Verse für die Sanguiniker, denen man Luft, Frühling, Morgen, Kindheit zuordnet.
Die unbeschwert lustigen, formverliebt selbstgenügsamen Gedichte.
Hort der Sprachspiele und Massenalliterationen.
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Und weil man langgediente Lesebühnengefährten nicht ohne gehen lässt, ein …
Abschiedsgedicht für Till Reiners
Till ist im Grunde kein richtiger Name –
Nur ’ne Silbe, die lieblos in Pässe geschissen.
Doch wenn im halb gefillten Darme
Dich drillt einer MILFs Fist,
Du stillschweigend Dill frisst,
’ne Pill‘ keine Hilf‘ ist,
Ein Will‘ Einweg-Mill ist –
Was gäb‘ man nicht her für ein Reiners Gewissen!?
Ja, wenn so ein Kuckuck das Nachsehen hat,
Dann tut es gleich doppelt so weh!
Den Doppelkuck fuchzt‘s: „Bin vor Sehnsucht stets platt,
Wenn ich einen Siehssieh-Film seh –
Würd mich gern selbst mit Siehssieh trauen,
Anstatt nur guckguck zuzuschauen!“
Ja, wenn so ein Kuckuck das Nachsehen hat,
Dann plagt ihn das große Wehweh!
Das macht aus nem Au, au!
Nen blauzüngelnd Wau-Wau –
Als Chow-Chow sagt Siehssieh der Kuckuck Ade.
Pizzaboten liefern halt
Nicht in dichten Kiefernwald,
Lassen lieber ihre Pfoten
Von dem Platz, wo Kitze koten,
Die von roten Rickenzitzen
Gierig Rohmilch-Shots stibitzen.
Die Pizzaboten liefern stattdessen
Lieber in Städte die Delikatessen,
Wo bekiffte Showbiz-Spitzen
Schon als Kids sich Botox spritzen –
Zotenreich und witzig motzend
Vor die City-Bauten kotzend –
Wohlumworben von devoten
Pizzabotenidioten.
Waldbewohner wie -besitzer
Warten wie gewohnt auf Pizza.
Deren Boten liefern halt
Nicht in dichten Kiefernwald.
Ripostegedicht zu meinem eigenen Text „Hinten im Korn (auf Halmhöh von Malmö)“.
Hinten wie vorn (Das Schaf im Sexfilm)
Dreh ich ’nen Mäh-Porn,
Wird erstmal geschor’n,
Denn
In den Szen’n, die wir drehen,
Soll man das Mäh sehen
Vom Horn bis zum Zeh und
Von hinten wie vorn.