Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 36 Länder auf 5 Kontinenten

Feuer

Verse für die Choleriker, denen man Feuer, Sommer, Mittag und die Adoleszenz zuordnet.
Die appellativen und derben Gedichte.
Vom Schmägedicht bis zur Gossenlyrik. Auch mit einem Gedicht von Julia Engelmann, von mir selbst geschrieben.

Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Wasser entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!


  • Eigengewächse & das fünfhundertvierzigste Gedicht

    Alter Nordfriedhof im Frühling

    Westend Girl

    Du integrierst dir das Viertel als sei es ein Ganzes
    Sagst: „Fehl’n dir die Worte zum Glück, ey, dann tanz es!“
    Neckst die, die sich niemals dem Hier stellen mussten
    Und erlöst altes Denken aus lokalen Krusten
    Du erinnerst dein Kopftuch, doch machst auch FKK
    Nennst das bislang Servierte zu schal und zu starr
    Du gönnst dir ein „Sehr gut“ im schlechten Betragen
    Und reizt deine Schwestern, die nicht genug wagen
    Veralberst ihr Klammern an Uralt-Verboten
    Und kriegst doch zum Ende die besseren Noten
    Du musst dir damit nicht mal selbst was beweisen
    Und burschikos signalisierst du den Greisen
    Und Würde-trag’nden geistig Alten:
    „So, Schnuffis, jetz ma Fresse halten!“
    Weil Tradition und Religion
    Wir instinktiv zu oft verschon’n
    Aber du bist ein Profi im Hürden-Passieren
    Kannst lässig die lästige Würde verlieren
    Wo immer du stehst, geht es nur noch um dich
    Und dein Bruderherz lobt: „Die hört eh nicht auf mich!“
    Du bist die wahre Westend-Queen
    Mit den Füßen in München, im Kopf in Berlin
    Du pegelst das Viertel, lachst, wie simpel das ist:
    „Das Herz zu den Herzen – und der Mist auf den Mist!“


  • Buchmesse 2017 & das fünfhundertneununddreißigste Gedicht

    Buchmesse Leipzig 2017

    Die erste Version von „Slammed!“ ist vollendet – passenderweise zur Leipziger Buchmesse. Und ein Verlagsvertrag unterschrieben …

    Stammwürze

    Ich würze nur mit Petersilie und Lauch
    An schwierigen Tagen geht a Liebstöckel auch
    Doch Majoran und Koriander
    Bringen’s zu sehr durcheinander
    Das brauch ich gar nicht zu entdecken
    Hat auch der fremder Länder Brut Flut
    ‚Ne Freud dran, hin und her zu schmecken –
    Ich weiß, was meinem Magen gut tut
    Und das Normale schmeckt nur fad
    Weil es in einer Ordnung harrt
    Ein Teller ist halt kein Bazar
    Wenn’s euch gefällt – na, wunderbar!
    Ich muss nichts Unbekanntes kauen
    Vom Tellerrand nach sonstwo schauen

    Ich würze nur mit Petersilie und Lauch
    Und an schwierigen Tagen tut’s a Liebstöckel auch
    Vom Würzen wird der Mensch nicht satt
    Grad, wenn es keine Ordnung hat
    Und Majoran und Koriander
    Die machen schwirr und durcheinander
    Was soll man da jetzt übertreiben?
    Was richtig war, darf’s doch auch bleiben
    Integrieren ist löblich, nur nicht gleich ins Essen
    Wir haben hier so was auch sonst nicht gegessen!

    Mag sein, dort locken arabische Schätze
    Und da asiatischer Kräuterfuror
    Erspart mir die Mätzchen osmanischer Meze
    Ich muss auch nicht essen wie irgendein Mohr
    Ein Teller ist halt kein Bazar
    Mir rücken die Würzstreuer einfach zu nah!
    Schon droh’n sie: Wir kämen schon auf den Geschmack
    Und treten das Glück unsrer Ordnung zu Scherben
    Bald führt uns kein Weg mehr zurück und dann, zack:
    Wird die letzte Kartoffel an Rosmarin sterben!

    Ich pflanz‘ auf ihr Grab Petersilie und Lauch
    In solch schwerer Zeit ginge Liebstöckel auch
    Und andres Gewürz kommt mir nicht in den Bauch!

    So will es die Ordnung, so will es der Brauch …


  • Hütte 2 & das fünfhundertsechsunddreißigste Gedicht

    Hütte am Isarufer

    Der formale Zwilling zum gestrigen Text.

    Im Haus der Frommen

    Oh, nimm dein stets brütendes Herz in die Hand
    Gesandter des Lächelns und Melkknecht von Resten!
    Das Beste an uns ist das einende Band
    Der Sand im Gemäuer der frommen Leuts Festen

    Verbannte, die jenseits der Mauern verrohten
    Uns testeten, festigten, ständig bedrohten
    Veränderten nichts auf dem irdischen Scheibchen
    Belasteten nur unsre fleischlichen Leibchen


  • Hütte 1 & das fünfhundertfünfunddreißigste Gedicht

    Im Wald von Ludwigshöhe bei Ebersberg

    Im Haus der Sünder

    Oh, reiß dir das kalbende Herz aus der Brust!
    Dann huste die Blutleere rosig und plünder‘
    Gesünderen Seelen entflohene Lust
    Aus Musterregalen im Hüttchen der Sünder

    Dort, prustend vor höhnischem Lachen, erspähten
    Wir mündervereinigend Kalamitäten
    Gleich von uns angepüstelten Sahnehäubchen
    Und schlürften vom Boden verendete Täubchen


  • Bringschuld & das fünfhundertdreiunddreißigste Gedicht

    Hohenschäftlarn

    Huch, diese Woche war ich wirklich sehr unzuverlässig mit den Gedichtelieferungen – verzeiht!

    Zur Erklärung

    Muss gestehen, meine Liebe:
    Kann nicht wirklich lange bleiben
    Habe grad ein Buch zu schreiben
    Auch wenn’s heißt, wer schreibt, der bliebe


  • Simpel & das fünfhunderteinunddreißigste Gedicht

    Thalkirchen, Isarauen

    3Satzrechnung

    Die Idylle vor der Türe
    Knüllesein vom neunten Biere
    Sattgeküsst im Sonnenschein …

    Ja, manchmal kann es einfach sein!


  • Im Stammrestaurant zu F’hain & das fünfhundertachtundzwanzigste Gedicht

    Kültürzeit in der Simon-Dach-Straße

    (Über-)Kreuzreim? Paarreim? Weder noch?

    Friedrichshain in Berlin

    Ersma wollten alle herzieh’n
    Nu woll’n alle drüber herzieh’n …?
    Hab dein Toll-Sein dir verzieh’n
    Soll’n die ander’n sich verzieh’n!


  • Carnevale & das fünfhundertfünfundzwanzigste Gedicht

    Karneval in Venedig

    Immer Evelyn!

    Für die Massen-Maskerade
    Ist dir dein Charisma zu schade –
    Du kasperst rum auf maskulin
    Und malst ’n Akt von Evelyn


  • Schattendasein & das fünfhundertzwanzigste Gedicht

    Schatten meiner Selbst

    Die Beschattung

    Ich hab’n Schatten und du hast’n Schatten
    Es scheint, dass die beiden einander begatten

    „Die Szene lässt sich nur entschärfen
    Wenn wir uns aufeinander werfen
    Das Zwei-Personen-Sein verneinen
    Uns sonnenzugewandt vereinen!“

    Als du hernach hechelnd fragst: „Ey, wat soll dat’n?!“
    Sind wir schon ein einziger, lächelnder Schatten


  • Staffelsee & das fünfhundertachtzehnte Gedicht

    Vereister Staffelsee

    Der Kompromiss

    Nun ist das letzte Eis gebrochen
    (wie man sich vom Gespräch versprochen)
    Und alles schwelgt in Harmonie

    Ich frag mich: Wofür brauch ich die …?


Die 254 Städte/Länder der Fotos (2016-2025)


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