Was nimmst du nun mit aus Italien
Außer Panettone im Magen?
Die vom Abend gewobenen Lichtjalousien,
Die nachts noch gelockerten Kragen,
Die Farbfülle, die all das Mauerwerk stützt,
Jede Palme, die Mittelland trutzt.
Ich denke, so sehr’s seinen Einwohnern nützt,
Wird’s noch mehr vom Besucher genutzt.
Ich habe heut eine sehr schöne Idee
Aufgelöst in Alkohol,
Dessen Drang nach Zerstörung ich schlecht widersteh,
Ruft irgendwo ein Vers: „Zum Wohl!“
Es blieb bloß ein Rest von Rosinenteilgröße,
Umsudelt von keimigen Seim.
Mich schämte so sehr ob der Farce seiner Blöße,
Dass ich mir erspart jeden weiteren Reim!
Es gibt Orte, da bleiben betrübende Leute
Ganz ernsthaft ihr Leben lang wohnen.
Die schütteln den Kopf, wenn die Lebenszeit meutert:
„Ich will mich mal irgendwann lohnen!“
Es gibt Orte, die saugen sich alle Bedeutung
Aus früh überlass‘nem Gebein.
Es gibt Orte, da wird man geboren als Beute –
Ihr solltet das Hängen üben!
Denn was folgt nach erfolgreichem Schrei’n?
Lasst roll’n eurer Gegnerschafts Rüben!
Dass das Wort einer Tat rasch voraus prescht, mag sein –
Deshalb müsst ihr sie üben, die Aufhängerei –
Zieht den Strang nicht zurück, sondern fest!
Studiert unbeirrte Gefolgstyrannei
Zunächst an euch selbst mal – zum Test!
Im Herbst schaut die Sonne nur brummelnd herunter:
„Ick komm heut nur wegen dem Licht!“
Schon geht sie im Rücken der Häuserwand unter –
Die scheint mir jetzt doppelt so dicht.
Die Häppchen bemüh’n sich den Fakt auszublenden:
Der Hauptgang fällt weiterhin aus!
Die Startformation ist schon ready zu wenden –
Im Schlepptau verebbt ihr Applaus.
Wie zum heimlichen Atemholen
Säuselt die Ruhe vorm Wind,
Streift durch die Fellhärchen schlachtreifer Fohlen,
In denen der Blutstrom gerinnt …
Und wieder einmal stürzt sich wild dein Vertrauen
Voller Maßlosigkeit aufs Buffet!
Und schon wenig später, darauf darfst du bauen,
Tut’s nochmal und doppelt so weh.