Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 36 Länder auf 5 Kontinenten

Luft

Verse für die Sanguiniker, denen man Luft, Frühling, Morgen, Kindheit zuordnet.
Die unbeschwert lustigen, formverliebt selbstgenügsamen Gedichte.
Hort der Sprachspiele und Massenalliterationen.

Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Wasser oder Feuer entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!


  • Vereinsheim & das vierunddreißigste Gedicht

    Rathaus München

    Auch wenn sich in diesem Jahr der Luxus zweier auftrittsfreier Tage zu etwas Lebensnotwendigen entwickeln wird, liebäugele ich mit einem Spontanauftritt heute Abend bei Blickpunkt Spot. Im stets beliebäugelungswerten Vereinsheim Schwabing. Wie das wohl ausgeht?

    Zumündest

    Du, München, wärst so gern wie Mün
    Weil der so groß und mächtig ist?

    Vergiss nicht, dass du ümmerhün
    Zumindest schon mal mündig bist!


  • St. Pauli & das siebenundzwanzigste Gedicht

    Superbude St. Pauli

    Zum Start der letzten Runde im Norden meinem alten Lehrmeisterslam „Hamburg ist Slamburg“ einen Besuch abgestattet. Hier habe ich 2002 von Tina und Hartmut meinen ersten Startplatz für die deutschsprachigen Poetry Slam Meisterschaften in Bern bekommen. Zusammen mit Wehwalt Koslovsky. Der Rest ist Geschichte.
    Zu der gehört in Hamburg seit nunmehr einigen Jahren die Unterbringung der Poetry Slammer in der Superbude St. Pauli, von der viele Kollegen aufrichtige Fans sind – und in die mich die netten Menschen vom Kampf der Künste gleich drei Nächte einquartiert haben. Und da ich hier ungefähr so oft geschlafen habe wie daheim, bekommt die Superbude zum Abschied auch ein Gedicht. Is nur fair. Aber mehr als dies ist mir auch nicht eingefallen:

    Superbude (Sternschanzen & Herrnchancen)

    In seiner Stube
    Will der Bube
    Am Abend nicht alleine sein
    Sudelige Puderpuppen
    Lädt er in die Superbude
    Und auf zwei, drei Weine ein


  • Jetlag & das dreiundzwanzigste Gedicht

    Backstage Wo ist Hola Slam

    Irgendwo zwischen dem Auftritt in Seattle und der Ankunft in Frankfurt wurde der 20. Januar verschluckt. Bin zu müde, um der Sache nachzugehen.

    Nicht in der Lage – die verschobene Zeit

    In Frankfurt hab ich eine Jetlagablage
    Zu der ich, Frank, flugs meine Koffer noch trage
    Denn die MEZ holt sich pardonlos ihr Stück
    Des bei Hinfahrt verlängerten Tages zurück


  • Der Weg zurück, schlaflos nochmals & das zweiundzwanzigste Gedicht

    Seattle Underground

    Die Uhr auf dem Foto sagt alles. Der Morgen nach dem Slam ist der Aufbruch zur Rückreise. Macht die Sache nicht besser. Viele Stunden Flug, viele Stunden Zeitverschiebung. Ich rechne lieber gar nicht erst nach …

    Die Frühaufsteher

    Jede Menge
    Sonnenaufgänge
    Tagesanfänge
    Vogelgesänge

    Aber an Schlaf:
    Nachholbedarf


  • Seattle & das einundzwanzigste Gedicht

    Blick von der Seattle Needle

    Viel Zeit bleibt nicht, um eine zum ersten Mal besuchte Stadt zu begutachten. Der Beiname Rain City wird jedenfalls bestens bedient. Der Pike Place Market bietet Unterschlupf und Fisherman’s Flair. Gefällt.

    Mein Tag in Seattle

    Seattle Needle
    Und Grungerockgegniedel
    Dann Poetrybattle
    Und Schalfentzugschäddel

    Buchstäblich weise steht noch auf dem Zettel:
    Ein kleiner Seat – auf Schwäbisch: Seatle
    Die Aussprache driftet dann doch eh’r zu
    Seemann Kuddel Daddeldu


  • Vulkane & das fünfzehnte Gedicht

    Haleakala auf Maui

    Ursprungstäler gestaltende Vorursprungsberge grüßen aus 3.000 Metern.

    Wollen Vulkane

    Einen Vulkan
    Kann Volker
    Volle Kanne gebrauchen

    Mussernichmehr selber rauchen


  • Descendants & das vierzehnte Gedicht

    Hanalei - am Descendants-Strand auf Kauai

    Heute an jenem Strand scheingejoggt, an dem George Clooney bei eben diesem Bewegungsritual dem Liebhaber seiner Descendants-Gattin begegnet. Auch so etwas gehört verarbeitet:

    Von Beiden

    Ergraut wie George Clooney
    Gebaut wie Wayne Rooney
    Da längst nicht so trendig
    Dort weniger wendig
    So wanke ich auf beider Spuren
    Meine Nerdic Walking Touren


  • Kauaigekauer & das elfte Gedicht

    Hawaii Brandung

    Was soll schon anderes dabei herauskommen, wenn man den ganzen Tag aufs Meer rausschaut?

    Irrtümer der Wasseranrainer

    Oh, sieh an: der Ozean!
    Da grenzt auch unsre Nordsee dran
    Da sind wir hier viel näher dran
    Als beispielsweise Teheran


  • Aloha & das achte Gedicht

    Waimea Beach

    Es gibt diese Auftrittsorte, zu denen man etwas lieber anreist als zu anderen. Und das ist nicht einmal immer die Schuld jener anderen Orte. Handtuch ausbreiten, Spontangedicht schreiben.

    Lässige, highnesslessige Eilande & das Hai-Life

    Trotz Haiwarnung war heut Hawaii
    Wie weiland weitgeh’nd heilandfrei


  • Zwischenstopp & das siebte Gedicht

    Flughafen Los Angeles

    Zwischen Chicago und Hawaii drängt sich immer noch ein kurzes Nippen am hollywoodnahen Bodenstaub. Die kaputten Maschinen von American Airlines vollbringen das Kunststück, hieraus eine Nacht am Flughafen zu machen. Zeit für ein Spontangedicht und die Bran Van Frage: What the hell am I doing drinking in L.A.?

    Vaflogen

    Ich wollt nur nach L.A., hey –
    Und nun bin ich im All, ey!

    PS: Eigentlich sollte jeder siebte Eintrag mit einem Langgedicht locken. Aber um keine Copyright-Streitigkeiten mit Ferrero vom Zaun zu brechen und wohl auch zur Entschlackung meines Aufgabenzettels, möchte ich nun die Losung ausrufen: Ein Slam-Gedicht in jedem zehnten Ei(ntrag)!


Die 254 Städte/Länder der Fotos (2016-2025)


Gedichte/Fotos ausgewählter Tourstationen:

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