Frank Klötgen – Post Poetry Slam – immer frische Gedichte & Fotos

Seit 2016. Auf Globetrotter-Slam-Tour durch bislang 36 Länder auf 5 Kontinenten

Essen

Meine Heimatstadt, obschon 1998 gen Hamburg verlassen, ist immer noch jedes Jahr für mindestens sechs Auftritte und unzählige Zwischenstopps gut.
Jede Menge Essen-Gedichte finden sich in meinem Buch „Büdchenzauber und Zechenverse“ (http://www.conbook-verlag.de/buecher/ruhrgebiet/)


  • Zweiter Wintereinbruch & das zweitausendachthundertvierte Gedicht

    Schnee im Garten von Bredeney

    Vortauzeit

    Im Schnee ahnt sich nichts, dass er bald schon verschwindet,
    Dass ein Tauwetter kommt und den Tusch überwindet,
    Den er gewichtig angestimmt,
    Und aller Schicht die Deckkraft nimmt.

    Sein Intermezzo bleibt als Stück,
    Vom Schnellfall angespielt,
    Es variiert allein darin,
    Wie lang er dies Jahr hielt.


  • Zur Platte & das zweitausendachthundertzweite Gedicht

    Winterlicher Gasthof Zur Platte von Werden aus

    Mal so nebenbei …

    Nuancen sind die leibhaft’gen Perl’n vor die Säue –
    Und doch halte unbeugsam ihnen die Treue!


  • Wintereinbruch & das zweitausendachthunderterste Gedicht

    Winter in NRW 2026

    Wind?

    „Was,“ fragst du verängstigt, „sind das für Geräusche?“
    Besänftigend sag ich: „Wenn ich mich nicht täusche,
    War das grade das hohle und höhnende Gähnen
    Von Fleischfetzen schnetzelnden Wolfszombiezähnen.
    Das andre der schrille Pfiff vor dem Gesinge
    Einer auf dein Genick ziel’nden Blitzfallbeilklinge.
    Und schließlich die Hex, die ans Fensterchen drückt
    Und schon die Zerstückelungsrostmesser zückt.
    Vor den’n sind wir drinnen hier sicher, mein Kind!
    Aber fürchte den nie zu berechnenden Wind …!


  • Schwanzmeisen & das zweitausendachthundertste Gedicht

    Schwanzmeisen im Winter

    Und Trumps Friedensnobelpreis geht an:

    Maria Machado aus Venezuela.
    Oh, das vergrätzt unsren eifrigen Kriegsgräberzähler!
    Ob’s fünf, acht, ob’s zehn war’n – das ist eine Schlappe
    Trotz der von den Schleimern der FIFA verlieh’nen Attrappe.
    Nun, wenn’s mit dem Frieden nix wird, wird ’ne Umschulung lohnen:
    Wie wär’s mit dem Nobelpreis für Blitzinvasionen?


  • Neujahrsschnee & das zweitausendsiebenhundertneunundneunzigste Gedicht

    Neuschnee im Kruppwald

    Das schaffst du

    Man sagt, dass man an seinen Aufgaben wächst
    Und vom Lernprozess dreh’n die Propeller …!
    Doch trotz deren Rotation hebt man nicht ab,

    Denn die Aufgaben wachsen noch schneller.


  • Weihnachtsmarkthimmel & das zweitausendsiebenhundertneunundsiebzigste Gedicht

    Weihnachtspyramide am Weihnachtsmarkt Essen

    Oktober (Jahresrückblick 2025)

    Hoch über den Stadtbildern, aus den’n unsre Töchterlein fliehn
    Sieht man nun südwärts die Zugvögel ziehn.
    Sie transportieren Grippeviren,
    Die Geflügelfarmen anvisieren
    Und Massenmasthofbauern keulen
    Gänse, Enten, Hühner, Eulen.
    Doch die Vögel sind ganz ohne Hintersinn hier –
    Sie sind auf dem Weg in ein Winterquartier.

    „Hey, ihr Vögel da oben, was ist euer Ziel?“
    „Naja, da gibt’s ja nicht mehr viel …
    In Darfur wütet der RSF grad mit Graus –
    Fast 500 Tote im Krankenhaus.
    In Rio sind 120 verendet,
    Ein Bürgerkrieg noch abgewendet,
    Nach Gemetzeln zwischen Cops und Favela-Familien.
    Naja, und is halt eh Brasilien …!
    Florida dämmert im Shutdown dahin,
    Argentinien macht unter Milei keinen Sinn
    Auch nach Syrien zurückzukehr’n, wär noch nicht cool,
    Bestätigte Herr Wadepfuhl.
    Nur noch Krieg und politische Vollkatastrophen –
    Da bekäm dies Gedicht ganz schnell zu viele Strophen!
    Ein Schwarm von uns ist, ungelogen,
    Drum grad gen Gaza abgebogen,
    Um sich dort zu bewerben als Friedenstauben.
    Wir dachten, die wollen ’n Scherz sich erlauben,
    Doch man hat sie tatsächlich als solche verbraten
    Im Fastfood-Menu der Vereinigten Staaten.“

    Es bleib’n die Verbrecher beider Seiten in charge –
    Da wittert man abermals baldigen Knatsch:
    Kaum ist ’ne Seite genervt von dem Friedensvertragwisch,
    Serviert man wohl prompt einen tödlichen Nachtisch.
    Denn ’ne hochdosierte Schlacht-Entfaltung
    Dient beiderseits der Machterhaltung.
    Und die Hamas übt schon mal an den eigenen Leuten,
    Denn ein Widerwort muss Spionage bedeuten –
    Und die soll’n lern’n, wer hier wieder der Babo is
    Und schon bei ’ner Zwischenfallandeutung bombt jetzt die Is-
    raelische Luftkraft ’nen Vergeltungsschlag.
    Und dieser Ausnahmefall passiert fast jeden Tag!

    Hm, das mit der Waffenruhe hat anfangs mal besser geklungen …?
    Nun, auch Nicole hat von „Ein BISSCHEN Frieden“ gesungen –
    Und a bisserl was geht immer!
    Vorher war’s durchaus noch schlimmer …

    Hey, ihr Vögel da oben – um euer Ziel zu erreichen,
    Muss eure Route einem Zickzackkurs gleichen
    Und niemals lasst den Spaß euch nehmen,
    Zu segeln zwischen den Extremen!

    Mal mit Tomahawk-Versprechung’n Selensky stützen,
    Dann den Intressen Putins nützen,
    Mal wird beinhart von der Brüssler Rotte
    Das Sanktionspaket Nr. 19 verhängt,
    Derweil die Russ’sche Schattenflotte
    Wohl bald 2.000 Schiffe lenkt.
    Ja, ein Biomatsch darf jetzt nicht mehr Veggiewurst heißen,
    Aber sonst kann man uns gerne weiterbescheißen …

    In Berlin muss Steinmeier hinaus –
    Das Schloss Bellevue wird restauriert,
    Der Ostflügel vom Weißen Haus
    Dagegen restlos wegplaniert,
    Weil der Schlossherr verlangt, einen Ballsaal zu kriegen –
    Nun, das wisst ihr, mit einem Flügel kann man nicht sehr lang fliegen.
    Und vielleicht ist’s ja mit Trumps Höhenflug
    Im nächsten Jahr dann auch genug, liebe Vögel?


  • Internationaler Weihnachtsmarkt Essen & das zweitausendsiebenhundertachtundsiebzigste Gedicht

    Internationaler Weihnachtsmarkt Essen, Entree

    Ein Bissen Frieden (Jahresrückblick 2025)

    Wieder nur Kriege im Nachrichtenteil –
    Ich muss sag’n, so langsam … find ich’s nicht mehr geil.
    Zumindest Gaza – falls mich jemand fragt –
    Hätt ich gern mal abgehakt.

    Ich weiß, wie man Kriege vom Globus entfernt –
    Ich hab ja noch letzt‘ Jahr in Fastfood gelernt.
    Man füttert Partei’n wie die Mutter das Kind –
    Drum Maul auf, das Mahl beginnt!

    Ein Bissen Frieden, ein Bissen Resthass
    Für Onkel Bibi und Tante Hamas.
    ‚N Bissen drücken, ’n Bissen schlucken,
    ‚N Bissen würgen und übergeb’n
    Für 20 Geiseln 1.000 Gefang’ne,
    ’n paar Meter Rückzug – das sollte langen.
    Gebt die Pistolen, eh wir sie holen
    Oder versteckt sie! Ist auch egal.

    Ich schließ meine Lider, dann seh ich nicht mehr:
    Nach Widerwort stirbt ein Kollaborateur,
    Null Tage, die ganz ohne Zwischenfall sind –
    Doch Maul auf, das Mahl beginnt!

    Ein Bissen Frieden, ein Bissen Resthass
    Für Onkel Bibi und Tante Hamas.
    ‚N Bissen drücken, ’n Bissen schlucken,
    ‚N Bissen würgen und übergeb’n
    Für 20 Geiseln 1.000 Gefang’ne –
    Darf’s noch was mehr sein? Nee, sollte langen.
    Nur Adam Riese bekommt ’ne Krise
    Bei diesem zahnlosen Friedensplan.

    Kariös grient dies Gebiss –
    Schön, dass Trump zufrieden is!


  • Sternenhimmel & das zweitausendsiebenhundertsiebenundsiebzigste Gedicht

    Essener Weihnachtsmarkthimmel

    Keine Karriere

    Sterne am Himmel,
    Gern auch am Pimmel,
    Ferner: im Hoden.

    Sterne am Boden.


  • Gingko & das zweitausendsiebenhundertsechsundsiebzigste Gedicht

    Gingko, entlaubt

    Der Kater

    Ich habe grad sehr viel sehr Totes im Mund
    (es lässt sich nicht runder beschreiben).
    Es schmeckt nicht gemütlich, es schmeckt nicht gesund,
    Doch verkündet: „Hier werd ich heut bleiben!“


  • Filmstudio Glückauf & das zweitausendsiebenhundertvierundsiebzigste Gedicht

    Filmstudio Glückaufin Essen-Rüttenscheid

    Heute Premiere

    Wie oft habe ich Ungewisses
    In wartende Mikros gesprochen!
    Gedacht: Für die Premiere isses
    ’n Tag zu früh, vielleicht Wochen …

    Ich kenne dieses Gefühl viel besser –
    Ich fühle mich sich’rer in Unsicherheit.
    Ich stürme beständig in offene Messer –
    Nur mein müdes Ich flüstert: Ich bin’s langsam leid!


Die 254 Städte/Länder der Fotos (2016-2025)


Gedichte/Fotos ausgewählter Tourstationen:

* Costa Rica
* Hawaii
* Indien
* Kuba
* Madagaskar
* Malaysia (Borneo)
* Marokko
* Mauritius
* Namibia
* Seychellen
* Sri Lanka


Gedichtthemen:

* Alter, Schmerz, Tod
* Autor & Schreiben
* Berg, Fluss & Tal
* Berlin
* Fahrzeuge
* Frühling
* Gebäude & Urbanes
* Geburtstag/Hochzeit
* Geld & Karriere
* Grusel
* Haus & Heimat
* Herbst
* Internet & Technik
* Kleidung
* Kindheit & Jugend
* Körperteile
* Kunst & Inbrunst
* Länder/Kontinente
* Liebe & Beziehung
* Märchen
* Mord & Totschlag
* München
* Musik & Gesang
* Ostern & Weihnacht
* Pflanzen & Natur
* Poetry Slam
* Politik
* Promis
* Regionales
* Religion & Philo
* Reisen
* Rüpeleien & Tiraden
* Schlafen
* See
* Sex & Erotik
* Sommer
* Speis & Trank
* Sport
* Städte
* Strand/Meer
* Silvester & Wechsel
* Tabak & Alkohol
* Tanzen
* Tiere
* Unsinn
* Wind & Wetter
* Winter


Best of Poetry

Ripostegedichte

Die Oscarballaden

Poetry Slam Gedichte & Videos

Poetry Slam meets Klassik

SLAMMED! – das Buch – zum Sonderpreis!

Über den Autor


Achtzeiler Alter, Tod & Abschied Autor & Schreiben Berg, Fluss & Tal Berlin Dutzendzeiler Einakter Erde Essen Fahrzeuge Feuer Gebäude & Urbanes Geld, Arbeit, Karriere Grusel Haus & Heimat Internet & Technik Kindheit & Jugend Krummzeiler Kuba Kunst & Inbrunst Körperteile Liebe und Beziehung Luft Marokko Mord & Totschlag München Pflanzen & Natur Politik Reisen Religion & Philosophie Ripostegedichte Rüpeleien Schlaf & Langeweile Sechszeiler Sex & Erotik Speis & Trank Städte Tabak & Alkohol Tiere Unsinn Vierzeiler Wasser Wind & Wetter Zehnzeiler Zweizeiler