sommer beblüht,
Wird das Abendrot sehnend sich senken –
Dort auch im Verdruss oder niederschlagsmüd
An vollkommene Schönheit nur denken.

Wegen, wegen, Wegen! (Die Goethe-Ruh am Rochusberg)
Nur wegen Goethe flöte ich,
Der Klötgen Frank (auch: Klöterich),
Auf dem allerletzten Loch –
Und doch die Roch-
Uskapelle hat der Mühen gelohnt
(ich bin nur solch Fußwege nicht mehr gewohnt)!
Mit dem Kirchlein an sich hat es gar nichts zu tun (ich
Find’s weder verwegen, noch richtig ruinig),
Denn es hat ja seit meiner schöngeistigen Häutung
Das Geistliche (meist) für mich keine Bedeutung.
Doch durch des Kreuzwegs Schatten schleich ich
Mich lichtungswärts ins wahre Reich, ich
Hocke müd mich hin im Schauen
Auf die Rüdesheimer Auen.
Und in des Rheins und Weines Weiten …
Da stapeln sich Erhabenheiten.
In solcher Natur wähne ich meinen Segen.
Und bleib‘ auf der Spur von mir ähnlichen Wegen.

Der Sog der Romantik
Dem samtigweichen Nussbaumschatten,
Unter mildgrünfrisch wachsigen Früchten,
Kann niemand bloß Besuch abstatten –
Jeder fühlt sich bemüßigt zu dichten!
Oh, stillschweigend Sog der Romantik in Gärten,
In Dir willt die Kraft deiner Früchte Erhärten!

Hildes Garten
Ich fitsche durch der Hilde Garten,
Wo flix-tausend Kräuterarten
Üppig strahlen vor Aromen.
Und die Sprengkraft von Genomen
Sänftigt sich herab vom Leid –
Alles krönt ein Blütenkleid!
Das trägt die Erlaubnis zur Vollendsgesundung,
Ein Dufthäfen-Tanker auf Weltenumrundung –
So viel und so weit und so endlos im Geben!
Es sprüht die Entfaltung im einfachsten Leben.

Naturen
Das Waldsonnenlicht kitzelt Dunst aus den Böden,
Es streift untreu die Bitte zu bleiben.
Und durch Schatten, die in ihrer Trägheit veröden,
Schwebt Wärme, zersäbelt zu Scheiben.
Anonymes Gesumm flirrt im goldenen Spotlight
Eines Schauspiels, das bedeutungslos einfach nur Licht ist.
Den Ratlosen gilt dies als Gruß ihrer Gottheit,
Da du bloss in den Zeilen von einem Gedicht bist.

Frühling, nochmaliger
Noch einmal locken alle Blüten
Wie ein Befehl zum Neuanfang.
Noch einmal eint Natur das Brüten
Und schaltet in den höchsten Gang.
Noch einmal bäumt sich auf zum Willen
Die frisch entschlüpfte x-te Kraft.
Wie keinmal wird’s die Sehnsucht stillen,
Die tief ins Unerfüllte klafft.

Blüten des Frühlings
In sanften Junge-Mädchen-Farben
Räkeln sich die Äste,
Belecken ihre Winternarben
Und herzen neue Gäste.
Wer backt die Welt so maßlos schön –
Wir steh’n doch nur vor Bäumen!?
Der Farben Pracht erreicht die Höh’n
Von angetrunk’nen Träumen!
Und jede Ahnung fragt schon bang,
Wie lang der Zauber bleibt.
Die Kürze schürt vielleicht den Zwang,
Dass Welt so übertreibt.
– Die 272 Städte/Länder der Fotos (2016-2026)
– Gedichte/Fotos ausgewählter Tourstationen:
* Costa Rica
* Hawaii
* Indien
* Japan
* Kuba
* Madagaskar
* Malaysia (Borneo)
* Marokko
* Mauritius
* Namibia
* Seychellen
* Sri Lanka
– Gedichtthemen:
* Alter, Schmerz, Tod
* Autor & Schreiben
* Berg, Fluss & Tal
* Berlin
* Fahrzeuge
* Frühling
* Gebäude & Urbanes
* Geburtstag/Hochzeit
* Geld & Karriere
* Grusel
* Haus & Heimat
* Herbst
* Internet & Technik
* Kleidung
* Kindheit & Jugend
* Körperteile
* Kunst & Inbrunst
* Länder/Kontinente
* Liebe & Beziehung
* Märchen
* Mord & Totschlag
* München
* Musik & Gesang
* Ostern & Weihnacht
* Pflanzen & Natur
* Poetry Slam
* Politik
* Promis
* Regionales
* Religion & Philo
* Reisen
* Rüpeleien & Tiraden
* Schlafen
* See
* Sex & Erotik
* Sommer
* Speis & Trank
* Sport
* Städte
* Strand/Meer
* Silvester & Wechsel
* Tabak & Alkohol
* Tanzen
* Tiere
* Unsinn
* Wind & Wetter
* Winter
SLAMMED! – das Buch – zum Sonderpreis!
Achtzeiler Alter, Tod & Abschied Autor & Schreiben Berg, Fluss & Tal Berlin Dutzendzeiler Einakter Erde Essen Fahrzeuge Feuer Gebäude & Urbanes Geld, Arbeit, Karriere Grusel Haus & Heimat Internet & Technik Kindheit & Jugend Krummzeiler Kuba Kunst & Inbrunst Körperteile Liebe und Beziehung Luft Marokko Mord & Totschlag München Pflanzen & Natur Politik Reisen Religion & Philosophie Ripostegedichte Rüpeleien Schlaf & Langeweile Sechszeiler Sex & Erotik Speis & Trank Städte Tabak & Alkohol Tiere Unsinn Vierzeiler Wasser Wind & Wetter Zehnzeiler Zweizeiler