Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 36 Länder auf 5 Kontinenten

Feuer

Verse für die Choleriker, denen man Feuer, Sommer, Mittag und die Adoleszenz zuordnet.
Die appellativen und derben Gedichte.
Vom Schmägedicht bis zur Gossenlyrik. Auch mit einem Gedicht von Julia Engelmann, von mir selbst geschrieben.

Sollte Ihnen ein hier eingereihtes Gedicht eher den anderen Kategorien Erde, Luft oder Wasser entsprechen, bitte ich, mir eine Nachricht über www.hirnpoma.de zukommen zu lassen!


  • Flughunde & das eintausenddreiundsiebzigste Gedicht

    Flughundebäume bei Thanamalwiwa

    Und schließlich mein drittes Ripostegedicht zu Fontanes „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“

    Herr von Ribbeck junior im Havelland

    Herr von Ribbeck junior im Havelland
    Ein Birnbaum auf seinem Erbgrund stand
    Und kam die goldene Herbsteszeit
    Rief er: „Ihr lieben Bauernleut‘

    Ward schon als Kind nicht reich an Hirnen
    Doch pflegtet ihr, die weichen Birnen
    Euch cool und geschwind in die Mäuler zu drücken –
    Nun sollt ihr dies Zeug für die Kühlhäuser pflücken!

    Ihr nennt mich zwar den Knausersohn
    Doch zahl ich euch den Mindestlohn!
    Der reicht für euch (plus Family)
    Für ein McDonald’s-Sparmenü!

    Ich weiß, dass es meinen Herrn Vater nicht störte
    Dass das, was ihr aßet, euch gar nicht gehörte
    Doch stillt ein Empfangen von mildtät’gen Gaben
    Ja nicht das Verlangen nach Mehrung von Haben!

    Wer immer alles gleich verzehrt
    Wohl niemals seinen Reichtum mehrt!
    Ich weise den Weg euch zu kostbarer Währung
    Und fort von dem Joch bloßer Rohkosternährung!

    Denn kommt die goldene Herbstzeit
    Stell ich euch ein zur Lohnarbeit!

    Wofür du deinen Lehnsherrn lobst
    Ist nicht der Freibezug von Obst!
    So hat euch mein Vater zufrieden gestellt
    Aber ich öffne euch nun die Tore zur Welt!“

    Bald wurd’n die Blagen ründlich breit
    Im Havelland, zur Gründerzeit

    Und gleich wurde vom Volk er erfolgreich genannt:
    Der Herr von Ribbeck junior im Havelland


  • Minneriya & das eintausendzweiundsiebzigste Gedicht

    Seerosen beim Minneriya Nationalpark

    Zweites Ripostegedicht zu Fontanes „Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland“

    Von Birnen und Äppeln

    Das Ladengeschäft namens Gravis im Tal
    Führt Must-Have-Produkte (die mir recht egal)
    Und kommt zur Ladenöffnungszeit
    (denn zum iStore beim Rathaus ist’s gar nicht so weit)
    Am Laden vorbei so ein hipsternder Seppel
    So flüstert’s: „Kemmst eina? I geb dia’n Apple!“


  • Kruppwaldentree & das eintausendfünfundsechzigste Gedicht

    Herbstlicher Kruppwald auf privatestem Privatbesitz

    Deine Treue (Ein pragmatisches Liebesgedicht)

    In einen wie mich könnt ich mich nicht verlieben!
    Und find’s pfundig mutig, dass du’s dennoch warst …
    Nach all den Disputen, die uns schier zerrieben
    Bin immer noch ich es, mit dem du dich paarst!


  • Promenadeplatz & das eintausendzweiundsechzigste Gedicht

    Weihnachtsvorberietung am Promenadeplatz München

    Durchboxer

    Ich taumle durch meiner Verzweiflung Ring
    Und überall schwappt’s über!
    Ich zerdeppre die Dinge, an denen ich hing

    Ich bin, mein Schatz, hinüber


  • Slam 2018 & das eintausendsechzigste Gedicht

    Vorm 25 Hours Hotel

    Ausschnitt aus dem für den Feature-Auftritt beim Slam 2018 geschriebenen k.u.k.-Teamtext

    Ein Geschenk

    Ja, Hallöchen, Popöchen – wen ham wir denn da?!
    Ihr versmaßtauben, kross-fritierten Schweineöhrchen!
    „Mein Gott, Mutti, ich glaub’s nich – da steh’n k.u.k!“
    Na, Zeit wird’s für Woah!s oder Boah!s oder Böah!chen!

    Wir sind keine Prinzen, wir sind keine Bettler –
    Auch wenn wir so aussehn –, nicht Waldorf und Statler,
    Wir sind auch ganz sicher nicht Schiller und Goethen –
    Wir sind k.u.k. – Yeah! – Koslovsky und Klötgen!
    Das reimt sich nun echt nicht! – Es sei uns verziehen!
    Wat hab’n wir ob unreiner Reime gespieen …!
    Die sich ernsthaft beim Slam in das Bühnenlicht drängen
    Man fragt sich: Wie tief können Messlatten hängen?
    Doch wenn’s nicht gelingt, Stümperei zu vermindern
    Dann lässt sich ’ne Engelmann ooch nich verhindern!
    Uns war’s stets Passion, unsre Zeil’n zu vollenden
    Anstatt sie mit seiernden Pathos zu schänden

    Auch wenn’s für uns Zeit war, die Segel zu streichen
    Zieh’n wir heut die Säbel, die Jury zu eichen!
    Drum nehmt unsern Rat an und lasst euch nicht blenden
    Von denen, die hier ihre Seele verpfänden
    Und spritzig wie aalglatt euch nach dem Mund reden
    „Die sprechen mir voll aus der Seele!“ – Auf jeden!
    Vieles wurde ja ausschließlich dafür geschrieben!
    Und das ist gar nicht ehrlich. – Nö, nur hintertrieben!
    Ist was altherrenwitzig, was unsäglich trist
    Straft’s ab, sobald es eklig ist!
    Doch sind Inbrunst und Verve auch im Wortschatz zu seh’n
    So hadert nicht lange und zückt eure Zehn!


  • Potsdamer Tor & das eintausendsiebenundfünfzigste Gedicht

    Brandenburger Tor von Potsdam

    Unerwarteter Erfolg

    EINLADUNG ZUM KÖRPERPICKNICK
    Jede/r bringt was mit!

    Eigentlich ein lauer Ficktrick …
    Doch manch Braut gefiel die Masche
    Dass sich’s staute beim Genasche
    Im entblössten Schritt


  • Molecule Man & das eintausendfünfundfünfzigste Gedicht

    Molecule Man

    SEV again

    Berlin, du verkorkstes Gerippe von Stadt
    Wann kriegst du ma irgendwas hin
    Du krüppelst dich cool mit: Wer nix hat

    Der hat

    Am Ende noch nicht einmal Sinn


  • Rudolfplatz & das eintausenddreiundfünfzigste Gedicht

    Rudolfplatz in Berlin Friedrichshain

    Im Pendlerzug

    Ich stecke im Berufsverkehr
    Und kenne mich nicht aus
    Mein Handgepäck ist viel zu schwer
    Weiß quasi nix von Staus
    Ich hätte gern wie ihr zu tun
    Doch künstler‘ durch das Leben
    Begünstigt mich dies Dasein nun?
    Plagt euch grad Neid? – Nö. – Eben.


  • Lörrach & das eintausendzweiundfünfzigste Gedicht

    Stilleben am Senser Platz in Lörrach

    Schöpfer der Kleinstadtplastik

    Als großer Mann der Kleinstadtplastik
    Löst‘ ich mich vom Soll
    Ich fall‘ hier niemandem zur Last – ich
    Stell‘ nur alles voll

    Auch wenn das von mir Aufgestellte
    Man weder liebt noch hasst
    Zeigt mir den Ort auf dieser Welt, zu
    Dem solch‘ Ruch nicht passt!


  • Petersplatz & das eintausendeinundfünfzigste Gedicht

    Blick vom Alten Peter

    Der Sinn des Lebens

    Möcht ich mit dem Rest Elan noch etwas bezwecken?
    Gibt es einen lohnend Wert für mich zu entdecken?
    Soll ich in der Niederwelt wieder suchend taumeln?
    Oder lass ich unterm Glied frei mein Säckchen baumeln?

    Letzteres soll fortan sein: Sinn von meinem Leben!
    Habe dieser rohen Welt doch noch was zu geben …


Die 254 Städte/Länder der Fotos (2016-2025)


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